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Zwei, die sich verstehen und ergänzen: Kimmich und Goretzka. Foto: imago images
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Zwei, die sich verstehen und ergänzen: Kimmich und Goretzka.

Nationalmannschaft

Joshua Kimmich und Leon Goretzka: Ein Duo für die Zukunft

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Joshua Kimmich und Leon Goretzka sind die neuen Weichensteller im DFB-Team. Das kann nach dem Duo Kroos/Gündogan nur gut sein für das Flick-Team. Ein Kommentar.

Frankfurt - Das große Debattenthema der Stammtische bei der ziemlich verkorksten Europameisterschaft war die Positionierung von Joshua Kimmich. Joachim Löw entschied sich, den multipel einsetzbaren Bayern-Profi auf den rechten Flügel zu positionieren, ganz so, wie es Hansi Flick in den Finalspielen der Champions League 2020 getan hatte. Bei Flick hatte das seinerzeit wunderbar funktioniert, Kimmich war Torvorlagengeber im Königsklassen-Finale. Unter Löw scheiterte die Versuchsanordnung. Nur einmal, gegen Portugal, ging der Plan auf.

Der Ex-Bundestrainer war im zentralen Mittelfeld auf Toni Kroos festgelegt. Kroos spielte ein besseres EM-Turnier als viele seiner Mitspieler. Aber, man erfuhr es erst danach: Kroos litt seinerzeit schon schwer an einer böse entzündeten Adduktorenmuskulatur. Im Nachhinein wäre es besser gewesen, der nach dem Achtelfinal-Aus aus dem DFB-Team zurückgetretene 31-Jährige hätte auf die EM verzichtet, sich für die neue Saison mit Real Madrid erholt und gleichzeitig Platz für Kimmich gemacht.

Joshua Kimmich harmoniert mit Leon Goretzka

Denn dass der fünf Jahre jüngere Profi im zentralen Mittelfeld nach vorne und nach hinten längst einen größeren Radius abzudecken versteht als Kroos, bewies Kimmich auch gegen Rumänien wieder eindrucksvoll. Mit Leon Goretzka, bei der EM anfangs noch verletzt, harmonierte Kimmich genauso, wie man es von zwei Weltklassespielern erwartet, die sich aus dem Verein in- und auswendig kennen. Das war ein ganz anderes Miteinander als das zwischen Kroos und Ilkay Gündogan bei der EM.

Kimmich und Goretzka wissen ganz genau, wie der andere tickt, wann sie den anderen defensiv abdecken müssen, wann sie es selbst wagen können, nach vorne zu stoßen und dabei fast immer gewiss sein können, dass der Mitspieler das Mittelfeld nicht entblößt, sollte der Ball verloren gehen. Dass beide über mehr Dynamik und Zweikampfstärke verfügen als die Passmaschinen Kroos und Gündogan, ist unbestritten. Zudem zeichnet Kimmich und Goretzka eine Mentalität aus, die Rückstände nicht als Rückschläge versteht, sondern im Gegenteil als Motivation, sich noch mehr reinzuhauen.

Auch Joshua Kimmich und Leon Goretza haben etwas gutzumachen

Dass beide Co-Vorbereiter des Siegtores von Thomas Müller waren - Kimmichs Ecke verlängerte Goretzka per Kopf -, ist kein Zufall gewesen. Goretzka spielte zudem den wichtigen Pass vor Serge Gnabrys Ausgleichstor. Aber Goretzka war auch nicht ganz rechtzeitig zur Stelle, als Rumäniens Torschütze Ianis Hagi zum 1:0 traf. Bei der Videoanalyse gibt es also noch Erkenntnisse für Verbesserungsbedarf.

So haben es Fußballtrainer am liebsten: Sie können viel loben, finden aber auch angemessenes Material zur Kritik. Am Montagabend in Nordmazedonien haben auch Joshua Kimmich und Leon Goretzka etwas gutzumachen. Beim 1:2 im Hinspiel gehörten sie beide im Mittelfeld zu einer Mannschaft, die sich bis auf die Knochen blamierte. (Jan Christian Müller)

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