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Glücklich: Der Bremer Felix Agu (vorne).
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Glücklich: Der Bremer Felix Agu (vorne).

Volltreffer Felix Agu

Der Traum vom „Kacktor“

  • Frank Hellmann
    VonFrank Hellmann
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Bremens junger Linksverteidiger trifft unfreiwillig bei der Premiere.

Es spricht für Felix Agu, dass er über sein erstes Bundesligator gar nicht viel Aufhebens machen wollte. Sondern herzhaft lachte. „Als der Ball reinging“, gab der Matchwinner von Werder Bremen beim späten 2:0-Heimsieg gegen den FC Augsdburg, habe er „selbst ein bisschen schmunzeln“ müssen, „weil es so ein Kacktor war.“

Jene Begrifflichkeit hat Bremens Stadionsprecher Arnd Zeigler mal erfunden, der in seiner sonntäglichen WDR-Kultsendung „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“ jeden Monat einen skurril anmutenden Treffer mit einem Klodeckel prämiert, der eher unfreiwillig, meist auf verschlungenen Wegen, zustande kommt.

So auch bei Agu: Bremens Linksverteidiger hatte erst das 1:0 von Theodor Gebre Selassie vorbereitet, ehe er drei Minuten vor Schluss das 2:0 mit einem ans eigene Standbein geschossenen Ball zum Torschützen wurde.

Niemand bei den Grün-Weißen, der dem 21-Jährige dieses Gänsehautgefühl nicht gönnte. Der U21-Nationalspieler war vergangenen Sommer als hoffnungsvoller Perspektivspieler vom VfL Osnabrück an die Weser gekommen, doch mit Ludwig Augustinsson steht ein schwedischer Nationalspieler vor ihm. Als Agu endlich Ende Oktober debütieren sollte, kam eine Corona-Erkrankung dazwischen. Fast drei Wochen war der junge Profi in häuslicher Isolation, und viel machen konnte er bei seiner angeschlagenen Gesundheit nicht. Facetime statt Fußball.

Es dauerte, um danach den Rückstand aufholen. Deshalb hatte er bis zum Wochenende gerade mal 47 Bundesligaminuten in den Beinen. „Das war keine einfache Phase für ihn“, sagt Trainer Florian Kohfeldt. Der zweite Startelfeinsatz winkt dem Newcomer am Dienstag bei Borussia Mönchengladbach, wenn Werder sich bestimmt wieder tief positionieren wird, um erst mal abzuwarten. Vorne soll dann irgendwie irgendwann ein Tor fallen. Notfalls noch ein „Kacktor“.

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