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Führungswechsel bei der DFL: Donata Hopfen wird Nachfolgerin des bisherigen Amtsinhabers Christian Seifert.
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Führungswechsel bei der DFL: Donata Hopfen wird Nachfolgerin des bisherigen Amtsinhabers Christian Seifert.

DFL regelt Seifert-Nachfolge

DFL findet Führungsfrau

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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„Bild“-Managerin Donata Hopfen folgt als Bundesliga-Chefin auf Christian Seifert.

Es war keine Überraschung mehr, dass Christian Seifert sich schon ein halbes Jahr vor Vertragsende als Boss der Deutschen Fußball-Liga (DFL) zurückziehen wird. Überraschend ist hingegen, dass im ausgewiesenen Männergeschäft Profifußball eine Frau zur Nachfolgerin gekürt wurde. Donata Hopfen, 45 Jahre alt, nimmt ihre Arbeit als neue Bundesliga-Chefin im Frankfurter Westend am 1. Januar 2022 auf. Die gebürtige Hamburgerin mit aktuellem Wohnsitz Berlin unterschrieb einen Dreijahresvertrag. Derzeit ist sie als Managing Director und Partnerin bei BCG Digital Ventures tätig, einem Unternehmen der Boston Consulting Group,

Hopfen startete ihre Karriere bei der Unternehmensberatung Accenture. Es folgten 14 Jahre bei Axel Springer, zuletzt war die „Medienfrau des Jahres“ 2014 Vorsitzende der Verlagsgeschäftsführung der „Bild“-Gruppe. Wenig verwunderlich, dass die gewöhnlich gut informierte „Bild“-Zeitung auch den bevorstehenden Wechsel an der DFL-Spitze zuerst vermeldete.

Hopfen, mit einem ehemaligen Manager des Versorgungsunternehmen EWE verheiratete Mutter von fünfjährigen Zwillingen, ist vor allem medial und wirtschaftlich sehr gut vernetzt, weniger im Fußball. Das war bei ihrem Vorgänger Seifert nicht anders. Heribert Bruchhagen, der Ex-Vorstandschef von Eintracht Frankfurt, sagte bei Sky, Seifert habe bei seinem Amtsantritt 2005 „als Karstadt-Manager auch keinen Stallgeruch“ gehabt, „und siehe da, Christian Seifert war ein Volltreffer. Er hat große Fußstapfen hinterlassen.“

Den 52-jährigen Seifert zieht es dem Vernehmen nach in die Wirtschaft. Unter seiner Führung hatte die DFL sich zu einem international tätigen Medienkonzern mit diversen Tochtergesellschaften entwickelt, der seine Bilder selbst produziert und zu besten Zeiten pro Saison bis zu 1,5 Milliarden Euro aus der TV-, Internet- und Hörfunk-Vermarktung erlöste. Derzeit schrumpfen die Zahlen jedoch auch corona-bedingt.

Seifert hatte während seiner fast 16-jährigen Amtszeit auch dafür gesorgt, dass aus einer ursprünglich mehrköpfigen Geschäftsführung mit einem Präsidenten an seiner Seite nur er selbst als Top-Führungskraft übrigblieb. Künftig soll Donata Hopfen ein Sport-Geschäftführer an die Seite gestellt werden. Sie darf über die Personalie laut DFL mitentscheiden. mit sid

Kommentar S. 12

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