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So jung und so viel Talent: Die BVB-Jungstars Erling Haaland (links) und Youssoufa Moukoko.

Volltreffer

Haaland und Moukoko: Die Golden Boys

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
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Dortmund begeistert mit seinen Jungstars – allen voran mit Naturgewalt Erling Haaland, der vier Tore erzielt und das Debüt des blutjungen Youssoufa Moukoko in den Hintergrund drängt.

Es war nicht der Abend des Jungstars. Zumindest nicht der dieses einen Jungstars, nur der des anderen. Youssoufa Moukoko ist weiterhin ohne Bundesligator, ja sapperlot. Kann das sein? So mit 16, so nach sechs Einsatzminuten. Diesmal ganz locker ausgestochen vom vier Jahre älteren Kollegen, dem Opa des Angriffs, diesem Erling Haaland.

Frei von Schalk hätte der Samstagabend in Berlin natürlich kaum besser verlaufen können, höchstens für die heimische Hertha, die 2:5 verlor, aber nicht für die Dortmunder Beteiligten, den stolzen Trainer Lucien Favre, den vierfachen Torschützen Haaland, den jüngsten Bundesligaspieler aller Zeiten Moukoko. „Was für eine Nacht, nichts kann dieses Gefühl beschreiben“, ließ der Jugendliche via Instagram nach seinem vielbeachteten Debüt in der deutschen Eliteklasse verlauten. Es war eines, das bis auf das breite Grinsen bei Moukokos Einwechslung wenig Berichtenswertes lieferte – sicher mal angenehm bei all dem Bohei im Vorfeld.

Die große Show lieferte stattdessen Erling Haaland. Der 20-jährige Norweger drehte den Dortmunder 0:1-Pausenrückstand fast im Alleingang. Vier Bälle versenkte er binnen 33 Minuten im Berliner Netz und hätte ihn Trainer Favre nicht begleitet von Beschwerden vom Rasen geholt, es wären wohl noch ein, zwei mehr geworden. Die Fünffachschützen dieser Fußballwelt, die Jovics, Lewandowskis und Kollegen durften jedenfalls erst einmal aufatmen. Noch hat sie Erling Haaland nicht eingeholt. Noch.

Denn der Dortmunder Dauerknipser kommt in diesem Jahr für den BVB nicht nur auf insgesamt 31 Treffer in 30 Einsätzen, er ist jetzt auch offiziell der beste U-21-Jungprofi des Planeten. Die italienische Sportzeitung „Tuttosport“ würdigte ihn dieser Tage mit dem „Golden-Boy-Award“, Haaland schüttelte dabei begabte Jungs wie Ansu Fati (FC Barcelona), Alphonso Davies (FC Bayern) und Jadon Sancho (ebenfalls Dortmund) ab.

„Es ist ein perfektes Jahr für mich. Ich werde alles geben und nicht aufhören“, sagte Haaland. Und als wäre das nicht Drohung genug für die Konkurrenz, schob der alte Jungstar mit Blick auf den jungen Jungstar noch hinterher: „Ich denke, dass Mou derzeit das größte Talent auf der Welt ist. Er ist außergewöhnlich.“

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