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Peter Peters will DFB-Präsident werden - ob er auch genügend Beführworter für eine Wahl findet?
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Peter Peters will DFB-Präsident werden - ob er auch genügend Beführworter für eine Wahl findet?

Deutscher Fußball-Bund

DFB: Verwunderung über Peter Peters

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Wie soll der Funktionär Peter Peters als DFB-Präsident einen glaubwürdigen Neuanfang managen?

Die angekündigte Kandidatur des ehemaligen Schalker Finanzchefs Peter Peters zur Wahl als neuer DFB-Präsident ist in weiten Teilen des Amateurlagers mit Verwunderung und Ablehnung aufgenommen worden. Peters sei als langjähriges DFB-Präsidiumsmitglied „keiner, der für einen Neuanfang steht“, sagte Schleswig-Holsteins Präsident Uwe Döring im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau. „Als einen Neuanfang verstehe ich es, dass Leute in die Verantwortung kommen, die vorher keine Verantwortung hatten.“ Zudem sei er überrascht darüber, dass nach Aussage von Peters einige Landesverbände diesem Unterstützung zugesagt hätten. Denn es habe am vorvergangenen Wochenende in Hamburg ein „ganz klares Votum“ dafür gegeben, einen Vertreter aus den Reihen der Amateure als DFB-Präsidentschaftskandidaten zu benennen.

Das bestätigt auch der Sitzungsleiter zum Thema Kandidatensuche, Björn Fecker. Der Präsident des Bremer Fußballverbandes sagte der FR: „Es gab eine einvernehmliche Absprache, dass jemand aus dem Amateurbereich vorgeschlagen werden soll. Niemand hat widersprochen.“

Ein Mann der Profis

Peters ist ein Mann der Profis. Ins DFB-Präsidium wird der 59-Jährige seit fast 15 Jahren als Abgeordneter der Deutschen Fußball-Liga entsendet, dessen Aufsichtsratsmandat er alsbald abgibt. Er tut das offiziell freiwillig, aber auch auf Begehren einiger führender Kollegen aus der Bundesliga. Denn schon Mitte Dezember soll mit dem Dortmunder Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ein im internationalen Profifußball bestens vernetzter künftiger DFL-Aufsichtsratschef anstelle von Peters benannt werden. Watzke soll dann an der Seite der neuen DFL-Geschäftführerin Donata Hopfen, die am 1. Januar 2022 ihre Arbeit als Nachfolgerin von Christian Seifert aufnimmt, drängende Zukunftsfragen angehen. Peters ist im Profifußball ein Mann der Vergangenheit. Soll so einer die Zukunft des DFB managen? Das ist schon mal schiefgegangen, als der zuvor beim SC Freiburg entmachtete Fritz Keller plötzlich zum DFB-Präsidenten befördert wurde.

Für den gewieften Taktiker Peters wäre ein Ende der DFL-Karriere im Februar und eine Wahl zum DFB-Präsidenten im März eine perfekte Fortführung seiner Funktionärskarriere. Leute aus den Landesverbänden fragen sich, wie Peters mal wieder sein Fähnchen in den Wind zu hängen gedenkt, indem er sich den Profiklubs als jemand präsentiert, der deren Geld in den komplizierten Gesprächen um einen neuen Grundlagenvertrag gegen die Ansprüche der Amateure verteidigen will. Und gleichzeitig die Amateurvertreter überzeugen muss, dass er um ihre Anliegen auf höhere Bezuschussung aus dem Profilager glaubwürdig kämpft. Die Amateure erwarten spürbar mehr als die derzeit aus dem 2023 auslaufenden Vertrag überwiesenen sechs Millionen Euro pro Jahr von der Bundesliga. Dafür könnte sich deren Kandidaten-Favorit Bernd Neuendorf (60), bei den Kollegen weithin geschätzter Präsident des Landesverbandes Mittelrhein, sicher vehementer einsetzen als Peters.

Nicht komplett auszuschließen, aber derzeit noch eher unwahrscheinlich ist das Szenario, dass bei der Wahl am 11. März im Frankfurter Kongresszentrum zwei Kandidaten gegeneinander antreten. Oder sogar noch mehr, einschließlich einer Frau und einem Mann aus der Gruppe um die Hamburger Marketingmanagerin und Ex-Nationaltorhüterin Katja Kraus. Die sagte der Frankfurter Rundschau: „Wenn man eine Doppelspitze haben will, dann muss man sie anbieten, mit den passenden Menschen.“

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