1899 Hoffenheim - Bayer Leverkusen
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Deniz Aytekin, sieht das Verhältnis zu den Trainer als respekvoller an als noch vor zehn Jahren.

Fußball-Schiedsrichter

Effekte für die Basis

Schiedsrichter Aytekin hält nichts von einem „künstlichen“ Treffen mit Bundesligatrainern.

Es ist das Dauerthema seit dem Start der Bundesligarückrunde: die Schiedsrichter und ihr härteres Durchgreifen im Umgang mit den Fußballprofis sowie den Trainern der Klubs. Der deutsche Spitzenreferee Deniz Aytekin hält jedoch nichts von einem eigens anberaumten Treffen mit den Fußballlehrern, um die hitzige Debatte ein wenig zu entschärfen. „Früher gab es Runde Tische, man hat sich in entspannter Atmosphäre getroffen und vieles besprochen“, sagte der 41-Jährige dem „Kicker“ und fügte an: „Um am Ende festzustellen, dass am Spieltag die Emotionen einen dann doch eingeholt haben und das Besprochene vergessen wurde.“ Das iost zumindest nicht ganz von der Hand zu weisen.

Ohnehin sieht Aytekin das Verhältnis mit den Trainern nicht „so vertrackt, wie es vielleicht öffentlich und medial gerade rüberkommt“. Das Gegenteil ist nach Ansicht des Fifa-Schiedsrichter der Fall, zumindest sagte er das im Interview. „Wenn ich zehn Jahre zurückblicke, hat sich vieles sehr, sehr positiv verändert. Beide Seiten sind deutlich offener und respektvoller geworden“, äußerte Aytekin: „Der Austausch läuft permanent und gut, deshalb finde ich nicht, dass wir künstliche Gesprächsrunden benötigen.“ Eine solche Runde hatte Trainer Marco Rose von Borussia Mönchengladbach zuletzt ins Gespräch gebracht.

Wie viele seiner Kollegen verteidigte auch Deniz Aytekin das konsequentere Auftreten der Unparteiischen gegenüber Profis und Trainern. „Natürlich trägt kein Bundesligatrainer oder -spieler die Verantwortung für Gewalt im Amateurfußball“, sagte der gebürtige Nürnberger: „Aber es ist doch ein erstrebenswertes Ziel, gerade in der Bundesliga einen vorbildlich fairen und respektvollen Umgang miteinander vorzuleben. Das wird dann auch einen Effekt auf die Basis haben.“ (sid/FR)

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