Kampf gegen Corona

DFB-Boss Fritz Keller eröffnet Test-Pilotprojekt in Offenbach

  • Jan Christian Müller
    vonJan Christian Müller
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Der Deutsche Fußballbund will helfen, Corona einzudämmen – und startet mit Reihentests bei der SG Rosenhöhe in Offenbach.

Hohen Besuch erwartet an diesem Dienstagnachmittag die SG Rosenhöhe in Offenbach. Präsident Fritz Keller hat sich für 17 Uhr angesagt, um dem ersten Corona-Reihentest eines deutschen Amateurfußballklubs persönlich beizuwohnen. Die fast tausend Mitglieder in fünf Abteilungen des im Nachwuchsfußball besonders ambitionierten Traditionsvereins können die PCR-Selbsttests von Dienstag bis Donnerstag freiwillig kostenlos in den Umkleidekabinen vornehmen. Sie erfahren binnen einer Frist von 48 bis 72 Stunden ihr Testergebnis.

In einem von Präsident Keller und Generalsekretär Friedrich Curtius unterschriebenen Brief an die Mitglieder der SG Rosenhöhe erklärt der DFB: „In unserem Fünf-Punkte-Plan haben wir unsere Auffassung formuliert, dass präventive und breite Testungen helfen könnten, das Virus zielgerichtet einzudämmen und somit ein Stückchen Normalität zu erhalten, bis ein Impfstoff entwickelt sein wird.“

Das Pilotprojekt auf der Offenbacher Rosenhöhe gilt als Vorbereitung des Dachverbands mit seinen 2,2 Millionen aktiven Spielerlinnen und Spielern, „praxisnahe Abläufe für die Logistik einer solchen Reihe und das Zusammenspiel mit Behörden und Ämtern“ zu üben. Die Erfahrungen vor Ort sollen laut DFB aufzeigen, wie Vereine Präventivtests durchführen können und welche Vorgehensweise vor Ort zielführend seien. „Diese Erfahrungswerte können im Ernstfall entscheidende Vorteile bringen“, glaubt der Verband, „denn jede früh erkannte Sars-CoV-2 Infektion ist eine unterbrochene Infektionskette und rettet somit Leben.“ Der Fußball stelle sich damit „in den Dienst der Gesellschaft“.

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