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Ich war’s: Der Bielefelder Torschütze Joan Simun Edmundsson hebt nach seinem Treffer zum 1:0 den Daumen.

Volltreffer

Der Stolz der Färöer

  • Timur Tinç
    vonTimur Tinç
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Bielefelder Offensivmann Joan Simun Edmundsson schreibt mit seinem krummen Tor gegen Köln Geschichte.

Klar war das Absicht“, sagte Joan Simun Edmundsson breit grinsend in die Kamera. „Ich bin beidfüßig, das war mit dem Außenrist, mit Spin.“ Spin hatte der Schuss des Bielefelders ganz sicher, aber weniger, weil der 29-Jährige ihn mit dem Außenrist, sondern mehr mit dem Schienbein getroffen hatte. Aber das war ihm an diesem historischen Tag egal, schließlich landete der Ball im Netz und bescherte der Arminia in der Partie gegen den 1. FC Köln nicht nur den ersten Bundesligasieg seit 4214 Tagen. Es war auch gleichzeitig der erste Treffer eines Färingers in der Bundesliga.

In dem 52000 Einwohner großen Land im hohen Norden erfreut sich Edmundsson großer Popularität „Fast jeder Mensch auf den Färöer guckt die Bundesliga“, sagte der 58-malige Nationalspieler, der seit 2018 für den DSC spielt. Er hätte gar nicht mit einem Einsatz gerechnet, gab der Torschütze des Tages zu Protokoll. In der 67. Minute wechselte Trainer Uwe Neuhaus seinen Mann von den Schafsinseln ein, um mehr Power über die Flügel zu bekommen – und wurde nicht enttäuscht. „I didn’t see anyone to pass it quer und dann habe ich die Target gehittet“, beschrieb Edmundsson sein Tor aus der 78. Minute in bestem Denglisch. Er profitierte dabei vom schlechten Stellungsspiel des Kölner Torhüters Timo Horn. Frei übersetzt: Keiner war anspielbar, also habe ich draufgehalten.

Arminia-Kapitän Fabian Klos sagte dazu mit breitem Grinsen: „Das war ja ein brillanter Schuss. Aber letztlich ist es mir auch scheißegal – das Ding ist reingegangen.“

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