Im Spiel um den DFL Supercup standen sich Bayern München mit Lucas Hernandez und Borussia Dortmund mit Erling Haaland gegenüber.
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Im Spiel um den DFL Supercup standen sich Bayern München mit Lucas Hernandez und Borussia Dortmund mit Erling Haaland gegenüber.

Finale in München

Kurioser Treffer entscheidet Supercup zwischen FC Bayern und dem BVB

  • Tobias Möllers
    vonTobias Möllers
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Nach einem torreichen Schlagabtausch von Borussia Dortmund und Bayern München sorgt ein kurioser Treffer kurz vor Schluss für die Entscheidung.

  • In München steigt ohne Zuschauer der DFL Supercup.
  • Meister FC Bayern steht dem Tabellenzweiten der Vorsaison, Borussia Dortmund, gegenüber.
  • München erwischte den besseren Start, doch Dortmund kann kontern.

Der FC Bayern München hat sich gegen Borussia Dortmund mit dem DFL Supercup auch den fünften Titel der Saison 2019/2020 gesichert. Die Bayern erwischten den besseren Start, doch Dortmund konnte kontern und kam zum 2:2-Ausgleich. Dann kam ein kurioser Auftritt von Joshua Kimmich, der das Spiel für die Bayern entschied.

Beim 3:2 (2:1) am Mittwochabend im deutschen Clásico gegen Borussia Dortmund ließen Corentin Tolisso (18. Minute), Thomas Müller (32.) und Kimmich (82.) mit einem Tor voller Einsatz die Münchner über den Gewinn der fünften Trophäe jubeln.

Bibiana Steinhaus pfeift Finale zwischen Bayern und Dortmund

Im letzten Spiel von Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus boten der deutsche Fußball-Rekordmeister und sein Herausforderer eine unterhaltsame Partie, mit allerdings auch vielen defensiven Anfälligkeiten. Nach drei klaren Liga-Pleiten in München kämpfte sich der BVB durch Tore von Julian Brandt (39.) sowie Erling Haaland (55.) stark zurück, schnupperte sogar am 3:2. Doch dann kam Kimmich.

Nach dem Triple aus Meisterschaft, Pokal und Champions League sowie dem europäischen Supercup und nun der nächsten nationalen Trophäe stehen am Donnerstag individuelle Ehrungen an. Kapitän Manuel Neuer, Torjäger Robert Lewandowski und Trainer Hansi Flick dürfen auf die Kür zu Europas Besten hoffen.

FC Bayern und BVB starten deutlich verändert

Beide Trainer, beide Mannschaften hatten sich viel vorgenommen: Eine klare Reaktion zeigen nach den Niederlagen am vergangenen Bundesligaspieltag. Hansi Flick stellte seine Startelf nach dem 1:4 in Hoffenheim auf fünf Positionen um, Favre sein Team nach dem 0:2 gegen Augsburg sogar auf sechs - dabei rückte Kapitän Marco Reus zum ersten Mal nach 239 Tagen in die Anfangsformation. Und der BVB, der mit einem Sieg nach Supercup-Titeln mit den Bayern gleichziehen wollte, hielt von Beginn an mit, hatte sogar minimale Vorteile.

Bayern erwischen gegen Dortmund den besseren Start

Torchancen allerdings erstmal nicht, auch bei den Bayern endete es zunächst vor dem Strafraum, ehe sie genau das machten, was ihnen die Hoffenheimer bei deren Sieg vorgemacht hatten. Nach einer Ecke der Dortmunder schalten die Bayern blitzschnell um, über Kingsley Coman, Müller und Robert Lewandowki landete der Ball bei Tolisso.

Der erste Versuch knallte an die Latte, im zweiten überwand er Marwin Hitz, der im BVB-Tor anstelle des erkrankten Roman Bürki spielte. Mats Hummels und seine Kollegen schleppten sich erstmal mit enttäuschten Gesichtern wieder Richtung Mittellinie vor den leeren Rängen in der Münchner Allianz-Arena. Die Maßnahmen in München gegen die Coronavirus-Pandemie ließen keine Fans zu beim siebten Supercup-Klassiker zwischen den Bayern und den Dortmundern seit der Wiedereinführung 2010.

Dafür bekamen die TV-Zuschauer in den über 200 Ländern, in die das Spiel übertragen wurde, den nächsten Bayern-Treffer zu sehen. Nach einer Flanke von Alphonso Davies gegen zu passive und ungeordnete Borussen konnte Müller eines seiner wenigen Kopfballtore erzielen, als er höher sprang als Gegenspieler Felix Passlack.

Schlampiger Pass bringt den BVB in München zurück ins Spiel

Alles klar nun für die Bayern? Nein, beide Mannschaften versuchten einiges und leisteten sich dabei auch immer wieder Fehler, die dem Gegner die erhofften Lücken boten. Ein schlampiger Pass von Frankreichs Weltmeister Benjamin Pavard und schon war der BVB zurück im Spiel. Haaland diesmal als Vorbereiter, Brandt als Vollstrecker. Neuer im Bayern-Tor war chancenlos, nachdem er in der 24. Minute einen Torversuch von Reus noch hatte parieren können.

Ein munteres Spiel mit etwas effektiveren und reiferen Bayern in der ersten Halbzeit. Und mit Dortmundern, die nach den üblen Auftritten in der jüngeren Vergangenheit in München - 0:6, 0:5 und 0:4 - im zweiten Spielabschnitt noch mal zulegten. Kurz nach dem Wiederanpfiff vergab Thomas Meunier die Möglichkeit zum Ausgleich. Haaland machte es besser. Ein Ballverlust durch Lewandowski und der BVB-Angriff rollte.

Die Bayern, mittlerweile mit Serge Gnabry für Coman, wirkten müder, die Borussen, die gleich mehrfach wechselten, spritziger. Ein Tor schien beiden Mannschaften nicht mehr gelingen zu wollen. Schiedsrichterin Steinhaus musste dann aber doch nicht nach einer insgesamt souveränen Vorstellung in ihrem letzten Spiel auch noch ein Elfmeterschießen leiten: Nach einem Querpass versuchte es Kimmich, scheiterte aber an Hitz. Der Ball landete aber noch einmal vor den Füßen des fallenden Bayern-Profis, der sich diese Gelegenheit zum etwas glücklichen Sieg der Münchner mit einer artistischen Einlage nicht mehr nehmen ließ. (tom mit dpa)

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