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DFB-Frauen: Alles fürs EM-Finale in Wembley

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Von: Frank Hellmann

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Fokussiert auf den kommenden Gegner: die DFB-Frauen vor dem Halbfinale gegen Frankreich.
Fokussiert auf den kommenden Gegner: die DFB-Frauen vor dem Halbfinale gegen Frankreich. © dpa

Die deutsche Fußballnationalmannschaft will Frankreich schlagen. Die Sehnsucht nach dem Finale im legendären Wembley-Stadion ist groß.

Es ist immer derselbe Spruch, mit denen sich die deutschen Fußballerinnen vor einer EM-Partie einstimmen. Und der Ausruf wird auch wieder vor dem Halbfinale gegen Frankreich in Milton Keynes (Mittwoch 21 Uhr/ZDF) ertönen: „Schwarz-Rot-Gold! All in!“ Alles geben für den achtfachen Europameister, der nach einer längeren Durststrecke wieder auf Topniveau angekommen ist. Vor dem Gegner hat Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg viel Respekt: „Frankreich hat fantastische Einzelspielerinnen mit ganz viel Tempo. Es wird ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem Kleinigkeiten entscheiden.“ Wenn es um Athletik und Ausdauer, Mentalität und Widerstandskraft geht, dann scheint ihr Ensemble reif fürs Endspiel (Sonntag 17 Uhr/ARD) in Wembley. London ist längst dabei, sich für den Showdown herauszuputzen. Die Fanparty auf dem Trafalgar Square hat geöffnet, am Wochenende spielt das Royal Philharmonic Orchestra im Wembley Park – es soll eine friedliche wie fröhliche Finalstimmung herrschen. Hässliche Bilder wie vor einem Jahr beim EM-Finale der Männer solle es bitte kein zweites Mal geben.

Zum Spiel

Deutschland: Frohms – Gwinn, Hegerin, Hendrich, Rauch – Oberdorf, Däbritz - Huth, Magull, Bühl – Popp.

Frankreich: Peyraud-Magnin – Perisset, Mbock, Renard, Karchaoui – Geyoro, Bilbault, Toletti – Diani, Malard, Cascarino.

Schiedsrichterin: Cheryl Foster (Wales).

„Natürlich gibt es nichts Schöneres als ein EM-Finale in England, im Wembley-Stadion zu spielen“, sagt Voss-Tecklenburg, und die Bundestrainerin weiß ja mit den meisten Spielerinnen wie das war am 9. November 2019, als auf dem heiligen Rasen vor fast vollbesetzten Rängen ein prestigeträchtiger 2:1-Sieg gegen den EM-Gastgeber England gelang. Nun bereits bei einem Ausscheiden im Teamquartier in Brentford am Donnerstag eilig die Koffer zu packen, würde nach einer unvollendeten London-Mission aussehen.

Dass die in den 60er Jahren hochgezogene Planstadt Milton Keynes ein fast unwürdiger Schauplatz für den Halbfinal-Klassiker ist – der Generalstreik im Bahnverkehr tut am Spieltag sein Übriges – , ficht die von Präsident Bernd Neuendorf angeführte DFB-Delegation aber nicht an, versicherte Co-Trainerin Britta Carlson, obwohl auch der Hotel-Komfort beim EM-Gruppenspiel gegen Finnland (3:0) hier zu wünschen übrig ließ. „Dafür hatte das Stadion den besten Rasen“, sagte die 44-Jährige. „Alles andere kriegen wir nicht mit.“ Alle 23 Spielerinnen sind einsatzbereit. Es ist angerichtet, mit allen alles zu geben. hel

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