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Entscheidung gefallen: DFB hat einen neuen Präsidenten

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Von: Melanie Gottschalk

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Bernd Neuendorf soll den DFB als neuer Präsident aus der Krise führen.
Bernd Neuendorf soll den DFB als neuer Präsident aus der Krise führen. © Nico Herbertz/imago

Der DFB-Bundestag wählt den 14. Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes. Bernd Neuendorf will den Verband jetzt erneuern.

Bonn - Bernd Neuendorf ist der 14. Präsident des Deutschen Fußball-Bundes. Der 60-Jährige setzte sich bei der Wahl auf dem DFB-Bundestag in Bonn mit 193:50 Stimmen gegen den 59 Jahre alten Peter Peters durch. Neuendorf will nun den Verband erneuern, der in den vergangenen Jahren immer wieder in die Kritik geraten war.

„Vielen, vielen Dank, das Ergebnis überwältigt mich. Dass ich so großes Vertrauen habe, ist wichtig und gut zu wissen“, sagte Neuendorf, der in der breiten Öffentlichkeit bislang weitgehend unbekannt war. Der 60-Jährige ist nun der neue starke Mann und soll den Deutschen Fußball-Bund als Präsident aus der Dauerkrise in eine bessere Zukunft führen*. Denn der Verband hofft nach Jahren voller Skandale und Schlammschlachten auf einen Neuanfang.

DFB: Bernd Neuendorf galt schon vor der Wahl als Favorit

„Der Fußball muss seine gesellschaftliche und politische Verantwortung wieder wahrnehmen“, sagte Neuendorf in seiner Bewerbungsrede. Darin warb er mit einer Zukunftsvision für mehr Diversität und appellierte mit Blick auf die ständigen Streitigkeiten: „Wir müssen den Laden zusammenhalten. Wer den kulturellen Wandel nicht mitgeht, der wird mich als entschiedenen Gegner haben.“

Neuendorf galt schon vor der Wahl im World Conference Center als klarer Favorit und hatte die Unterstützung des Amateurlagers mit dem einflussreichen bisherigen Interimsboss Rainer Koch sicher. Peters war als Kandidat der Profis mit Außenseiterchancen angetreten. Von vielen Seiten wurde im Vorfeld an der Kompetenz des früheren Finanzchefs vom FC Schalke 04 gezweifelt.

DFB: Bernd Neuendorf tritt Nachfolge von Fritz Keller an

Neuendorf tritt die Nachfolge des im Mai 2021 zurückgetretenen Fritz Keller an. Keller musste seinen Hut nehmen, nachdem er seinen damaligen Vize Koch mit einem skandalösen Nazi-Vergleich diffamiert hatte. Zuvor war der DFB von einem monatelangen Machtkampf an der Spitze erschüttert worden, dem neben Keller auch Generalsekretär Friedrich Curtius zum Opfer fiel. Der umstrittene Koch führte den Verband bis Februar gemeinsam mit Peters interimsweise. (msb mit dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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