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Endlich mal wieder Triumphator: Julian Brandt.
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Endlich mal wieder Triumphator: Julian Brandt.

Borussia Dortmund

Die Lehren des Julian Brandt

  • VonPeter Schwennecker
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Von einer persönlichen Befreiung will der veranlagte Offensivspieler nichts wissen, aber sein Siegtreffer für den BVB gegen Augsburg soll eine nachhaltige Aufwärtsentwicklung einleiten

Angesichts der Bedeutung des Treffers, auch für ihn persönlich, war es ein recht bescheidener Jubel. Julian Brandt drehte, nachdem er direkt vor den Fans auf der Südtribüne den 2:1 (1:0)-Siegtreffer (51.) für den BV Borussia Dortmund gegen den FC Augsburg erzielte hatte, eine kleine Pirouette in der Luft, reckte die Faust nach oben, um anschließend die Glückwünsche seiner Teamkollegen entgegenzunehmen.

Der bisherige Verlauf seiner Karriere beim BVB hat den gebürtigen Bremer demütig gemacht. „Du musst aus der Selbstverständlichkeit, immer zu spielen, ein bisschen rauskommen“, lautete die wichtige Erkenntnis, die er in seiner Zeit in Dortmund gewann. Seit 2019 versucht der inzwischen 25-jährige Mittelfeldakteur, sich bei den Schwarz-Gelben den Status eines Stammspielers zu erkämpfen. Bisher ohne den entscheidenden Durchbruch. Marco Rose bietet ihm jetzt eine neue Chance. „Er gibt mir viel Selbstvertrauen. Es ist ein sehr gutes Verhältnis“, beschrieb Brandt nach der Partie gegen die Augsburger seinen Draht zum Trainer.

Rose erwartet viel

Dabei hatte Rose ihn schon einen Tag vor der Partie in der Pressekonferenz öffentlich mächtig gereizt. „Ich erwarte eine Menge von Julian“, sagte der Fußball-Lehrer vor versammelter Medienschar. „Wir wissen, was für ein herausragender Fußballer er ist. Aber er muss das auf den Platz bringen“, lautete der Auftrag für Brandt.

Der bestätigte gegen den FCA seine zuletzt aufsteigende Tendenz, stand nicht zuletzt wegen der Dortmunder Personalprobleme im Mittelfeld wie schon vor Wochen beim spektakulären 4:3-Erfolg in Leverkusen zum zweiten Mal in dieser Saison in der Startelf. Und rechtfertigte erneut das Vertrauen des Trainers.

In Leverkusen hatte er mit einem Traumtor das 2:2 erzielt, jetzt durfte er sich sogar als Siegtorschütze feiern lassen und hielt die Borussia, die nach der frühen 1:0-Führung durch den Foulelfmeter von Raphael Guerreiro (10.) vor der Pause den Ausgleich durch Andi Zeqire (35.) hinnehmen musste, im Meisterschaftsrennen weiter auf Kurs. Was ihm auch lobende Worte seines Trainers einbrachte. „Er hat ein ordentliches Spiel gemacht und ein schönes Tor geschossen“, sagte Rose. „Für solche Momente ist Jule immer zu haben. Er hat unserem Spiel viel gegeben und hat gegen den Ball fleißig gearbeitet.“ Doch Rose wäre nicht Rose, wenn er nicht gleich neue Reizpunkte gesetzt hätte. „Konstanz, Seriosität und Nachhaltigkeit“, sei das, was er in Zukunft erwarte.

Flick verzichtet noch auf ihn

Brandt war nach den 90 Minuten erst einmal erschöpft. „Natürlich war das ein intensives Spiel. Bei den Spielern hat man noch die Partie gegen Lissabon gemerkt. Es war ein Kraftakt, aber wir haben es gut durchgezogen. Ein bisschen fehlte zwischendurch die Sauberkeit. Thorgan Hazard und Marco Reus hatten noch gute Chancen. Wenn die ihre Buden machen, sieht es gut aus und wir haben nicht bis zur 90. Minute den Stress“, erklärte der 35-fache Nationalspieler, der von Bundestrainer Joachim Löw im März dieses Jahres aussortiert wurde - und auch nicht in den EM-Kader berufen wurde. Auch Hansi Flick verzichtet (noch) auf ihn.

Brandt weiß, dass er Leistung anbieten muss. Er bedankte sich nach dem Heimsieg vor allem bei den 41 000 Zuschauern. „Als der Gegner ein bisschen kam, hat man gemerkt, wie die Fans uns gepusht haben. Wir freuen uns jetzt schon darauf, wenn noch mehr da sind.“ Im nächsten Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 am 16. Oktober dürfen es schon 67 000 sein

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