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DFL-Chef Seifert hat Zweifel an europäischem WM-Boykott

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Christian Seifert glaubt nicht an einen europäischen Boykott. Foto: Boris Roessler
Christian Seifert glaubt nicht an einen europäischen Boykott. Foto: Boris Roessler © Boris Roessler (dpa)

DFL-Chef Christian Seifert zweifelt an einer Solidarität Europas bei der Debatte um die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar.

DFL-Chef Christian Seifert zweifelt an einer Solidarität Europas bei der Debatte um die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar.

«Ob es wirklich einen Boykott gibt, der ja teilweise in den Raum gestellt wird, daran habe ich meine Zweifel», sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung bei der Deutschen Fußball Liga im ZDF-«Sportstudio». «Einige Ligen aus Europa haben gar nichts dagegen da zu spielen, so dass es nicht eine geschlossene europäische Front gibt.»

Seifert nannte Schweden, Dänemark, Norwegen und auch Russland, wo die Saison in einem Kalenderjahr gespielt wird. Deswegen müssen diese Ligen ihren Spielplan wegen der im November und Dezember geplanten WM nicht umstellen. Der Weltverband FIFA müsse sich auch Gedanken machen, ob er noch an den Fenstern für Spielertransfers in der WM-Saison festhalten kann, meine Seifert. Die Bundesliga-Spiele 2022 werden wahrscheinlich spätestens Ende Oktober enden.

Grundsätzlich sieht Seifert die Zukunft des in die Kritik geratenen Fußball-Weltverbandes FIFA sehr skeptisch. «Ich bin persönlich überzeugt, dass das System FIFA irgendwann nicht mehr funktionieren wird», erklärte er. «Der Schlüssel zu einer Veränderung bei der FIFA liegt in Europa, solange sich aber Europa nicht einig ist, wird es sehr, sehr schwierig werden, in der FIFA Veränderungen durchzuführen.» (dpa)

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