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Schnell: Karim Adeyemi.
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Schnell: Karim Adeyemi.

DFB-Kader

Drei Neue für Flick

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Der Bundestrainer mischt alt mit neu und beruft Schlotterbeck, Raum und Adeyemi für WM-Qualifikationsspiele.

Hansi Flick hat beträchtlich länger für die Nominierung seines Kaders benötigt, als das bei seinen Vorgängern Löw, Klinsmann, Völler, Ribbeck, Vogts, Beckenbauer üblich war. Ursprünglich sollte die Benennung des Aufgebots für die WM-Qualifikationsspiele gegen Liechtenstein (2. September in St. Gallen), Armenien (5.9. in Stuttgart) und Island (8.9. in Reykjavik) am Donnerstag erfolgen, dann wurde sie Anfang der Woche auf Freitag verschoben. Während Löw das stets bis zur frühen Mittagsstunde geschafft hatte, dauerte es diesmal bis nach halb drei Uhr am Nachmittag. Der neue Bundestrainer hat sich offenbar mit seinem runderneuerten Trainerteam sehr viele Gedanken gemacht.

Neu auch, dass die Veröffentlichung der Nominierung per Pressemitteilung und auf der DFB-Homepage nicht nur von einem schnöden gedruckten Text begleitet wurde, sondern von einem sechseinhalbminütigen Youtube-Video-Interview des langjährigen Pressesprecher Jens Grittner mit Flick, beide hochmodisch ganz in schwarz mit weißen Sneakers in einem hellen Raum.

Flick sagte, er habe besonderen Wert auf den Austausch mit den Vereinstrainern gelegt, um zu ergründen, ob sein Eindruck über einzelne Kandidaten aus größerer Ferne so verfestigt würde. Sogar mit dem Pariser Chefcoach Mauricio Pochettino habe er sich ausgetauscht.

Der 56-Jährige berief 26 Spieler, drei mehr, als jeweils in die Spieltagskader rücken dürfen. Wegen Trainingsrückstand nicht dabei sind Torwart Marc-André ter Stegen, Verteidiger Mats Hummels und Mittelfeldspieler Emre Can sowie der corona-kranke Matthias Ginter.

Flick knüpfte an die Vorliebe seines Vorgängers für Profis des SC Freiburg an und nominierte überraschend den Innenverteidiger Nico Schlotterbeck. Der 21-Jährige hatte am Samstag Dortmunds Über-Stürmer Erling Haaland eindrucksvoll von dessen Spieltrieb eliminiert.

Ebenfalls zu diesem frühen Zeitpunkt überraschend ist David Raum schon dabei. Der 23-Jährige hat gerade mal zwei Bundesligaspiele mit der TSG Hoffenheim absolviert, nachdem die Kraichgauer den offensivstarken Linksverteidiger aus Fürth verpflichtet hatten.

Bereits ein Länderspiel unter Löw hat Ridle Baku hinter sich. Der 23-jährige Wolfsburger, in Mainz aufgewachsen und ausgebildet, wurde wie Schlotterbeck und Raum in diesem Sommer U21-Europameister. Ebenso zur deutschen Überraschungsmannschaft unter Trainer Stefan Kuntz gehörte Karim Adeyemi vom FC Salzburg als dritter Neuling sowie Florian Wirtz. Das erst 18-jährige Toptalent von Bayer Leverkusen wurde von Löw im März schon mal in den A-Kader berufen, kam seinerzeit aber nicht zum Einsatz. Flick berichtete, er habe sich intensiv mit dem Kollegen Kuntz unterhalten.

Hierzulande weitgehend unbekannt ist Karim Adeyemi, der von Flicks neuem Scout Hermann Gerland beim 1:0 gegen Austria Wien beobachtet worden ist. Beim 19-Jährigen, in München geborener Sohn eines nigerianischen Vaters und einer rumänischen Mutter, handelt es sich um einen eminent schnellen, aber wohl nicht ganz leicht zu führenden Offensivspieler. Bei der U21-EM wurde er regelmäßig eingewechselt und sorgte für neuen Schwung.

Von Löw nicht für die EM nominierte Rückkehrer in den Kreis sind Thilo Kehrer, Verteidiger von Paris Saint-Germain, Mo Dahoud und dessen nicht mehr ganz taufrischer, aber zuletzt auch nicht mehr verletzter Dortmunder Kapitän Marco Reus, mit dem Flick laut Selbstauskunft sehr gute Gespräche geführt hat. Julian Draxler (Paris) schaffte es dagegen nicht.

Aus dem EM-Kader nicht dabei sind neben Hummels, Ginter und Can auch Toni Kroos nach dessen DFB-Rücktritt sowie Marcel Halstenberg, dessen geplanter Transfer von RB Leipzig zu Borussia Dortmund sich zu zerschlagen droht. Auch Kevin Volland vom AS Monaco, Robin Koch (Leeds United) und der Freiburger Linksverteidiger Christian Günter erhielten keine Einladung mehr.

Robust: Nico Schlotterbeck (links), gegen BVB-Tormaschine Erling Haaland).
Überraschungsgast beim DFB: David Raum.

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