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Schon früh unter Druck: Gladbach-Trainer Adi Hütter.
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Schon früh unter Druck: Gladbach-Trainer Adi Hütter.

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Drei aus dem Tritt

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
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Borussia Mönchengladbach, Hertha BSC und Eintracht Frankfurt straucheln in die Saison hinein - die Gründe sind ganz unterschiedlich.

International wollen sie spielen, dort, wo sie nach Selbstauskunft hingehören, am liebsten Champions League. Adi Hütter hat das gesagt, als Fachmann für rauschende Europapokalnächte aus Frankfurt nach Gladbach gelockt. Da kennt er sich aus, er weiß aber auch, wie man ratzfatz die Champions League vergeigt. Derzeit schielen sie in Gladbach in eine ganz andere Richtung, ein Punkt, zwei Niederlagen, Platz 15 und eine schon leicht nervös zuckende Fanseele.

Ein Trost ist nicht, dass auch an zwei anderen Standorten, Frankfurt (zwei Punkte, Platz 14) oder Berlin bei der Hertha (Null Punkte, Platz 18), eher Tristesse das vorherrschende Gefühl ist. Drei Klubs also, die mit deutlich anderen, deutlich höheren Erwartungen in die Saison gestartet sind und die allesamt eben just diesen Start verpatzt haben. Aus unterschiedlichen Gründen, keine Frage, aber das schmälert die Enttäuschung kein bisschen.

In Gladbach etwa könnte man das schwere Auftaktprogramm (Bayern, Leverkusen, Union Berlin) als Erklärung heranziehen, und dabei unterschlagen, dass die zuweilen phlegmatische Mannschaft ziemlich planlos in der Offensive agiert hat und im Kern eine schlechte Serie fortführt: saisonübergreifend haben die Borussen aus elf Spielen nur 14 von 33 Punkten geholt. In der Rückrundentabelle der letzten Runde sind sie auf Platz 10 gelistet, Mittelmaß, mehr nicht.

In Frankfurt müssen sie nach dem Weggang der sportlichen Führung, der Absenz des besten Torschützen, internen Querelen um Leistungsträger und bislang (noch) nicht eingeschlagenen Neuzugängen mal wieder einen Umbruch moderieren.

Und bei der Hertha, die ja ohnehin nur dank „des heiligen Geistes“ (Pal Dardai) jüngst die Liga gehalten hat, schießen halt weder absurd viel verpulvertes Geld Tore noch Fredi Bobic. Vermutlich wird über kurz oder lang der „kleine, nette Trainer“ Dardai bald kein Trainer der Hertha-Profis sein, sondern der B-Jugend. Der selbst ernannte Big City Club sucht ja seit langem einen „großen Trainer“, und dass einer wie Bobic großes Vertrauen in Dardai setzt, ist nicht bekannt.

Natürlich sind erst drei Spieltage absolviert, da verbietet es sich, schon die Apokalypse auszurufen. Aber die Antennen sollten bei diesen schlecht in Tritt gekommenen Klubs ausgefahren sein, die Sinne geschärft, ein böses Erwachen könnte leicht die Folge sein. Sie müssen erst einmal wieder zurück in die Spur finden. Das ist nicht einfach, wenn Erwartungen und Saisonziele deutlich ambitionierter waren.

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