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Das gibt’s doch nicht: Roberto Mancini, Europameister-Trainer von Italien.
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Das gibt’s doch nicht: Roberto Mancini, Europameister-Trainer von Italien.

WM-Qualifikation

Der italienische Alptraum von Belfast

  • Jakob Böllhoff
    VonJakob Böllhoff
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Fußball Europameister Italien muss um die WM-Teilnahme bangen - dafür gibt es viele Gründe. Fragt sich nur, wer hat ihnen wirklich den Stecker gezogen. Ein Einwurf.

Übrigens hat Carl-Zeiss Jena im thüringischen Landespokal mit 3:0 beim FC Erfurt-Nord gewonnen. Zu einem erwähnenswerten Zwischenfall kam es in der Halbzeitpause, als ein Erfurter Spieler einen Föhn anschließen wollte und dabei dem live übertragenen TV-Sender MDR den Stecker zog. Der hatte nämlich ein 50-Meter-Kabel direkt aus der Erfurter Kabine gelegt.

Und wenn wir Föhn hören, dann müssen natürlich auch an die Schweiz denken und an Italien, wegen dem Wind aus den Alpen und den schönen Menschen im Süden, die viel Wert legen auf gut sitzendes Haare, vielleicht sogar so viel Wert wie die Fußballspieler in Erfurt, wenn der MDR überträgt. Auch die italienischen Kicker sahen durchgehend blendend aus, als sie am Montagabend in Belfast kicken mussten, aber sie spielten sich einen rechten Käse zusammen gegen die Steinbeißer aus Nordirland, wie verfolgt und gelähmt durch eine unsichtbare Macht, rätselhafte Kopfschmerzen. Null zu null. Die Italiener müssen nun durch die furchterregenden Playoffs, um bei der WM in Katar mitmachen zu können. Direkt qualifiziert ist die Schweiz – 4:0 gegen Bulgarien.

Italienische Sattheit

Es heißt, die alten Schweizer Berggeister beherrschten die Winde, lenkten sie, aber bestimmt war es nur Zufall, dass ausgerechnet am Montag ungewöhnlich warme Luft über die Küsten Nordirlands trieb, bestimmt war es nur Zufall, dass dann ein mystisches Kichern durch die Alpen hallte, während die Schweizer Fußballer in Luzern die WM-Teilnahme feierten und die Italiener sich in Belfast an die Köpfe griffen. Zufall natürlich nur, dass der eigentlich so sichere italienische Elfmeterschütze Jorginho in beiden direkten Duellen gegen die Schweiz einen Strafstoß verschoss, am vergangenen Freitag in Rom gar so weit übers Tor, als habe eine Luftstoß den Ball …

Aber lassen wir das. Es gibt genügend irdische Erklärungen für den Alptraum der Squadra Azzura. Eine davon besagt, dass die Italiener womöglich doch nicht ganz so gut sind, wie der Gewinn der Europameisterschaft im Sommer es suggerierte. Eine andere, dass der große, eher unerwartete EM-Erfolg für ein unproduktives Sattheitsgefühl bei den Spielern gesorgt hat; „die Körpersprache verrät es, in den letzten Minuten haben sie nicht einmal versucht, das Spiel zu gewinnen“, kommentierte „Rai Uno“ leicht empört nach der Nullnummer in Belfast. Zwar hätte ein 1:0-Sieg auch keinen Unterschied gemacht, weil die Schweizer so hoch gewannen, aber bitte, ma la prego – es geht ja auch um die Ehre.

Eine dritte Erklärung wäre noch, dass Italien in Abwesenheit des verletzten Ciro Immobile keinen guten Mittelstürmer mehr hat. Und eine vierte, dass das Kabel, das der Spieler von Erfurt-Nord in der Halbzeitpause gegen Jena zugunsten seines Föhns aus der Steckdose zog, nicht nur den MDR mit Strom versorgte, sondern auch die italienische Nationalmannschaft. Dem allerdings widersprach der Sender bereits: Über solch lange Leitungen verfüge man nun wirklich nicht.

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