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Trifft wieder: Florian Niederlechner.
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Trifft wieder: Florian Niederlechner.

Volltreffer

Der Endlich-Moment

  • Jakob Böllhoff
    vonJakob Böllhoff
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Augsburgs Stürmer schießt nach Disput mit Trainer Herrlich plötzlich seine ersten Tore.

Florian Niederlechner ist ein reiner Gefühlsjubler. Er bereitet keine Choreographie vor, die er im Falle des Torerfolges abruft, was auch gar nichts bringen würde, denn der Mann ist viel zu emotional, im entscheidenden Moment überkäm es ihn eh. Am Samstag, als dem 30-Jährigen beim 2:1-Sieg gegen Union Berlin beide Tore für die Augsburger gelangen, sah das beim ersten Treffer so aus: Ein Sprung, ein Schrei, die Faust geballt. Grimmige Erleichterung. Ein echter Endlich-Moment für Florian Niederlechner.

„Ich bin richtig glücklich, dass ich der Mannschaft endlich mal wieder mit Toren helfen konnte“, sagte der Stürmer später in gelassenerem Zustand. Die beiden Tore waren ja seine ersten in dieser Spielzeit überhaupt, und das am 18. Spieltag. Zum gleichen Zeitpunkt der vergangenen Saison hatte der gebürtige Oberbayer bereits acht Tore erzielt, am Ende waren es 13. Ein Topwert. Und eine Messlatte, die Niederlechner offenbar zu schaffen machte, mit jedem torlosen Spiel mehr. Es sei „keine leichte Zeit“ für ihn gewesen, sagte er, „es war für die Psyche sehr, sehr schwer. Meine Frau hatte es sicher nicht leicht mit mir.“

Zuletzt hatten auch Menschen beim FCA Niederlechners zunehmend schlechte Laune erfahren müssen. So war es laut Zeitungsberichten unter der Woche nach dem 0:2 bei Werder Bremen bei einer Mannschaftsbesprechung zu einem Disput zwischen dem Stürmer und Trainer Heiko Herrlich gekommen. Herrlich bestätigte dies indirekt, indem er es nicht bestritt, sagte: „Flo ist unzufrieden und hadert mit seiner Situation.“

In Augsburg haben sie nun die Hoffnung auf Besserung, bei Niederlechner und überhaupt. Nach starkem Saisonstart hatten die Schwaben in den vergangenen Wochen nicht mehr überzeugen können, zuletzt fünf von sechs Spielen verloren. So geriet auch der zaghaft wirkende Herrlich langsam unter Druck. Ob der doch recht glückliche Sieg gegen Union zur Trendwende taugt, werden allerdings erst die nächsten Spiele zeigen, mit den Gegnern Dortmund, Wolfsburg, Leipzig, Leverkusen. Rein vom Gefühl her: hammerhart.

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