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Darf auch mal anfassen: Bayern-Trainer Julian Nagelsmann mit jubelnden Spielern.
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Darf auch mal anfassen: Bayern-Trainer Julian Nagelsmann mit jubelnden Spielern.

Julian Nagelsmann freut sich über ersten Profi-Titel

Die Hamster-Bayern

Erster Sieg, erster Pokal: Mit dem 3:1 im Supercup beim BVB beendet der FC Bayern die Diskussionen über die holprige Vorbereitung und den drohenden Verlust der Vormachtstellung.

Julian Nagelsmann konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, als sein Dortmunder Trainerkollege Marco Rose ihm und dem FC Bayern zum Supercupsieg gratulierte. „Ich will jetzt was zwischen verdient und glücklich sagen, Jule“, knurrte Rose in Richtung des neuen Bayern-Trainers. „Da fällt mir jetzt auch nichts ein“, antwortete Nagelsmann süffisant.

Glücklich? Verdient? Souverän? Von allem ein bisschen. Am Ende war es dem neuen Cheftrainer natürlich nicht herzlich egal, wie das 1:3 (0:1) in Dortmund zu Stande gekommen war. Denn er hatte nicht nur einen Erfolg, sondern auch fachliche Fortschritte gesehen. Immerhin ging der deutsche Rekordmeister inklusive aller Vorbereitungsspiele zum ersten Mal unter Nagelsmann als Sieger vom Platz und sicherte sich dadurch die erste Trophäe der Saison.

Dank an Vorgänger Flick

Der neunte Supercup-Sieg kam sehr zur Freude des Fußballlehrers aus Landsberg, der bei der Pokalübergabe im Konfettiregen sein feinstes Titelgesicht präsentierte. „Ich freue mich, weil es für mich eine Bedeutung hat. Die Jungs haben mich schon aufgezogen, ich soll das Ding mal nehmen, damit ich endlich auch mal einen Titel habe. Ich wünsche mir noch mehr Titel. Ich habe ja so kleine Hamsterzähne, das sieht man ja, und ich würde gern Titelhamster sein.“

Kein Wunder: Bisher kam der bekennende Ehrgeizling – abgesehen von einer A-Jugendmeisterschaft mit der TSG Hoffenheim – noch nicht in den Genuss eines Titelgewinns. Trotzdem übte sich Nagelsmann in der Stunde des Erfolgs in Bescheidenheit – und schickte Grüße in Richtung seines Vorgängers: „Mir ist es wichtig, dass der Titel eine Belohnung für die vergangene Saison ist. Deshalb ist es auch ein Titel, der Hansi Flick und der Mannschaft gebührt.“

Neben Vorarbeiter Flick hatte am Dienstagabend Robert Lewandowski den größten Anteil am Triumph gegen den BVB. Das war beim Blick auf die Anzeigetafel deutlich zu sehen. Dem Weltfußballer gelang in gewohnter Vollstrecker-Manier nicht nur ein Doppelpack (41./74.Minute), er bereite auch die zwischenzeitliche 2:0-Führung durch Thomas Müller (49.) mit einem herrlichen Hackentrick vor.

„Das von Lewy ist eine extrem bewusste Aktion. Viele Stürmer schießen da noch und versuchen, das Ding irgendwie aufs Tor zu bringen. Er macht das sehr, sehr gut, wie er da ablegt“, analysierte Nagelsmann die Szene. Dank der Gala des Polen war auch der 1:2-Anschlusstreffer von Marco Reus nicht mehr als Dortmunder Ergebniskosmetik. „In der zweiten Halbzeit war klar, dass der BVB mehr Druck macht. Da haben wir einen Tick zu viel in den Block reingespielt, statt oben drüber“, begründete Nagelsmann die kurze Schwächephase seiner Mannschaft sachlich-fachlich präzise.

„Dortmund hat heute auch gezeigt, was in ihnen steckt“, lobte Mittelfeldspieler Leon Goretzka den Gegner und betonte: „Es ist das Prestigeduell schlechthin, da wollen wir Stärke demonstrieren, das haben wir gemacht. In solch einem Spiel einen Titel am Anfang der Saison zu holen, ist etwas Geiles.“

20 000 Fans zugelassen

Das Selbstbewusstsein der Münchner ist vor dem Duell mit dem 1. FC Köln (Sonntag 17.30 Uhr) dementsprechend groß. Pünktlich vorm ersten Bundesliga-Heimspiel seit der Corona-Pandemie vor Zuschauern – 20 000 Fans werden unabhängig von der Inzidenz im Freistaat zugelassen – präsentieren sich die Bayern in bester Mia-san-mia-Manier. Das wird Nagelsmann dabei helfen, in München wirklich zum Titelhamster zu werden.

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