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Überflüssiges Foul: Moussa Niakhate hat Martin Hinteregger gerade gehalten. Der fällt dankbar zu Boden.
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Überflüssiges Foul: Moussa Niakhate hat Martin Hinteregger gerade gehalten. Der fällt dankbar zu Boden.

Mainz in der Krise

Die Teuersten sind die Schwächsten

Die Mainzer Probleme lassen sich an den als wertvollste Profis geltenden Franzosen Niakathé und Mateta entlang erzählen.

Zwei Franzosen im Kader von Mainz 05 gelten als wertvollste Profis des neuen Tabellenletzten: Abwehrspieler Moussa Niakathé und Stürmer Jean-Philippe Mateta. Tatsache ist jedoch: Niakathé, laut des Portals Transfermarkt.de neun Millionen Euro wert, und Mateta, noch immer mit 15 Millionen Euro berechnet, sind bei den Nullfünfern im Rattenrennen um den Bundesliga-Klassenerhalt die größten Problemfälle. Das wurde auch beim 0:2 (0:1) gegen Eintracht Frankfurt deutlich.

Niakathé produzierte in seiner ungeliebten Rolle als Linksverteidiger zwei vollkommen unnötige Fouls im eigenen Strafraum, die berechtigterweise zu Frankfurter Strafstößen führten und das Spiel entschieden. Der neue Mainzer Sportdirektor Martin Schmidt beschrieb die zweite Elfmeterszene gegen Mainz so: „Hinteregger fällt klug. Der Schiri fällt drauf rein.“ Eine unangemessene Interpretation für Niakathés Dummheit, der den Österreicher festhielt, obwohl dieser nie und nimmer an den Ball gekommen wäre.

Stürmer Mateta war vom neuen Trainer Bo Svensson erst nach 77 Minuten eingewechselt worden. Sein Gesamtauftritt war weit weg von Professionalität. Das Aufwärmprogramm bei drei Grad Celsius unterbrach er minutenlang und stand mit gespreizten Beinen bewegungslos hinter der Torauslinie. Als er dann dennoch mitspielen durfte, fiel der 23-Jährige viermal auf: mit einem völlig missglückten Schussversuch, mit zwei grotesk leichten Ballverlusten und schließlich anlässlich des zweiten zu Recht vom Videoassistenten zurückgenommenen Strafstoßes. Da hatte Mateta sich den Ball bereits geschnappt und auf den Punkt gelegt, dabei den etatmäßig seit Jahren absolut zuverlässigen Elfmeterschützen Daniel Brosinski ignoriert. Ein doppeltes No-Go auch deshalb, weil Mateta seinen letzten Elfmeter im DFB-Pokal gegen den VfL Bochum auf hochnotpeinliche Art und Weise vergeben hatte.

Niakathé und Mateta sind in diesem Zustand zu weit entfernt von Bundesliganiveau. Die Niederlage gegen die Eintracht hat Svensson vor Ort dokumentiert, wie harmlos seine Mannschaft vor des Gegners Tor ist. Er braucht einen motivierten Mateta, dessen körperlicher Zustand zudem bedenkenswert erscheint. Gegen die Frankfurter Abwehrrecken agierte Mateta-Vertreter Jonny Burkhardt mutig, aber letztlich zu naiv. „Ich habe drei Chancen kläglich vergeben“, kritisierte sich der Blondschopf hinterher angenehm selbstkritisch.

Auch Abwehrmann Alexander Hack redete nicht großartig drumherum: „Klar kann man von Pech reden, wenn man zwei Elfmeter nicht bekommt und der Gegner bekommt zwei. Aber das hat mich Pech nichts zu tun. Der Wille, Spiele zu gewinnen, muss wieder kommen. Sonst wird es ganz, ganz schwer.“

Doppelter Videobeweis

Sicher hatte Schiedsrichter Bastian Dankert nicht seinen allerbesten Tag, andernfalls hätten seine Strafstoßentscheidungen für Mainz 05 nicht zweimal auf Vorschlag des Videokellers in Köln zurückgenommen werden müssen. Aber die Mainzer sind gut beraten, sich damit nicht länger aufzuhalten. Bo Svensson ging da mit gutem Beispiel voran. Er werde nicht zulassen, dass „Selbstmitleid“ aufkomme. Immerhin hatte seine natürlich noch immer alles andere als austariert wirkende Mannschaft nach langer, langer Zeit mal wieder etliche Ballgewinne in des Gegners Hälfte verbucht. Ein Strohhalm, mehr nicht.

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