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DFB kritisiert Studie als „tendenziös“ und „unbrauchbar“

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Von: Jan Christian Müller

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Streit mit DFB: Professor Harald Lange.
Streit mit DFB: Professor Harald Lange. © Jan Christian Müller

Forschergruppe um Würzburger Professor Harald Lange wehrt sich: „Indiskutabler Eingriff in die Privatsphäre“.

Der Deutsche Fußball-Bund mit dem Interimspräsidenten Rainer Koch an der Spitze wehrt sich gegen eine von der Universität Würzburg und der Hochschule Ansbach veröffentlichten Studie. In der Umfrage hatten 90 Prozent das Image des DFB als schlecht oder sehr schlecht beurteilt (die FR berichtete).

Laut DFB sei die Studie „tendenziös und ist mit seriösen wissenschaftlichen Methoden nicht in Einklang zu bringen“, somit „unbrauchbar“. Es gehe vor dem DFB-Bundestag am 11. März „keineswegs um eine wissenschaftliche Untersuchung, sondern vielmehr darum, den Ablauf des Bundestags zu beeinflussen, zu polemisieren und gegen den DFB sowie seine Führungspersonen gerichtete Schlagzeilen zu generieren und zeitgenau medial zu platzieren“.

Alleine durch die Möglichkeit der Mehrfachteilnahme an der Umfrage sei „einer Manipulation Tür und Tor geöffnet“. Die Umfrage sei „während des laufenden Teilnahmeprozesses zudem technisch verändert“ worden. Die Fragen seien „bewusst suggestiv, manipulativ und einseitig formuliert“. Es komme „schwerwiegend hinzu, dass es nachweislich persönliche Verflechtungen“ zwischen dem Initiator, Professor Harald Lange von der Uni Würzburg, und der Kandidatin als Vizepräsidentin für das DFB-Präsidium, Professorin Silke Sinning, gebe.

Die Forschergruppe entgegnet scharf: „Die als Vorwurf formulierten Details aus dem Privatleben“ von Professor Lange „entbehren jeder Grundlage“. Sie seien zudem ein „indiskutabler Eingriff in die Privatsphäre“. Zudem weist sie darauf hin, dass „keiner der hier involvierten Wissenschaftler:innen“ seit Beginn der DFB-Sommermärchenaffäre 2015 „mit einem DFB-Funktionär/einer DFB-Funktionärin beruflich oder partnerschaftlich verbunden“ sei.

Weiter heißt es in der Replik der Wissenschaftler:innen: „Der pauschale Vorwurf der Unwissenschaftlichkeit ohne Kenntnis der methodischen Entscheidungen ist ein Phänomen, welches wir in den vergangenen zwei Jahren leider verstärkt in der Gesellschaft beobachten mussten.“ Die Studie sei durch Hochschulmittel finanziert worden und „ist unabhängig“.

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