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Haaland erzwingt das Eigentor.
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Haaland erzwingt das Eigentor.

Borussia Dortmund

Ein bisschen Zuversicht

  • vonPeter Schwennecker
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Mühevoll hält Borussia Dortmund wenigstens den Anschluss an die Tabellenspitze.

In Dortmund ist es seit vielen Jahren so üblich, dass alle im Verein ein bisschen enger zusammenrücken, wenn es einmal nicht so gut läuft. Einige Mitglieder hatten vor der Partie gegen den FC Augsburg auf der Südtribüne mit gelben Plastiktüten, die über die Sitze gestülpt wurden, ein großes BVB-Emblem gestaltet, auf der Gegenseite das Geburtsjahr 1909. Dazu breiteten sie auf der Westseite ein großes Transparent aus mit der Aufschrift: „Auf geht’s Dortmund, kämpfen und siegen“.

„Natürlich haben wir das registriert“, freute sich Edin Terzic nach dem 3:1 (1:1)-Erfolg über den FC Augsburg. „Da haben sich 50 Mitarbeiter Gedanken gemacht und einen Beitrag dazu geleistet, wie man die negativen Ergebnisse wieder positiv gestalten kann“, berichtete der Dortmunder Trainer von der Aktion. „Das ist das, was den BVB ausmacht.“

Große Erleichterung herrschte bei der Borussia, weil am Samstag nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Leistung stimmte und die Westfalen damit zumindest den Anschluss an die finanziell so enorm wichtigen Champions-League-Plätze wahrten. „Es hat uns gutgetan, wieder zu gewinnen. Die Art und Weise war für mich überzeugend“, bestätigte Sportdirektor Michael Zorc, um dann gleich eine Forderung anzufügen: „Das muss unser Weg sein.“

Lob für den Abräumer

Dabei hatte das Team um Kapitän Marco Reus, der gegen die Augsburger sein 200. Bundesligaspiel (94 Tore) im BVB-Trikot bestritt, erneut herbe Rückschläge zu verkraften. Die Gäste gingen bereits nach zehn Minuten mit ihrer ersten und einzigen großen Chance in der Partie durch André Hahn in Führung, dabei hatte der Stürmer im Strafraum alle Zeit der Welt, sich den Ball schussgerecht aufzulegen. Erling Haaland knallte wenig später einen Handelfmeter an die Latte. Es war schon der dritte vergebene Strafstoß der Borussia, zuvor hatte Reus zweimal nicht getroffen.

Dennoch ließen die Gastgeber nicht die Köpfe hängen, kamen durch Thomas Delaney zum Ausgleich(26.) und belohnten sich durch Treffer von Jadon Sancho (63.) und einem von Haaland erzwungenen Eigentor (Felix Uduokhai, 75.) diesmal selbst. „Wir sind zum vierten Mal in Folge in Rückstand geraten. Und wir haben jetzt auch die Schnauze voll von den verschossenen Elfmetern“, erklärte Terzic. „Aber wir haben es diesmal geschafft, das aufzuholen“, freute sich der Nachfolger von Lucien Favre, der seine Position durch den Sieg wieder etwas gefestigt hat.

Großen Anteil daran, dass die Schwarz-Gelben die Partie drehten, hatte Delaney, nicht nur wegen seines Kopfballtreffers. Der Däne erwies sich als konsequenter Abräumer im Mittelfeld, war mit 85 Prozent gewonnener direkter Duelle nicht nur der zweikampfstärkste Akteur auf dem Platz, sondern legte mit 12,07 Kilometern zudem die weiteste Laufstrecke zurück. Deshalb gab es ein Sonderlob vom Trainer. „Thomas hat viele Bälle in den guten Zonen erobert, hat jedes Loch gestopft, und das auf dem ganzen Platz“, betonte Terzic.

Der Trainer blickte nun wieder etwas zuversichtlicher in die Zukunft. Weil auch Sancho so langsam zurück zu alter Form fand. Dem Engländer gelang in seinem 95. Spiel das 33. Bundesliga-Tor. So jung (20,85 Jahre) erreichte noch kein Bundesliga-Profi zuvor diese Marke. Damit nahm er dem Schalker Klaus Fischer (20,86) diesen Rekord ab.

„Jadon hat in den letzten Wochen einen sehr großen Schritt nach vorn gemacht“, freute sich Terzic. Der Coach will seinen Profis eine weitere wichtige Erkenntnis vermitteln: „Wir wissen, dass unser Talent nur geschützt werden kann durch eine gute Mentalität.“ Deshalb hofft er, dass der BVB auch am Dienstag im Pokal-Achtelfinale (20.45 Uhr/live in der ARD) die Leistung aus der Partie gegen den FC Augsburg wiederholen kann. Dann kommt der Zweitligist SC Paderborn nach Dortmund.

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