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Haben eine besondere Verbindung: Frankreichs Nationaltrainer
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Haben eine besondere Verbindung: Frankreichs Nationaltrainer

EM 2021

Deutscher EM-Gegner Frankreich: Deschamps Sehnsucht

Frankreichs Trainer Didier Deschamps strebt nach dem nächsten Turniererfolg - und muss ausnutzen, dass Kylian Mbappé in der Blüte seiner Jahre steht.

Sie werden so schnell groß. Jetzt, kurz vor der EM, tauchen wieder diese Kinderzimmerbilder aus Paris-Bondy auf: Kylian Mbappé, ein Bub noch, aber schon sichtbar Kylian Mbappé, im Schneidersitz auf seinem Bett, hockend an den Wänden Poster von Cristiano Ronaldo. Bei der EM werden sie in der Vorrundengruppe gegeneinander spielen, das Verhältnis Anbetender – Angebeteter löst sich endgültig auf. Und womöglich greift sich Mbappé auch noch diesen einen Titel, der Ronaldos größter ist als Nationalspieler: Europameister. Und da Kylian Mbappé seit 2018 Weltmeister ist, wäre die Karriere in der Equipe tricolore früh vollendet. Mit 22.

Das ist nicht nur die persönliche Vision des schnellen Stürmers, sondern auch die des Trainers, Didier Deschamps. Der 52-Jährige hätte 2018 als Nationalheiliger abtreten können, schließlich war er schon 1998 als Spieler Weltmeister geworden. Doch er ist der Versuchung erlegen, zu bleiben. Weil es ihn reizt, wie schon als Spieler auch noch die kleinere Meisterschaft zu gewinnen; tatsächlich war er 2000 Europameister geworden. Außerdem: Es hat nach der WM 2018 im Kader nicht die gewaltigen Umbrüche gegeben, sein Team ist immer noch eine U30. Nicht mitgerechnet die jungen Hoffnungsträger, die teilweise es nicht mal in den Kader schafften.

Es gibt auch eine Gefahr

Und obwohl seine Equipe vor drei Jahren das Turnier in Russland gewann und das allen logisch erschien, war das Auftreten nicht so überzeugend, dass sich keine Steigerungsmöglichkeit ergeben hätten. Sonderlich schön hatte die Grande Nation nicht gespielt – nur eben furchtbar effektiv. Zwei Mal gab’s allerdings auch Spektakel: Im Achtelfinale gegen Argentinien (4:3) und im Finale gegen Kroatien (4:2). Doch grundsätzlich sollte hinten erst einmal die Null stehen, weshalb die heutigen Bayern-Verteidiger Benjamin Pavard und Lucas Hernandez sich kaum über die Mittellinie trauten. Ein Traumtor schoss Pavard dann in Kasan gegen Argentinien trotzdem. Es war im Grunde das einzige Spiel, in dem sich Deschamps auf einen offenen Schlagabtausch einließ.

Eine Niederlage im Endspiel hatte Deschamps bei der EM 2016 im eigenen Land geschmeckt. Gewonnen hatte er das Halbfinale gegen die Deutschen und Joachim Löw, doch mit Glück und Fügung. So gesehen war 2018 doch ein Fortschritt, und 2021 würde Frankreich gerne so spielen, wie die Namen es versprechen. Zugleich aber setzt Deschamps sich eben der Gefahr aus, in die Jogi-Falle zu tappen. Der Kollege hatte sich und seinen Fußball auch für unangreifbar gehalten – bis sie böse in Russland ausrutschten.

Didier Deschamps versucht, in seiner Mannschaft keine Selbstzufriedenheit aufkommen zu lassen. „Was wir erreicht haben, kann uns keiner mehr nehmen. Aber wir müssen uns selbst immer wieder sagen, dass wir nicht einfach aufhören können, sondern weitermachen und versuchen, Titel zu gewinnen.“ gk/hel

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