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Deutscher Jubel nach dem 1:0
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Deutscher Jubel nach dem 1:0

WM-Quali 2022

DFB-Elf überzeugt - Deutschland besiegt Armenien mit 6:0

  • Stefan Krieger
    VonStefan Krieger
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Bundestrainer Hansi Flick sieht gegen Armenien spielerische Fortschritte und einen klaren Sieg.

Tore, Tricks, Tabellenführung: Mit einem Offensivspektakel und einem Rekordsieg beim Heimdebüt von Bundestrainer Hansi Flick hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft neue Begeisterung geweckt - und Kurs auf die WM 2022 genommen. Drei Tage nach dem zähen 2:0 gegen den krassen Außenseiter Liechtenstein schoss sich die DFB-Auswahl mit einem überzeugenden 6:0 (4:0) gegen Armenien an die Spitze der Qualifikationsgruppe J.

Der Münchner Serge Gnabry mit seinen Länderspieltoren 17 und 18 (6./15.), der Dortmunder Marco Reus (35.), Timo Werner vom Champions-League-Sieger FC Chelsea (45.), der Gladbacher Jonas Hofmann (52.) und Debütant Karim Ademeyi (90.+1) von RB Salzburg sorgten vor 18.086 Zuschauern in Stuttgart für den besten Heimstart eines deutschen Nationaltrainers.

Die deutsche Mannschaft hat jetzt den Gruppensieg und damit das Direktticket für die Endrunde in Katar selbst in der Hand. Nächster Gegner ist am kommenden Mittwoch (20.45 Uhr/RTL) in Reykjavik Island.

"Letztendlich geht es um die Präzision im Passspiel und Abschluss", hatte Flick vor dem Anpfiff bei RTL betont, "ich hoffe, dass es heute besser klappt." Ein paar Zentimeter fehlten noch, als Thilo Kehrer einen Kopfball knapp über die Latte setzte (5.). Gnabrys Schuss nach klugem Pass von Leon Goretzka passte wenige Sekunden später genau.

Mit Tempo und Spielfreude drängte die DFB-Auswahl den bisherigen Spitzenreiter in die Defensive, versöhnte schnell die Fans - und belohnte sich mit dem raschen 2:0. Nach Hereingabe von Reus war erneut Gnabry zur Stelle. Das Direktpassspiel überforderte die Gäste um den Hoffenheimer Angreifer Sargis Adamjan sichtlich.

Auch das Gegenpressing des Flick-Teams funktionierte deutlich besser, die Armenier mit dem Ex-Dortmunder Henrich Mchitarjan verloren immer wieder schnell den Ball. Leroy Sane hatte noch Pech mit einem Pfostenschuss (22.). Zwei perfekten Angriffen entsprangen die nächsten Tore: Erst legte Werner nach Gnabrys Flanke auf Reus ab, der sein erstes DFB-Tor seit 27 Monaten erzielte. Dann legte Goretzka nach Joshua Kimmichs Chipball für Werner quer.

"Oh wie ist das schön", schallte es nach dem 5:0, dem ersten Länderspieltor von Hofmann, von den Rängen. La Ola schwappte durchs Stadion. Weiter lief die Kombinationsmaschine, der Sieg hätte noch höher ausfallen können, ein weiterer Treffer von Werner wurde wegen einer Abseitsstellung aberkannt (83.). Zu ihren Debüts kamen in der Schlussphase die beiden U21-Europameister Adeyemi und David Raum.

Vor dem Anpfiff hatte der Fanclub Nationalmannschaft die verstorbene Torjägerlegende Gerd Müller mit dem Schriftzug "Gerd 13" auf der Tribüne geehrt. Einen wie den Weltmeister von 1974, der am 15. August im Alter von 75 Jahren gestorben war, hätte Flick gerne bei seinem Debüt gegen Liechtenstein in seiner Mannschaft gehabt.

Das Toreschießen war gegen den Fußballzwerg noch schwergefallen. Das "Selbstverständnis" habe gefehlt, stellte Flick fest. Gegen Armenien, den Weltranglisten-88., war davon nichts mehr zu spüren - auch ohne echten Strafraumstürmer.

Flick hatte sechsmal umgestellt: Überraschend setzte er auf Hofmann als rechten Außenverteidiger und hoffte auf zusätzliche "Impulse" in der Offensive. Kehrer spielte dessen linkes Pendant - mit eher defensivem Auftrag: Er sollte die "Restverteidigung" als dritter gelernter Innenverteidiger stärken.

Kapitän Manuel Neuer, vor dem Spiel zusammen mit dem verletzten Thomas Müller verspätet für sein 100. Länderspiel geehrt, kehrte nach Knöchelproblemen wie erwartet ins Tor zurück, im Abwehrzentrum verteidigte Antonio Rüdiger. In der defensiven Schaltzentrale begann Goretzka, in die Dreierreihe davor rückten Gnabry und Reus. (sid)

Der Liveticker zum nachlesen: Deutschland - Armenien 6:0 (4:0)

Startelf DeutschlandNeuer - Hofmann, Süle, Rüdiger, Kehrer - Kimmich, Goretzka - Gnabry, Reus, Sane - Werner
Startelf ArmenienYurchenko - Hambardzumyan, Voskanyan, Haroyan, K. Hovhannisyan - Wbeymar, Grigoryan, Barseghyan, Mkhitaryan, Bayramyan - Adamyan
Tore1:0, 2:0 Gnabry, 3:0 Reus, 4:0 Werner, 5:0 Hofmann, 6:0 Adeyemi
SchiedsrichterWilliam Collum (Schottland)

>>> Ticker aktualisiern <<<

+++ 91. Minute: War ja klar. 6:0 durch Adeyemi.

+++ 90. Minute: Holen Sie sich ein Bier. Da passiert nichts mehr.

+++ 85. Minute: Antonio Rüdiger nach einer Ecke mit dem Kopf vorbei. Diesmal lächelt er nicht, der Antonio.

+++ 82. Minute: Werner im Abseits, sonst wäre das halbe Dutzend voll gewesen. David Raum kommt für Kehrer. Das sind beides deutsche Nationalspieler. Als Info für die, die nicht so im Thema sind.

+++ 80 Minute: Auch ohne Bier plätschert es jetzt mehr oder weniger. Was man verstehen kann. Die Saison ist noch lang, die Spieler mit den Gedanken gegen... Island? Immer mal wieder eine Chance für Deutschland, aber Tore fallen im Moment keine. Wenn, dann vermelden es wir.

+++ 78. Minute: Steffen Freud fordet im TV die Zuschauer:innen dazu auf, sich doch mal ein Bier zu holen.

+++ 75. Minute: Das ist jetzt lockeres austrudeln. Keinerlei Gegenwehr von Armenien mehr.

+++ 73. Minute: Adeyemi kommt für Gnabry.

+++ 70. Minute: Da! Antonio Rüdiger kann lächeln. Es war klar zu sehen - über seinen missglückten Fernschuss.

+++ 65 Minute: Ein Spiel, wie es so unter Jogi Löw seit Jahren nicht zu sehen war. Das Stuttgarter Publikum ist begeistert.

+++ 62. Minute: Dicke Chance für Hofman - auf der Linie geklärt. Dann Musiala - auch nichts. Das geht wirklich im Sekundentakt da in Stuttgart.

+++ 60. Minute: Auch wenn die Gäste jetzt mehr tun - Deutschland hat das Ding im Griff. Jetzt kommen Gündogan, Musiala und Wirz. Es gehen Sane, Kimmich und Reus. Für Sane gibt‘s sogar Applaus.

+++ 55. Minute: Werner legt auf Gnabry auf - und, oh Wunder: Kein Tor. Kennt man gar nicht so.

+++ 51. Minute: 5:0: Zu kurz abgewehrte Ecke, Jonas Hofmann aus der 6. Reihe - Törchen.

+++ 48. Minute: Jetzt ein anderer Begin. Armenien presst nun hoch.

+++ 46. Minute: Zwei Wechsel bei Armeinien - keiner beim DFB. Die zweite Spielhälfte läuft.

Einschub: Lothar Matthäus sagt, wie es ist: „Verdiende Bausenführung“

Halbzeitfazit: Da kann man nicht meckern. Und das flache Wortspiel („Flickschusterei“) wird für ein andermal aufgespart.

+++ 45. Minute: Traumkombination. Kimmich chippt auf Goretzka, der legt mit dem Kopf auf Werner auf - 4:0. Vier. Zu. Null! Hätte man das vor dem Spiel gesagt, wäre man für absolut durchgeknallt gehalten worden. Halbzeit jetzt. Durchatmen.

+++ 40. Minute: Sehr angenehm - da wird weiter nachgesetzt und gespielt. Trotz der deutlichen Führung.

+++ 35. Minute: Und es geht munter weiter: Gnabry flankt, Werner legt auf, und Reus vollendet. Das 3:0. Verdient.

+++ 33. Minute: Jetzt zieht Reus ab - aber Yurchenko pariert.

+++ 30. Minute: Ziemlich einseitige Partie bislang. Könnte auch 4:0 stehen. Wenn zwei Tore mehr gefallen wären.

+++ 25. Minute: Chef im Ring bislang: Leon Goretzka. Der Mittelfeldmann ist einfach überall. Oder fast überall. Im Tor steht noch immer Manuel Neuer. Wenn er Manuel Neuer ist.

+++ 21. Minute: Die Elf von Hansi Flick setzt nach. Kein Vergleich zum eher lauen Kick gegen Liechtenstein. Das vermag zu gefallen bislang. Sane mit einem Schuss an den Pfosten! Nee, Latte! Egal.

+++ 15. Minute: Tor! Sane tanzt, Reus passt, Sane steht richtig und macht seinen zweiten Treffer. Geht doch.

+++ 12. Minute: Jetzt Sane mit einem Fernschuss. Ecke - die nichts einbringt.

+++ 10. Minute: Ein guter Start für den DFB. Das Bällchen läuft, das Wetter passt, und der Gegner versucht mitzuspielen.

+++ 6. Minute: Jesses! Traumtor von Gnabry. Nach direktem Zuspiel von Goretzka aus spitzen Winkel aber sowas von in die Maschen! Wirklich hübsch.

+++ 5. Minute: Erste Chance für die DFB-Elf. Kehrer nach Ecke mit dem Kopf knapp übers Tor.

+++ 4. Minute: Süle passt den Ball ... ins Aus.

+++ 2. Minute: Hoppala! Erster Angriff des Spiels durch Armenien. Der Ball geht in den Stuttgarter Nachthimmel.

+++ 20:47 Uhr: Jetzt aber. Das Spiel läuft.

+++ 20:45 Uhr: Das Spiel beginnt mit einer Schweigeminute für Gerd Müller.

+++ 20.41 Uhr: Die armenische Hymne ist wuchtig.

+++ 20.40 Uhr: Jetzt unterbrechen wir die Werbung für ein Fußballspiel. Und hören: Ein Sieg ist Pflicht!

+++ 20.37 Uhr: Wir unterbrechen die Werbung für ein paar Programmhinweise.

+++ 20.35 Uhr: Wir sind noch immer in der Werbung.

+++ 20.30 Uhr: Wir geben ab in die Werbung.

+++ 20.18 Uhr: Das Aufwärmprogramm der Ersatzspieler erinnert an die besseren Momente des Fernsehballets. Die Einspieler von RTL mit Loddarmaddäus von der Dramatik her an die Formel-1-Übertragungen aus der Vergangenheit.

+++ 20.06 Uhr: Unterdessen begab sich auf der Insel folgendes: Fünftes Spiel, fünfter Sieg: Vize-Europameister England marschiert weiter mit weißer Weste durch die WM-Qualifikation. Die Three Lions bezwangen die Feierabend-Fußballer aus Andorra am Sonntagabend in Wembley mühelos mit 4:0 (1:0) und können allmählich mit den Planungen für die Endrunde 2022 in Katar beginnen. So weit wäre Hans Flick gerne. Kann ja noch werden. 

+++ 19.45 Uhr: Um es gleich vorab anzumerken: Sollte das Spiel der deutschen Mannschaft ähnlich schlecht wie das gegen Liechtenstein laufen, werden hier im Liveticker die Begriffe „Flickschusterei“ und „Flickwerk“ zu lesen sein. Sagen Sie bitte nicht, man hätte Sie nicht gewarnt.

+++ 19.40 Uhr: Hansi Flick überrascht auch bei seiner Heimpremiere mit dem Personal. Der neue Bundestrainer setzt gegen Armenien in der WM-Qualifikation in Stuttgart (20.45 Uhr/RTL) auf den Gladbacher Jonas Hofmann als Außenverteidiger. Außerdem nimmt Flick gegenüber dem 2:0 bei seinem Debüt gegen Liechtenstein fünf weitere Änderungen vor.

Kapitän Manuel Neuer kehrt nach seiner Pause wegen Knöchelproblemen gegen Liechtenstein wie erwartet ins Tor zurück. Neben Hofmann verteidigen Niklas Süle und Antonio Rüdiger im Zentrum, die zweite Außenposition übernimmt Thilo Kehrer.

In der defensiven Schaltzentrale stellt Flick neben Joshua Kimmich diesmal dessen Münchner Klubkollegen Leon Goretzka. Die Dreierreihe davor bilden Serge Gnabry, Marco Reus und Leroy Sane. Timo Werner, der in St. Gallen das erste Tor in der Ära Flick erzielt hatte, darf wieder stürmen.

+++ 19.30 Uhr: Die Aufstellung der DFB-Elf ist da. Hansi Flick stellt folgende Mannschaft gegen Armenien auf: 1 Neuer - 23 Hofmann, 15 Süle, 2 Rüdiger, 4 Kehrer - 6 Kimmich, 8 Goretzka - 10 Gnabry, 11 Reus, 19 Sane - 9 Werner.  

+++ 17.40 Uhr: Hansi Flick umgarnt vor seinem Heimdebüt als Bundestrainer das Stuttgarter Publikum. 18.000 Zuschauer dürfen nach vielen Geisterpartien der Fußball-Nationalmannschaft am Sonntagabend (05.09.2021 / 20.45 Uhr) im Stadion dabei sein. Und die Fans sollen nach dem zähen 2:0-Start in Liechtenstein die DFB-Auswahl beim Kampf um die Tabellenführung gegen Armenien unterstützen und nicht gleich murren, wenn das Toreschießen dem in Stuttgart geborenen Timo Werner und dessen Offensivkollegen erneut schwerfallen sollte. Für alle, die nicht im Stadion sind, gilt: motzen erlaubt - kriegt der Bundestrainer ja nicht mit. 

+++ 16.55 Uhr: 5:1, 4:0, 6:1 - die Bilanz gegen den Weltranglisten-88. Armenien ist nach bislang erst drei Vergleichen makellos. Star der Mannschaft ist der ehemalige Dortmunder Henrich Mchitarjan (32). Ein bekannter Offensivspieler aus der Bundesliga ist der Hoffenheimer Sargis Adamyan (28). Flick warnt vor der Konterstärke des Gegners. 

DFB-Team will Armenien von Platz eins verdrängen

+++ 14.40 Uhr: In der WM-Qualifikation dagegen ist nach dem Spiel gegen Armenien Halbzeit. Und Flicks klare Vorgabe für seinen Start mit den drei Partien gegen Liechtenstein, Armenien und Island war eindeutig: Neun Punkte plus Sprung an die Tabellenspitze. Mit einem Sieg würde Deutschland (9 Punkte) am fünften von zehn Spieltagen an den überraschend vorne liegenden Armeniern (10) vorbeiziehen. Das ist auch notwendig, denn nur der Gruppenerste löst direkt das Ticket zur Weltmeisterschaft vom 21. November bis 18. Dezember 2022 in Katar. 

Hansi Flick: „Wir Trainer sind natürlich auch nicht blind“,

Update, 05.09.2021: Hansi Flick brannte etwas auf der Seele. „Wir Trainer sind natürlich auch nicht blind“, sagte der neue Bundestrainer bei der Pressekonferenz vor dem WM-Qualifikationsspiel des DFB-Teams gegen Armenien heute Abend um 20.45 Uhr. Die teils scharfe Kritik an seiner Premiere beim 2:0 gegen Liechtenstein gefiel Flick nämlich gar nicht. „Es braucht ein bisschen Zeit, um neue Ideen und die Spielphilosophie zu implementieren.“

Für das Spiel gegen Armenien erwartet Flick eine spielerische Weiterentwicklung - auch wenn die Zeit zum Trainieren kaum gegeben war. „Passspiel“, „Präzision“, „Überzeugung, Tore zu erzielen“ - all das will Flick von seinen Spielern sehen. Denn einen Ausrutscher gegen den Tabellenführer kann sich die DFB-Auswahl als Zweiter der Gruppe J eigentlich nicht erlauben.

Heimpremiere von Hansi Flick: Neuer steht bereit – Gosens fällt aus

Update, 04.09.2021: Manuel Neuer ist wieder fit. Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft kehrt im WM-Qualifikationsspiel gegen Armenien zwischen die Pfosten zurück. „Manu hat die letzten Trainingseinheiten mitgemacht und wird zur Verfügung stehen“, sagte Bundestrainer Hansi Flick vor seinem Heim-Debüt am Sonntag (20.45 Uhr) in Stuttgart.

In der Abwehr ist Flick nach der Kapselverletzung von Robin Gosens aber zu Änderungen gezwungen. Auf der linken Seite könnte daher der Hoffenheimer David Raum sein Debüt feiern. Flick betonte jedoch, es gebe „auch andere Optionen“. Im defensiven Mittelfeld wird Flick voraussichtlich auf Joshua Kimmich und Leon Goretzka setzen. Ilkay Gündogan könnte auf die Zehnerposition zwischen den Außen Serge Gnabry und Leroy Sane vorrücken. Im Sturmzentrum wird erneut Timo Werner erwartet, zumal der Einsatz von Kai Havertz wegen eines leichten grippalen Infekts unwahrscheinlich ist.

DFB-Team will gegen Armenien alles besser machen

Erstmeldung vom 03.09.2021: Frankfurt am Main - Die Premiere von Hansi Flick als Nachfolger von Jogi Löw verlief äußerst holprig. Nach dem glanzlosen 2:0-Erfolg über Liechtenstein in der Qualifikation zur WM 2022 blieb die etwas ernüchternde Erkenntnis: Auf dem langen Weg zurück an die Weltspitze liegt endlos viel Strecke vor dem neuen Bundestrainer.

„Es war ein Anfang, mit dem wir nicht ganz zufrieden sind“, sagte Flick in dem fast schon verzweifelten Bemühen, nach dem Pflichtsieg gegen Fußball-Zwerg Liechtenstein Nachsicht zu üben. Ersatzkapitän Joshua Kimmich wurde deutlicher. „Nichts hat so wirklich funktioniert“, klagte er.

DFB-Elf gegen Armenien: Gipfeltreffen in Stuttgart

Am Sonntag (05.09.2021) steht die von Hansi Flick als „Gipfeltreffen“ bezeichnete Partie in Stuttgart gegen Armenien an. Der Bundestrainer nimmt seine Stars zu diesem Anlass in die Pflicht: „Letztlich zählt es auf dem Platz. Da müssen wir liefern, wenn‘s zählt. Darüber werden wir reden.“

Der müde Kick von St. Gallen sorgte jedenfalls für jede Menge Gesprächsbedarf. Große Probleme in der Offensive, gravierende Schwächen bei den Standards, kaum Ideen, zu wenig Tempo: Die Mängelliste war lang, die vielen Baustellen aus der bleiernen Spätphase der Ära Löw sind nicht ansatzweise geschlossen.

DFB-Elf gegen Armenien: Hansi Flick bittet um Geduld

Wie sein Vorgänger sprach Flick fast folgerichtig immer wieder von einem „Prozess“. Besserungen, betonte er, stellen sich nicht schon nach nur drei Trainingstagen ein. Und damit hat Flick nicht ganz unrecht. Was jahrelang nicht funktioniert hat, wird nicht über Nacht besser, nur weil ein neuer Steuermann am Ruder ist.

Flick mahnte folgerichtig zur Geduld. „Ich lasse mich nicht wegen einem Spiel aus dem Takt bringen“, sagte er kämpferisch, „es geht weiter, wir gehen den Weg. Wir haben einen langen Weg vor uns und ich denke, wir kommen dahin, wo wir hin wollen.“

Der Anhang scheint an diese Perspektive und eine erfolgreiche Katar-WM in nur 15 Monaten zu glauben. Obwohl Gästefans in St. Gallen eigentlich gar nicht zugelassen waren, unterstützten mehrere Tausend die DFB-Elf. Zwar gab es auch Pfiffe, Flick aber wurde vor und nach dem Spiel mit „Hansi“-Sprechchören gefeiert. Die 18.000 Freikarten, die der Verband für Sonntag angeboten hatte, sind längst vergriffen. „Das tut gut“, sagte DFB-Direktor Oliver Bierhoff.

DFB-Elf gegen Armenien: Flick wird neue Spieler bringen

Gegen Armenien werden mehrere Wechsel erwartet. Der geschonte Kapitän Manuel Neuer soll ins Tor zurückkehren, Antonio Rüdiger, Leon Goretzka und Serge Gnabry dürften beginnen. Für den verletzten Robin Gosens könnte David Raum als zweiter Spieler nach Florian Wirtz unter Flick debütieren.

Armenien um Raums Hoffenheimer Klubkollege Sargis Adamjan und den früheren Dortmunder Henrich Mchitarjan „wollen wir anders bespielen“, sagte Flick. Mit einem Sieg würde die DFB-Elf (neun Punkte) den Tabellenführer der Gruppe J (zehn) überflügeln. „Das ist unser Ziel“, betonte Flick. Die Fans in Deutschland wären sicher ganz froh darüber. Egal, ob sie zu denen gehören, die in Stuttgart vor Ort dabei sein werden, oder die, die sich das Spiel aus sicherer Entfernung im Fernsehen anschauen. (skr/sid/dpa)

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