1. Startseite
  2. Sport
  3. Fußball

Der Schlüsselspieler

Erstellt:

Von: Frank Hellmann

Kommentare

Der Trainer und sein Schützling: Bo Svensson (links) und Jonathan Burkardt.
Der Trainer und sein Schützling: Bo Svensson (links) und Jonathan Burkardt. © Imago

Stürmer Jonathan Burkardt soll bei Mainz mehr Verantwortung bekommen.

Der Ärger ist inzwischen verraucht. Bo Svensson war ziemlich ungehalten vergangene Woche, als der FSV Mainz 05 sein Testspiel gegen den Karlsruher SC mit 2:5 in den Sand setzte, obwohl diesmal nur fünf Profis zu Länderspielen abgestellt waren. Der kritischen Analyse, erzählte der Mainzer Cheftrainer nun vor dem Auswärtsspiel beim SC Freiburg (Samstag 15.30 Uhr), sei eine gute Reaktion im Training gefolgt: „Wir haben das konstruktiv aufgearbeitet.“ Unter der Woche hatte der Däne vor der trügerischen Punkteausbeute gewarnt: „Wenn wir so weiterspielen, werden wir diesen Punkteschnitt nicht halten können.“

Aber vielleicht wird es ja besser, weil jetzt Jonathan Burkardt wieder zur Verfügung steht. „Er ist nicht schmerzfrei. Aber er hat diese Woche trainiert, das sah gut aus“, sagte Svensson. Es seien beim 22-jährigen ja nicht nur die Tore, elf in der Vorsaison, die ihn so wertvoll machen. Auch durch „sein Tempo, seiner individuellen Klasse und seinem Anlaufverhalten“ sei er in der Lage, „die anderen besser zu machen – er ist langsam ein Schlüsselspieler für uns.“

Deshalb zeigten sich die Rheinhessen auch gegen alle Offerten aus dem Ausland immun, zumal der Kapitän der deutschen U21 nie auf einen Wechsel drängte. Svensson riet ihm, sich beim nächsten Entwicklungsschritt in Mainz „von der Persönlichkeit nicht grundsätzlich zu verändern“, aber „mehr Verantwortung fürs große Ganze“ dürfe der junge Fußballer beizeiten schon übernehmen. „Die Charaktereigenschaften stecken in ihm.“

Wenn der Angreifer, der vor knapp drei Wochen bei der TSG Hoffenheim (1:4) eine Fleischwunde am Fuß erlitt, mit seiner Rückkehr den Turbo zündet, wird er mit Blick auf die WM-Endrunde vielleicht noch ein Kandidat, auch wenn zuletzt eher die Namen von Niclas Füllkrug (Werder Bremen) oder neuerdings auch Mergim Berisha (FC Augsburg) gehandelt wurden.

Burkardt allerdings braucht sich in guter Verfassung gegenüber beiden bestimmt nicht zu verstecken. Gesunken aber sind die WM-Chancen von Anton Stach, den zudem Verletzungsprobleme plagten. „Er ist in der Lage zu spielen“, sagte Svensson, der dem Mittelfeldspieler explizit „eine sehr gute Trainingswoche“ bescheinigte. Ansonsten galt das Lob des 43-Jährigen einem „konstanten Gegner“, der auf vielen Ebenen für seine Kontinuität belohnt werde. Svensson beschrieb die Qualität beim Sportclub so: „Die haben fast nie schlechte Tage. Ihr schlechtes Niveau ist immer noch sehr hoch.“ Sonst wäre Freiburg nicht auch wieder Tabellendritter

Auch interessant

Kommentare