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Die Energie des FC Bayern

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Von: Jan Christian Müller

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Daumen hoch: Trainer Julian Nagelsmann kann mit der Leistung seiner Mannschaft in den ersten drei Spielen mehr als zufrieden sein.
Daumen hoch: Trainer Julian Nagelsmann kann mit der Leistung seiner Mannschaft in den ersten drei Spielen mehr als zufrieden sein. © AFP

Die Münchner legen den besten Saisonstart aller Zeiten hin. Ihre Vormachtstellung verdanken sie neben der Schwäche der Konkurrenz vor allem der eigenen guten Arbeit. Ein Kommentar.

Wer die Geduld aufbrachte, bis Sonntagabend Bundesliga zu gucken, weiß jetzt ziemlich genau: Der FC Bayern schickt sich an, die Metamorphose vom Hoeneß/Rummenigge/Flick-Verein zum Kahn/Salihamidzic/Nagelsmann-Klub doch noch zu wuppen. Der beste hierzulande verfügbare Trainer hat in seinem ersten Jahr eine Art Gesellenprüfung ablegen müssen. Es rumpelte dabei bisweilen, auch deshalb, weil die Juniorchefs Kahn und Salihamidzic ja selbst noch zu grün hinter den Ohren waren. Inzwischen helfen sie sich gegenseitig.

Herausgekommen ist ein klug ausgehandelter Verkauf des latent schlechtgelaunten Robert Lewandowski, dessen voluminöse Lücke nun mit einer maximal flexiblen Spielweise und guter Laune als Klebstoff gefüllt wird. Sadio Mane, Leroy Sane, Kingsley Coman, Thomas Müller, Serge Gnabry, Jamal Musiala, auch Alphonso Davies und Benjamin Pavard, demonstrieren abwechselnd, wie unvorhersehbar für die Gegner ein Spielsystem ohne echte Neun mit hochfrequenter Strafraumbesetzung aussehen kann.

Dass daraus im 60. Jahr der Bundesligageschichte der historisch beste Saisonstart folgt, manifestiert die Vormachtstellung des Seriensiegers auch ohne die offenkundige kollektive Schwäche der „armseligen Verfolgerchen“ („Welt“). Dass es ohne Lewandowski im Ligaalltag sehr gut gehen kann, ist schon mal bewiesen. Selbstverständlich war das in dieser energetischen Form der Souveränität mitnichten.

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