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Drei Tulpen aus Amsterdam

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Von: Stefan Fritschi

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Kommt aus dem Jubeln gar nicht mehr heraus: Cas Peters.
Kommt aus dem Jubeln gar nicht mehr heraus: Cas Peters. © Imago/Eibner

Cas Peters überragt für den FSV Frankfurt beim 5:0 gegen Freiberg und ist Toptorschütze der Regionalliga Süd/Südwest / Bornheimer jetzt da, wo sie sein wollen: im gesicherten Mittelfeld

Bis wieder angenehme Temperaturen locken, dauert es ja noch eine Weile. Beim FSV Frankfurt weist man seit einigen Wochen immer öfter gerne darauf hin, was da so Nettes aus dem nordwestlichen Nachbarland herüber kommen könnte. „Wenn der Frühling kommt, dann schick‘ ich Dir Tulpen aus Amsterdam“ – den Klassiker aus den 50er Jahren spielte die Stadionregie im Heimspiel gegen den SGV Freiberg gleich dreimal ein. Damit war klar: Cas Peters hatte sich so ausgetobt wie nie im Trikot des Fußball-Regionalligisten.

In allen Belangen überlegen

„Ich fühle mich hier richtig wohl“, kommentierte der Stürmer aus dem niederländischen Oldenzaal seine herausragende Leistung beim 5:0 (3:0) über den Aufsteiger. Es war schon beeindruckend, wie sehr Peters seine Effizienz, seine Effektivität ausreizte. Vier Chancen hatte er, verwandelte drei Vorlagen abgeklärt (22./78./82), nur einmal zielte er knapp vorbei (81.). „Es freut mich riesig für ihn“, sagte Trainer Tim Görner und fügte an: „Cas weiß, wie er sich zu bewegen hat. Er kann auch in schwierigen Situationen etwas machen.“ Peters werde aber auch gut von seinen Mitspielern in Szene gesetzt – bestens von Jihad Boutakhrit beim 2:0 und von Sho Sannomiya beim 4:0.

Mit zwölf Treffern führt der 29-Jährige jetzt die Torschützenliste der Südwest-Staffel an. Welchen Wert hat er sich vorgenommen für diese Saison? Was ist möglich? „Das weiß ich nicht“, sagte Peters nur dazu. Jedenfalls seien diese drei Punkte „sehr wichtig“ für die Mannschaft und den Verein. Mit einer ausgeglichenen Bilanz steht der FSV dort, wo er auch Ende Mai, im tiefsten Frühling, gerne stehen würde: im gesicherten Mittelfeld.

Beim höchsten Saisonsieg ließen die Bornheimer den Schwaben keine Chance. „Hochverdient“ sei das 5:0, sagte Freibergs Trainer Ramon Gehrmann. Fußballerisch besser, in den Zweikämpfen besser, in der Box besser – der Coach listete die Vorzüge der Frankfurter auf. Da wollte Görner sich freilich nicht zurückhalten: „Ein großes Lob an die Mannschaft.“ Sie habe eine gute Balance gefunden in Ballbesitz und Umschaltmomenten und auch nach starker erster Halbzeit „mit Topchancen“ auch nach der Pause nicht nachgelassen.

Nach einer missglückten Kopfballrückgabe von Ruben Reisig hatte Boutakhrit den FSV bereits in der dritten Minute in Führung gebracht. Leon Müller markierte nach einem Konter aus 17 Metern das 3:0 (42.). Der Nachmittag hätte für die Freiberger, die sich am Hang in einer regionalligauntauglichen Verfassung präsentierten, mit einem Desaster enden können, wenn Amid Khan Agha (17.), Manuel Reutter (26.), Noah Awassi (31.), Boutakhrit (38.) und Giorgio Del Vecchio (67.) ihre teils hochkarätigen Chancen genutzt hätten.

So konnte sich die Stadionregie auf das Tulpenlied konzentrieren. Die Freiberger wollen dieses gewiss so schnell nicht wieder hören, die Frankfurter im letzten Heimspiel des Jahres am 3. Dezember gegen den FC Homburg noch einige Male…

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