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Dietmar Hopp (r.) und Karl-Heinz Rummenigge stehen nach dem Wiederanpfiff der Partie TSG Hoffenheim gegen FC Bayern München demonstrativ am Spielfeldrand.

Bundesliga

Skandal beim Spiel FC Bayern gegen Hoffenheim: Fans beleidigen Dietmar Hopp

Fans des FC Bayern München entrollen ein Transparent, auf dem Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp beleidigt wird. Das Spiel wird unterbrochen - und steht kurz vor dem Abbruch.

  • FC Bayern München und TSG Hoffenheim spielen in der Bundesliga gegeneinander
  • FC-Bayern-Fans zeigen ein verunglimpfendes Plakat gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp
  • Der Schiedsrichter unterbricht das Spiel, es steht kurz vor dem Abbruch

Update vom 29. Februar 2020, 18.45 Uhr: „Was heute passiert ist - so geht es einfach nicht weiter“, sagt Bayern-Trainer Hansi Flick bei der Pressekonferenz nach dem Spiel des FC Bayern München gegen die TSG Hoffenheim. Beim Spiel hatten Fans ein Transparent entrollt, das Dietmar Hopp verunglimpft hatte. Daraufhin hatte der Schiedsrichter die Partie unterbrochen, anschließend hatten die Fußballer sich den Ball 13 Minuten lang nur noch zugeschoben und nicht mehr gegeneinander gespielt.

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wird ein Ermittlungsverfahren einleiten, wie der Sport-Informations-Dienst (SID) erfahren hat.

Transparent gegen Dietmar Hopp: Skandal im Stadion

Erstmeldung vom 29. Februar 2020, 17.35 Uhr: Eigentlich läuft für den FC Bayern München gegen die TSG Hoffenheim alles glatt: Mit sechs Toren liegt der Rekordmeister auswärts in Führung, als in der zweiten Halbzeit des Spiels  - in der 68. Minute - Bayern-Fans ein Transparent entrollen. Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp wird darauf verunglimpft.

FC-Bayern-Fans verunglimpfen Dietmar Hopp - Schiedsrichter unterbricht Spiel

Schiedsrichter Christian Dingert unterbricht das Spiel, die Bayern-Bank läuft sofort empört in Richtung der Bayern-Kurve. Vorneweg Cheftrainer Hansi Flick, einst als Sportdirektor in Diensten von Hoffenheim, und Assistent Hermann Gerland. Lautstark schimpft der Bayern-Trainerstab mit den Anhängern der Münchner. Auch einige Bayern-Spieler und sogar Vorstandsmitglied Oliver Kahn bauen sich vor dem Fanblock auf. Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge sucht sofort das Gespräch mit Hopp auf der Tribüne.

Hass gegen Dietmar Hopp: Spieler protestieren auf ihre Art gegen das Transparent

In der 77. Minute wiederholt sich der Vorgang, wiederum eilen die Bayern-Spieler in Richtung Fanblock. Schiedsrichter Dingert unterbricht die Partie daraufhin für einige Minuten. Als die Spieler von FC Bayern München und TSG Hoffenheim nach etwa 10 Minuten wieder auf den Platz kommen, spielen sie sich aus Protest gegen das Transparent den Ball nur noch zu. Hopp und Rummenigge stehen demonstrativ am Spielfeldrand und klatschen. Von den Hoffenheim-Fans gibt es ein gellendes Pfeifkonzert für die Fortsetzung der Partie und „Dietmar Hopp“-Sprechchöre.

„Die Idee kam von den Spielern“, berichtet Rummenigge nach dem Spiel bei Sky. Er schäme sich für die Chaoten, die das Transparent entrollt hatten und habe sich „bei Dietmar Hopp auch entschuldigt“, so Rummenigge weiter. Der Bayern-Boss kündigt ein scharfes Vorgehen gegen die Auslöser des Skandals an: „Wir haben alles mitgefilmt und werden die Leute zur Rechenschaft ziehen.“

Fans drohen Dietmar Hopp: „Gegen Chaoten zusammenstehen“

Die ganze Bundesliga, die DFL und der DFB müssten nun „zusammenstehen und gegen diese Chaoten vorgehen“, betont Rummenigge. „Das war das hässliche Gesicht von Bayern München. Dafür gibt es keine Entschuldigung.“

Die Sportgerichtsbarkeit des DFB wird sich mit den Vorfällen sicherlich beschäftigen. Erst vor einer Woche hatte ein Anti-Hopp-Banner beim Spiel Mönchengladbach gegen Hoffenheim für eine kurzfristige Spielunterbrechung gesorgt. Auch dort hatten die Gastgeber, vor allem in Person von Sportdirektor Max Eberl, sofort interveniert. Schiedsrichter Felix Brych (München) hatte das Spiel erst fortgesetzt, nachdem die Transparente, darunter ein Bild von Dietmar Hopp im Fadenkreuz, wieder abgehängt worden waren. (sid/dpa/tab)

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