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EM 2021

Deutscher EM-Gegner Ungarn: Rossis Sorgen

  • Frank Hellmann
    VonFrank Hellmann
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Die einst große Fußballnation Ungarn leidet darunter, dass ihr bester Spieler fehlt.

Die Bilder werden ungewöhnlich sein. Ein volles Fußballstadion mit mehr als 60 000 Menschen, gefüllt bis auf den letzten Platz, kennen Fernsehzuschauer:innen ja nur noch von Aufzeichnungen aus der Vergangenheit. Es soll aber bald wieder die Gegenwart sein, wenn die nach der ungarischen Legende Ferenc Puskas benannte Arena in Budapest zum Schauplatz für das Auftaktspiel des eigenen Teams gegen Europameister Portugal wird. Heimrecht besteht auch noch gegen Weltmeister Frankreich, ehe es dann zum dritten Spiel gegen Deutschland nach München geht. Eine schwierigere Konstellation hätte es kaum geben können.

Jede Unterstützung ist da willkommen. Die einheimischen Behörden erlauben aber eher deshalb die volle Hütte, weil die Regierung Viktor Orban zeigen will, dass mit Hilfe von chinesischen und russischen Vakzinen das Impfen viel besser funktioniert als in Portugal, Frankreich oder Deutschland beispielsweise. Für Gäste aus dem Ausland ist eine Einreise übrigens immer noch schwierig. Wer länger als 72 Stunden bleiben will, braucht ein Einladungsschreiben der Regierung und des Veranstalters. So manch einer zittert wegen des Grenzübertritts. Vermutlich geht’s auf die letzte Minute.

So hat sich übrigens auch Ungarns Nationalelf für die Endrunde qualifiziert. Der Held in den dramatischen Playoff-Spielen gegen Island hieß Dominik Szoboszlai. Ein Alleskönner am Ball, gute Übersicht, klasse Standards. Ihn hatte Trainer Marco Rossi, Italiener mit Erfahrung im ungarischen Vereinsfußball, ins Zentrum aller Überlegungen gestellt, doch eine Schambeinentzündung macht ein Mitwirken unmöglich.

Rossi hat seitdem einige Sorgenfalten mehr auf der Stirn. Der Coach gilt eigentlich als Offensivliebhaber, aber vermutlich werden die Ungarn bei ihrer zweiten EM-Teilnahme – 2016 betreute das deutsche Duo mit Bernd Storck und Andreas Möller das Team – nun auf kompaktes Verteidigen setzen. Während nicht sicher ist, ob die Stürmer Adam Szalai (Mainz) und Roland Sallai (Freiburg) wirklich gleich spielen, sind Torwart Peter Gulacsi und Verteidiger Will Orban (beide Leipzig) gesetzt. Beide hätten gerne mit Szoboszlai zusammengespielt, erst im Winter kam der 20-Jährige für 20 Millionen Euro Ablöse aus Salzburg nach Leipzig, hat aber bisher keine einzige Wettkampfminute für die Sachsen gekickt. Außenseiter in der Gruppe F wäre der EM-Dritte von 1964 aber auch mit dem Ausnahmetalent gewesen. hel

Rubriklistenbild: © Tibor Illyes/dpa

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