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Aus dem Wuschel- ist ein Glatzkopf geworden: Teemu Pukki (links), Finnlands Kultspieler.
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Aus dem Wuschel- ist ein Glatzkopf geworden: Teemu Pukki (links), Finnlands Kultspieler.

Belgien, Dänemark, Finnland, Russland

Gruppe B: Der Geheimfavorit geht auf die 30 zu

  • Günter Klein
    VonGünter Klein
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Belgien hat sich an seinen Status schon gewöhnt und sollte keine Probleme bekommen, ins Achtelfinale vorzustoßen – dahinter ist vieles offen.

Das ist der Gag vor den großen Turnieren der vergangenen Jahre: Belgien als Geheimfavoriten zu nennen. Geheim ist er durch diese halboffizielle Bezeichnung nun wahrlich nicht mehr – doch es liegt auch in der Wesensart des von Insidern gepriesenen Außenseiters, dass er nicht gewinnen wird. So gesehen ist Belgien die perfekte Wahl: Die „Roten Teufel“ sind noch immer titellos.

Wobei: Langsam sollte es mal klappen, sonst schließt sich das Zeitfenster, in dem das kleine Land zu Großem fähig sein dürfte. Seit drei Jahren treibt es sich beständig an der Spitze der Fifa-Weltrangliste herum, weil es über großartige Spieler wie Torwartriese Thibaut Courtois, den Mittelfeldallrounder Kevin de Bruyne, den Sturmtank Romelu Lukaku oder Eden Hazard verfügt, die bei Spitzenvereinen (Real Madrid, Manchester City, Inter Mailand) unter Vertrag stehen. Sie gehen alle auf die 30 zu und sind den langen Weg mitgegangen im Laufe ihrer Karriere: Von Platz 50 auf eins. Bei der WM 2018 wurden sie Dritter. Trainer ist ein Spanier, Roberto Martinez, er hat die belgische Spielkunst veredelt. Es gibt Gerüchte, er wolle bald in die Premier League.

Finnische Kulttruppe

In der Gruppe dürften die Belgier keine großen Schwierigkeiten bekommen. Dänemark ist eine brave Truppe, bei der die hohe Notierung in der Rangliste erstaunt. Das Team, trainiert vom in Mainz vor ein paar Jahren schnell gescheiterten Kasper Hjulmand, lebt von seinen Legionären: Kasper Schmeichel (Leicester) hat von seinem Vater Peter Position (Torwart) und Status (Nationalheld) übernommen, Pierre-Emile Höjbjerg kennt man aus seiner Zeit als FC-Bayern-Talent (mittlerweile spielt er bei Tottenham), Yussuf Poulsen und Robert Skov schießen Tore für Leipzig und Hoffenheim.

Ein wenig Bundesliga findet man auch bei Finnland, das erstmals die große Bühne betritt. Die großen Nummern sind Fredrik Jensen in Augsburg und Joel Pohjanpalo bei Union Berlin nicht, zumindest Torwart Lukas Hradecky (Leverkusen) ist eine etablierte Stammkraft. Erinnerungen weckt der lustige nach Nationalsport Eishockey klingende Name Teemu Pukki. Vor zehn Jahren entdeckte Schalke ihn bei einem Europacup-Gegner und verpflichtete ihn. Damals hatte der Stürmer eine blonde Lockenpracht, mittlerweile regiert auf seinem Haupt der Kahlschlag.

Russland komplettiert die Gruppe. Die Entwicklung stagniert seit der WM. Aber mit zwei Gruppenheimspielen in St. Petersburg ist das Turnier ja auch wieder ein bisschen wie die WM in Russland. gk

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