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Manfred Starke (FCK, links) gegen den Mainzer Ridle Baku.

DFB-Pokal

Augsburg und Mainz schon ausgeschieden

Zwei Bundesligisten scheiden am Samstag in der ersten Pokalrunde nach 90 Minuten aus. Bayer Leverkusen und Schalke 04 sind weiter.

Den FC Augsburg und den FSV Mainz 05 hat es schon erwischt. Die beiden Fußball-Bundesligisten scheiterten am Samstagnachmittag als erste Favoriten in der ersten Runde des DFB-Pokals. Augsburg verlor beim Regionalligisten SC Verl 1:2 (0:2) und Mainz im Derby beim Drittligisten 1. FC Kaiserslautern 0:2 (0:0). Bayer Leverkusen und der durch die Tönnies-Affäre belastete FC Schalke 04 hielten sich schadlos, der SC Freiburg und Fortuna Düsseldorf behielten in der Verlängerung die Nerven.

In Verl ging der Außenseiter durch ein Eigentor von Augsburgs Marek Suchy (9.) verdient in Führung. Das Tor von Ron Schallenberg (23.) hätte allerdings wegen einer vorausgegangenen Abseitsstellung nicht gelten dürfen. André Hahn per Foulelfmeter (83.) machte es noch einmal spannend.

Im Rheinland-Pfalz-Derby auf dem Betzenberg vergaben die Mainzer zahlreiche Chancen, ehe Manfred Starke (63.) per Foulelfmeter für den FCK traf. Florian Pick (90.) sorgte für die Entscheidung.

Schalke gewinnt 5:0

Schalke agierte sicher beim standesgemäßen 5:0 (1:0) beim Regionalligisten SV Drochtersen/Assel, der in ersten Pokalrunden zuvor dem FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach das Leben schwer gemacht hatte, zunächst behäbig. Steven Skrzybski (44.), Guido Burgstaller (61./83.), Daniel Caligiuri (65./Foulelfmeter) und Münir Mercan (73.) sorgten für mehr Ruhe im Verein. Teile der Fans hatten die Pokal-Partie genutzt, um vor dem Anpfiff gegen Aufsichtsratschef Clemens Tönnies nach dessen umstrittenen Aussagen über Afrika zu protestieren. Sie zeigten ihm etliche übergroße Rote Karten.

Düsseldorf geriet beim FC 08 Villingen, dem Tabellenvorletzten der Oberliga Baden-Württemberg, durch einen Foulelfmeter von Steven Ukoh (42.) in Rückstand. Neuzugang Nana Ampomah (56.) gelang der Ausgleich, ehe der 18-jährige Kelvin Ofori (102.) und Rouwen Hennings (116.) in der Verlängerung zum 3:1 (0:1, 1:1)-Endstand trafen. Freiburg gewann beim Drittligisten 1. FC Magdeburg 1:0 (0:0, 0:0) durch den Treffer von Luca Waldschmidt (93.).

Leverkusen siegt deutlich

Bayer Leverkusen hatte bei Alemannia Aachen (Regionalliga) weniger Mühe und gewann 4:1 (2:0). Bayer ging durch ein Eigentor von Peter Hackenberg (19.) in Führung, Kevin Volland (39.), der kurz zuvor eingewechselte Leon Bailey (72.) und Kai Havertz (88.) legten nach. Stipe Batarilo-Cerdic (56.) gelang nur der zwischenzeitliche Anschlusstreffer.

Zweitligist Dynamo Dresden gewann 3:0 (1:0) beim Oberligisten TuS Dassendorf. Die Partie wurde in Zwickau gespielt. Auch Arminia Bielefeld (1:0 beim Regionalligisten Viktoria 89 Berlin) und Erzgebirge Aue (4:1 beim Regionalligisten Wacker Nordhausen) sind eine Runde weiter.

Bochum mit viel Mühe in Baunatal

Große Mühe hatte der VfL Bochum, ehe der 3:2 (1:2)-Sieg beim Fünfligisten KSV Baunatal feststand. Das VfL-Führungstgor durch Silvere Ganvoula (17., Foulelfmeter) glich Maximilian Blahout (32.) aus. Nico Schrader (45.+2) brachte die Nordhessen gar in Führung. Ganvoula (70./75.) sorgte für die Wende und machte seinen Dreierpack perfekt. 

Zweitligist 1. FC Heidenheim gewann 2:0 (1:0) beim Viertligisten SSV Ulm, wobei Robert Leipertz (7.) und Marc Schnatterer (71., Foulelfmeter) für den FCH erfolgreich waren.

Hoffenheim mit Glück in Runde zwei

Die TSG Hoffenheim hat seine Pflichtaufgabe in der ersten Runde des DFB-Pokals mit Glück gelöst und ein frühes Aus wie in den vergangenen Jahren nur mit Mühe verhindert. Die Mannschaft des neuen Trainers Alfred Schreuder kam beim Drittligisten Würzburger Kickers erst im Elfmeterschießen zu einem 5:4-Erfolg. Nach 120 Minuten hatte es 3:3 (2:2, 1:0) gestanden. 

Eine Woche vor dem Bundesligastart bei Eintracht Frankfurt brachte Pavel Kaderabek die TSG in der 29. Minute gegen den lange biederen Drittliga-17. in Führung. Neuzugang Ihlas Bebou erhöhte zum 2:0 (54.). Hoffenheimer Nachlässigkeiten brachten Würzburg aber ins bis dahin einseitige Spiel zurück. Fabio Kaufmann (68.) und Albion Vrenezi (75.) per Foulelfmeter glichen aus. Dem eingewechselten Adam Szalai (99.) gelang in der Verlängerung vor 10.000 Zuschauern das 3:2 für den Erstligisten, Luca Pfeiffer (114.) traf aber erneut zum Ausgleich. Im Elfmeterschießen avancierte Oliver Baumann zum Matchwinner. Der TSG-Torhüter parierte gegen Kaufmann und Hendrik Hansen. Für die Kickers blieben 175.500 Euro als Trostpflaster. 

Werder souverän weiter

Werder Bremen setzte sich im Lokal-Match gegen Atlas Delmenhorst mit 6:1 (4:1) durch. Der 40 Jahre alte Claudio Pizarro ist nach seinen beiden Toren der älteste Doppel-Torschütze im Pokal. 41 500 Zuschauer sind zudem Bestmarke für einen Amateur-Club in der ersten Pokal-Runde. (dpa/sid)

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