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Sechs Titel: Trainer Hansi Flick, sehr erfolgreich. Foto: dpa
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Sechs Titel: Trainer Hansi Flick, sehr erfolgreich.

FR-Büchertipps zum Bayern-Trainer

Der doppelte Hansi Flick

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Die profilierte Fußballreporter Günter Klein und Christof Kneer porträtieren den gerade ziemlich genervten Bayern-Trainer Hansi Flick.

Kein anderer deutscher Fußballlehrer beherrscht in diesen unruhigen Tagen die überregionalen Schlagzeilen so sehr wie Hansi Flick. Das ist auch deshalb bemerkenswert, weil der Noch-Bayern-Trainer eigentlich ein Mann ist, der so gar nichts mit einer Rampensau (wie Julian Nagelsmann oder Jürgen Klopp) gemein hat. Der mit sechs Titeln binnen weniger Monate herausragende Erfolg des vermeintlichen Gegenentwurfs eines trainer-typischen Alphatiers hat nun auch dazu geführt, dass in diesem Frühjahr gleich zwei Bücher herauskommen, die den 56-Jährigen porträtieren: „Hansi Flick - die Biografie“ von Günter Klein und „Die Hansi-Flick-Story - Geschichte eines Fußballwunders“ von Christof Kneer.

Die Autoren sind zwei der profiliertesten und versiertesten Fußballschreiber im Land: Günter Klein arbeitet für den „Münchner Merkur“ und damit im Ippen-Netzwerk auch für die Frankfurter Rundschau, Christoph Kneer für die „Süddeutsche Zeitung“. Beide haben Flick als Nationalmannschafts- und Bayern-Reporter seit anderthalb Jahrzehnten begleitet. Klein gibt in seiner enormen Fleißarbeit einen Überblick über die Entwicklung vom Amateurcoach beim FC Bammental zum gefeierten und nun wohl scheidenden Trainer des Weltpokalsiegers.

Hansi Flick kann „knallhart sein“

Kneer konzentriert sich auf die neuneinhalb Monate, seit Flick zum Nachfolger von Niko Kovac beim FC Bayern wurde und sodann die Fußballwelt aus den Angeln hob. Der „SZ“-Redakteur sprach mit Flick selbst, mit Uli Hoeneß, Miroslav Klose und sogar mit Thomas Tuchel, dessen Mannschaft Paris Saint-Germain Flick mit den Bayern im Finale der Champions League 2020 geschlagen hatte. Kneer beschreibt die 36 Spiele bis zum umjubelten Königsklassenerfolg und zeigt dabei auch Seiten an Flick, die bisher niemand kannte.

Als der Autor Günter Klein den Fußballtrainer Hansi Flick im vergangenen Sommer am Telefon informierte, dass er vorhabe, eine Hansi-Flick-Biografie zu schreiben, wurde das erwartungsgemäß mit Zurückhaltung, aber nicht mit Ablehnung aufgenommen. „Flick fand, dass es zu früh sei, eine Biografie über ihn zu schreiben, aber er zeigte auch Verständnis, dass nach der Saison 2019/20 Interesse daran entstanden ist und blockierte seine Kontakte nicht“, berichtet Klein.

Topfavorit auf Nachfolge von Joachim Löw

Der umtriebige 58-Jährige machte sich auf in die Heimat des Trainers zwischen Heidelberg und Hoffenheim, er sprach mit zahllosen ehemaligen und aktuellen Weggefährten. Am Anfang habe er sich noch gefragt, ob die Person Hansi Flick tatsächlich ein ganzes Buch hergebe, am Ende wusste er: Ja, das tut der oft unterschätzte Topfavorit auf die Bundestrainer-Nachfolge von Joachim Löw.

Klein und Kneer kommen gemeinsam zu dem Ergebnis: Hansi Flick, der gleichermaßen fachkompetente wie empathische und zielstrebige Kümmerer, war genau der richtige Mann am richtigen Ort zur richtigen Zeit in der Corona-Krise, um eine der unglaublichsten Erfolgstorys der Fußballgeschichte zu schreiben. Und auch das, was jetzt die Republik und der FC Bayern an einem erkennbar genervt und angriffslustig wirkenden Hans-Dieter Flick erkennen können, wusste sein alter Kumpel Lothar Matthäus schon lange: „Er kann auch knallhart sein.“

Doppeltes Nachlesen lohnt sich.

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