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So war es beim Abschied: Christian Heidel mit Tränen in den Augen und Tochter Sanita im Arm.
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So war es beim Abschied: Christian Heidel mit Tränen in den Augen und Tochter Sanita im Arm.

FSV Mainz 05

Doppellösung mit Heidel und Schmidt

  • Jan Christian Müller
    vonJan Christian Müller
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Ex-Manager kehrt als Vorstand, Ex-Trainer als Sportchef zurück zum Fußball-Bundesligisten. Ex-Nachwuchscoach Bo Svensson soll noch als Chefcoach folgen. Lichte wurde freigestellt.

Als Christian Heidel im Mai 2016 nach 24 Jahren in treuen Diensten von Mainz 05 ging, die kleine Tochter in den Armen, flog Lametta und flossen Tränen. Die Fans feierten den Top-Manager, für den Mainz zu klein geworden war, hier kannte er jeden Tür- und jeden Torpfosten, und damit war nicht nur der Verein gemeint, sondern gleich die ganze Stadt. Das fette Angebot von Schalke 04 hatte Heidel bei Sinnen nicht ausschlagen können. Als der damalige Präsident Harald Strutz mit einem gerade so siebenstelligen Jahresgehalt als letztes Angebot um die Ecke kam, lächelte Heidel das nur müde weg. Schalke war eine ganz andere Größenordnung. Und am Ende war es eine Nummer zu groß, die üppigen Überweisungen ein Schmerzensgeld.

Seit Montagabend, offiziell 20.12 Uhr, ist Heidel zurück bei Mainz 05. Der neue Vorstand Strategie, Sport und Kommunikation bringt einen guten, alten Bekannten mit: den ehemaligen Mainzer Amateur- und Chefcoach Martin Schmidt. Ironie des Schicksals: Schmidt, der im Mai 2017 von dem vor einer Woche zurückgetretenen Ex-Sportchef Rouven Schröder beurlaubt worden war, folgt nun Schröder als Sportverantwortlicher. Allerdings erhält Schmidt keinen Vorstandsposten, wie ihn zuvor Schröder inne hatte und nun Heidel bekommt, sondern ledigliche eine Direktorenstelle. „Die 05er gehen den Neustart mit Mainzer Fußball-DNA an“, überschrieb der Verein seine Pressemitteilung ohne Übertreibung.

Trainer Lichte beurlaubt?

Die erste Amtshandlung des Duos ist nun nicht gerade typisch Mainzer Fußball-DNA, allerdings alternativlos, um unbelastet die Zukunft montieren zu können: Trainer Jan-Moritz Lichte ist von seinen Aufgaben entbunden worden. Der 40-Jährige war wiederholt von einer schwererziehbaren Mannschaft im Stich gelassen worden, zuletzt auf geradezu hochnotpeinliche Art und Weise beim Pokalaus gegen den VfL Bochum. Das Training der Profis leitet übergangsweise Jan Siewert, Cheftrainer des Mainzer Nachwuchsleistungszentrums. Der 38-Jährige hat bereits Erfahrung in der Premier League bei Huddersfield Town gesammelt, stieg dort allerdings voriges Jahr ab. Siewert wird am heutigen Dienstag das erste Training nach der Weihnachtspause leiten.

Geplant ist offenbar, dass so schnell wie möglich der ehemalige Mainzer Verteidiger und Ex-Nachwuchstrainer der Nullfünfer, Bo Svensson, den Cheftrainerposten übernimmt. Der Däne steht allerdings beim FC Liefering unter Vertrag. Mainz 05 kassierte für Svensson im Sommer 2019 dem Vernehmen nach rund 1,5 Millionen Euro vom österreichischen Zweitligisten, Geld, dass Liefering mindestens zurückhaben will. Angeblich soll es gar eine Rückkehrklausel geben.

Nicht ausgeschlossen zudem, dass auch Jan-Moritz Lichte wieder eine Aufgabe bei Mainz 05 übernimmt. Der Vereinschef Vereinsvorsitzender Stefan Hofmann raspelte jedenfalls freundlicherweise kräftig Süßholz: Lichte sei „ein absoluter Fußballfachmann“, Man habe vereinbart, „dass wir uns mit einem gewissen Abstand zusammensetzen und besprechen, inwieweit es eine zukünftige Aufgabe für ihn bei Mainz 05 geben kann“.

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