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DFB: Rummenigge wünscht sich besseres Verhältnis zur FIFA 

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Von: Niklas Kirk

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Karl-Heinz Rummenigge
Gehört der DFB-Task-Force an: Karl-Heinz Rummenigge. © Sven Hoppe/dpa

Für die Zukunft des DFB wünscht sich Karl-Heinz Rummenigge einen „Schulterschluss“ für die EM 2024 und ein besseres Verhältnis zur FIFA.

München – Karl-Heinz Rummenigge hat sich zum zuletzt angespannten Verhältnis zwischen dem DFB und der FIFA, als auch zur kommenden Europameisterschaft in Deutschland geäußert. In beiden Bereichen sieht der Fußballfunktionär Handlungsbedarf.

Laut dem 67-Jährigen sei es notwendig, dass der DFB „seine Rolle im Weltfußball neu interpretiert“ und sich nicht weiter „separiert“, wie Rummenigge von der dpa mit Verweis auf ein SportBild-Interview zitiert wird. Zwischen den Verbänden waren die Spannungen zuletzt so groß geworden, dass Präsident Bernd Neuendorf kurz vor der WM in Katar erklärt hatte, Gianni Infantino bei seiner angestrebten Wiederwahl im kommenden März nicht unterstützen zu wollen. Für Rummenigge sei das Verhältnis allerdings nicht irreparabel beschädigt, mit dem Verweis darauf, dass man mit Infatino „lösungsorientiert diskutieren“ könne.

Rummenigge will mit dem DFB den Fußball wieder in die Gesellschaftsmitte bringen

Weiteren Handlungsbedarf sieht der Fußballfunktionär in der Vorbereitung auf die Heim-EM, für die sich Rummenigge einen „Schulterschluss“ wünscht. Für diesen nimmt er sowohl den DFB als auch die Nationalmannschaft, Bundesliga, Fans und Politik in die Pflicht.

Für ihn müsse der Fußball „wieder in der Mitte der Gesellschaft ankommen“´, womit Rummenigge auch die Nationalmannschaft meinen dürfte. Seit Mitte Dezember ist Rummenigge Teil der DFB-Task-Force, die als Reaktion auf das WM-Debakel gegründet wurde. Zuvor wurde die voranschreitende Entfremdung zwischen Fans und Mannschaft diskutiert.

Schlüsselposten bei DFB und DFL: Rummenigge sieht Kahn als möglichen Kandidaten

Bei der Suche nach einem möglichen Nachfolger für Oliver Bierhoff als DFB-Direktor sieht er wiederum keine Gefahr im Verzug. Öffentlichkeitswirksame Personaldiskussionen würden der Sache nicht gerecht, meinte er. „Wir haben eineinhalb Jahre vor uns, in denen gut gearbeitet werden muss.“ 

Konkreter äußerte sich Rummenigge zu der Frage, ob Oliver Kahn im Sommer als Nachfolger des scheidenden Bayern-Finanzchefs Jan-Christian Dreesen für den DFL-Vorstand kandidieren soll. Er halte es für wichtig, dass der FC Bayern „eine starke Rolle in der DFL spielt, idealerweise mit einem Sitz im Präsidium.“ Oliver Kahn wäre für ihn ein passender Vertreter. (dpa/nki)

Unterdessen hofft auch der sportliche Leiter des DFB, Joti Chatzialexiou, mit Blick in die Zukunft „aus der Sackgasse“ herauszukommen.

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