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BVB-Coach Peter Bosz steht nach dem 1:1 in Nikosia am Spielfeldrand.
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BVB-Coach Peter Bosz steht nach dem 1:1 in Nikosia am Spielfeldrand.

Fußball

Dortmunder, hört die Signale!

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Der BVB hat noch genügend Zeit, die Kurve zu kriegen. Doch Peter Bosz muss schleunigst dem Negativtrend entgegenwirken. Ein Kommentar.

Borussia Dortmund war in den vergangenen Jahren immer ein Garant dafür, dass Deutschland in der Fünfjahreswertung der Uefa ganz weit oben steht. Bis auf die Saison 2015/2016 in der Europa League stand der Klub in den vergangenen Jahren immer mindestens im Achtelfinale der Champions League und 2013 sogar im Finale. Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann und ordentlich Punkte und der Bundesliga drei feste Startplätze für die Königsklasse brachte.

In dieser Saison wird der Ballsportverein Borussia alles dafür tun müssen, den dritten Platz in der Gruppe zu sichern, um in der Europa League zu überwintern. Die sechs Punkte enteilten Real Madrid und Tottenham Hotspur wird Dortmund sicher nicht mehr einholen.

Einige Disbalancen

Beim BVB hat der gute Saisonstart in der Bundesliga mit 21:2 Toren und 19 Punkten einiges von dem kaschiert, was spätestens seit der Niederlage am vergangenen Samstag gegen Leipzig (2:3) immer deutlicher zutage tritt. Das fängt mit der Disbalance zwischen Angriff und Verteidigung an, geht weiter mit sich anmaulenden Spielern und hört mit einem Torwart auf, der seiner Mannschaft in zwei Champions-League-Spielen wichtige Punkte gekostet hat. Und Trainer Peter Bosz wirkt dem Ganzen anscheinend nicht entgegen.

Der Niederländer lässt zwar berauschenden Fußball spielen, der wunderbar anzusehen ist, aber im Umschaltspiel machen seine Spieler haarsträubende Fehler. So gewannen sie zwar 6:1 gegen Mönchengladbach, die Partie hätte aber auch gut und gerne 10:6 ausgehen können.

Im Gegensatz zu den Fohlen nutzte Leipzig diese Schwächen gnadenlos aus. Obwohl die Mängel für jeden offensichtlich sind, hält Bosz stur an seiner Philosophie fest. Das wird angesichts der Offensivpower seines Teams gegen vermeintlich schwächere Gegner auch noch häufiger gutgehen – muss es aber nicht, wie die Partie am Dienstagabend in Nikosia bewiesen hat.

Neben den vielen Unzulänglichkeiten im Aufbauspiel und, wie auf Zypern, fehlenden Bällen in die Spitze muss Dortmund auch ernsthaft über sein Torhüterproblem nachdenken. Schon die beiden Gegentore in die kurze Ecke bei Tottenham Hotspur hätte jeden Jugendtrainer auf die Palme gebracht. Roman Bürkis Fehlpass und der anschließende Abpraller nach vorne in Nikosia waren nur noch Slapstick. Die vor einigen Wochen aufgekommenen Gerüchte um einen Transfer von Kevin Trapp, der bei Paris Saint-Germain auf der Bank schmort, kommen nicht von ungefähr. Ein Torhüter, der bei einem Champions-League-Klub spielt, muss seinem Team mindestens zehn Punkte in der Saison erspielen. Bürki tut das in dieser Verfassung nicht. Im Gegenteil.

Peter Bosz muss seinem Team schleunigst neues Selbstvertrauen einimpfen und dem Negativtrend entgegenwirken, indem er taktisch variabler spielen lässt und dem Gemecker auf dem Platz Einhalt gebietet. Macht er das nicht, wird er schnell das Standing im Team verlieren, das er sich in den ersten Wochen aufgebaut hat.

Der BVB hat noch genügend Zeit, die Kurve zu kriegen. Dafür müssten nur die Alarmsignale gehört und die richtigen Schlüsse gezogen werden. Dann klappt es auch mit dem Punktesammeln für die Fünfjahreswertung - wenn auch nur in der Europa League.

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