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Starke Kerle: Leon Goretzka und Thomas Müller (rechts).
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Starke Kerle: Leon Goretzka und Thomas Müller (rechts).

FC Bayern München

Die Liga hisst die weiße Flagge

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Der FC Bayern wird wohl bald zum Meister gekürt – zum neunten Mal in Serie.

Vor dem mit einiger Spannung erwarteten Treffen unterm Gipfelkreuz lebte die Hoffnung noch, sie war vage und nicht besonders prall, klar, aber vielleicht, nur ganz vielleicht, würde nach einer gefühlten Ewigkeit doch mal jemand anders die Schale überreicht bekommen, und seien es die allenfalls mittelmäßig beliebten Roten Bullen aus dem Brauseimperium des Herren Mateschitz. Also, ist doch wurscht. Hauptsache nicht wieder die gefräßigen Nimmersatts aus Bayern. Doch Pustekuchen, 1:0 den aufmüpfigen Rivalen RB Leipzig abgefiedelt, das Titelrennen de facto beendet und den Vorsprung auf sieben Punkte ausgebaut. Das hat sich bei sieben ausstehenden Spielen noch keiner nehmen lassen in der Bundesligageschichte, und jetzt diese Bayern? Nie im Leben.

Da müssen schon die Münchner Protagonisten selbst nachhelfen, um für ein bisschen Pseudospannung zu sorgen. Also sprach der starke Leon Goretzka, der mit einem schönen Tor nach Vorarbeit des noch stärkeren Thomas Müller das Endresultat herstellte und die Bayern also quasi zur neunten (!) Meisterschaft in Serie schoss, ganz artig. „Es ist ein großer Schritt, aber noch nicht der entscheidende.“ Ist klar.

Nun ist es nicht so, dass die Bayern es nicht verdient haben würden, im Mai zum 31. Mal den nationalen Titel abzuräumen. Sie sind zwar nicht mehr so dominant und unverwundbar wie vor einem Jahr, aber noch deutlich stärker als die Konkurrenz, von der in diesem Jahr allenfalls die Sachsen zeitweise mithalten konnten. Die Meisterschaft ist auch für RB-Trainer Julian Nagelsmann gelaufen: „Das Thema hat sich erledigt.“

Auffällig: Selbst dann, wenn die Bayern nicht ihre beste Saison spielen, sind sie, gerade in den entscheidenden Phasen, noch zu gut, effizient oder abgezockt für den Rest der Liga – egal, ob da nun Dortmund oder Leipzig zwischenzeitlich am Hacken klebt. Das gewohnte Bild ist schön für die Münchner, langweilig für die Allgemeinheit und ein (stetig wiederkehrender) Alptraum für die Liga samt ihrer Dachorganisation. Aber ändern lässt es sich ja nicht, und klarerweise schon gar nicht par ordre du mufti. Also heißt es weiter wie in dem total originellen Vereinslied: „FC Bayern, forever number one.“

Um die Leipziger auf Distanz zu halten, griff Bayern-Trainer Hansi Flick in die Trickkiste der Küchenpsychologie. „Wir haben uns gesagt, es ist ein Endspiel. Und da haben wir in den letzten neun Monaten bewiesen, dass wir das können“, sagte der 56-Jährige und sendete ein paar Grüße an die aufstrebenden Leipziger: „Wir wollten mit dem Sieg ein Zeichen setzen.“ Eine Ansage für die Zukunft.

Und das Ganze ohne Robert Lewandowski, der wegen einer Knieverletzung weiter unpässlich ist. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass RB die Bayern gerade in der zweiten Hälfte phasenweise einschnürte. Die Sachsen hatten mehr Torabschlüsse, mehr Pässe, mehr Ballbesitz, mehr Ecken, mehr gelaufene Kilometer auf der Uhr. Doch die entscheidende Statistik sprach gegen sie. „Am Ende des Tages müssen wir halt ein Tor machen“, betonte Nagelsmann, der nun die Aufgabe hat, die Spannung hoch zu halten. Schließlich winkt ja noch das Pokalfinale.

Für die Bayern geht es schon morgen mit der Neuauflage des Königsklassen-Endspiels gegen Paris Saint-Germain weiter, diesmal im Viertelfinale. „Ich denke, dass es zwei ganz andere Spiele werden“, mutmaßte Kapitän Manuel Neuer vor dem Wiedersehen mit PSG am Mittwoch (21 Uhr/Sky) in München und sechs Tage später in Frankreich.

„Die nächsten Wochen bis Ende April werden für alle sehr tough“ sagte Flick, der weiter im Fokus der Nachfolge-Spekulationen von Bundestrainer Joachim Löw steht. „Meine Antwort habe ich oft genug gegeben“, vermied der 56-Jährige erneut ein klares Bekenntnis. Seine Mannschaft stört dieser Nebenschauplatz nicht die Bohne. (mit dpa)

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