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DFB-Vizepräsident Erwin Bugar ist im Alter von nur 68 Jahren gestorben.
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DFB-Vizepräsident Erwin Bugar ist im Alter von nur 68 Jahren gestorben.

Deutscher Fußball-Bund

Schock: Plötzlicher Todesfall beim DFB

  • Frank Hellmann
    vonFrank Hellmann
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  • Jan Christian Müller
    Jan Christian Müller
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Der plötzliche Tod von Vizepräsident Erwin Bugar sorgt im DFB-Präsidium für noch betrüblichere Stimmung.

Frankfurt - Die Präsidiumssitzung des Deutschen Fußball-Bundes wird von einem Trauerfall überschattet. Vizepräsident Erwin Bugar, der Chef des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes, ist im Alter von nur 68 Jahren am Mittwoch einem Herzinfarkt erlegen. DFB-Präsident Fritz Keller reagierte „erschüttert und bestürzt“ und würdigte Bugar wegen dessen „ausgleichenden Art als Vermittler zwischen unterschiedlichen Positionen und Ansichten“.

Todesfall beim DFB: Trauer um Erwin Bugar

Zumal genau dieser Ausgleich gerade besonders gefragt wäre in der Verbandsspitze. Die Atmosphäre ist ohnehin tief getrübt. Fast zwei Wochen lang schien es, als könnte Bundestrainer Joachim Löw sein Ende als Bundestrainer nahen sehen, quasi über Nacht ist aus der Löw-Debatte eine Keller-Diskussion geworden, Löw habe den Verbandschef am Montag in einer Krisensitzung in der DFB-Bibliothek „massiv angegriffen“ berichtet Spiegel online, weil er sich nicht ausreichend öffentlich geschützt fühlte.

„Tief erschüttert“: DFB-Präsident Fritz Keller.

Aktive Rückendeckung dafür, dass er Löws Arbeit (wie viele seriöse Medien im Land) kritisch hinterfragt hatte und die Personalie Ralf Rangnick aus sicherlich nicht völlig abwegigen Gründen zumindest diskutieren wollte, erfuhr Keller offenbar nicht. Man darf gespannt sein, wie sich die fünf DFB-Präsidiumsmitglieder der Deutschen Fußball-Liga am heutigen Freitag positionieren. Nach FR-Informationen stützt die von Christian Seifert angeführte Bundesliga den angeschlagenen Keller. Aber wie viel Kraft bringt der 63-jährige Winzer auf, um trotz der verbandsinternen Opposition sein erst vor 14 Monaten aufgenommenes, mit knapp 250 000 Euro pro Jahr dotiertes Wahlamt weiterzuführen? Eine gewisse Robustheit wird dem erfolgreichen Gastronom nachgesagt.

Interessant ist auch die Rolle der neuen Medienchefin Mirjam Berle. Die vom Reifenhersteller Goodyear zum DFB gelotste Kommunikationsexpertin war diejenige, die jene frei interpretierbare Pressemitteilung verfasste, in der Löw in der Vorwoche die „zeitliche und emotionale Distanz“ nahe gelegt wurde, die „eigene große Enttäuschung“ zu verarbeiten. Die Quereinsteigerin findet aus verschiedenen Gründen – Pandemie, Steuerrazzia, Löw-Keller-Debatte – hochkomplexe Voraussetzungen für ihre ersten 100 Arbeitstage vor.

Todesfall beim DFB: Mirjam Berle macht sich nicht beliebt

Beliebter bei den Medien hat sich die 46-Jährige am Mittwoch auch nicht gemacht, als bei einer virtuellen Pressekonferenz mit dem Präsidenten zu den Verdiensten des Amateurfußballs jegliche Nachfragen zu den Kernthemen Bundestrainer und Nationalmannschaft untersagt wurden. Immerhin hat der Verband erkannt, dass es mal an der Zeit wäre, sich auch öffentlich zu äußern: Nach der Präsidiumssitzung will Direktor Oliver Bierhoff in einer digitalen Medienrunde Rede und Antwort stehen.

Eigentlich wäre es zwingend Chefsache, am Freitag das große Ganze zu erklären. Keller aber hält sich da zurück. Auch das ist bezeichnend. Aber was sagte er bereits vorgestern ganz nonchalant in die digitale Fragerunde: „Falls wir uns nicht mehr sehen: Frohe Weihnachten!“ (Von Frank Hellmann und Jan Christian Müller)

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