Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Sie fliege hooooch: Die Spielerinnen des FC Bayern bejubeln nach dem Schlusspfiff den Gewinn der Deutschen Meisterschaft und lassen dabei Simone Laudehr hochleben.
+
Sie fliege hooooch: Die Spielerinnen des FC Bayern bejubeln nach dem Schlusspfiff den Gewinn der Deutschen Meisterschaft und lassen dabei Simone Laudehr hochleben.

Deutscher Meisterinnen kommen aus München

Das perfekte Ende

  • Frank Hellmann
    VonFrank Hellmann
    schließen

Mit dem Abschied von Simone Laudehr könnten die Frauen des FC Bayern gleichzeitig eine neue Ära einleiten.

Simone Laudehr kämpfte erkennbar mit den Tränen. Eine der leidensfähigsten deutschen Fußballerinnen schien schier überwältigt von den Gefühlen. „Mit der Meisterschale vom Platz zu gehen, das ist unglaublich“, sagte die 34-Jährige, der es vergönnt war, beim 4:0 gegen Eintracht Frankfurt noch einige Minuten für den FC Bayern mitzuspielen. Dass die 103-fache Nationalspielerin gemeinsam mit Lina Magull die Schale empfing, war die passende Geste an einem perfekten Nachmittag auf dem Münchner Campus. „Der Meistertitel kommt für mich direkt hinter dem Weltmeistertitel 2007. Ich bin jetzt wirklich ewig Zweite geworden. Darauf habe ich jahrelang hingefiebert und jetzt habe ich sie endlich gewonnen.“

Die Medaille baumelte locker über ihrem roten Meister-T-Shirt – das machte insgesamt einen ordentlichen Eindruck. Anders als einst im WM-Finale 2007 in China, als die junge Draufgängerin sich nach ihrem Tor zum 2:0 gegen Brasilien spontan das Trikot vom Leib gerissen. Der Treffer wurde später zum „Tor des Monats“ in der ARD-Sportschau gekürt, noch heute unterschreibt sie auf Autogrammkarten, die ihren Waschbrettbauch zeigen.

Zwischen 2007 und 2021 liegt hingegen eine Tour, die manchmal auch zur Tortur wurde – wegen vieler Rückschläge wie bei der Heim-WM 2011, aber auch zahlreichen Verletzungen. Nun konnte die ehemalige FFC-Spielerin konstatieren: „Das ist das perfekte Ende.“

Gleichzeitig könnte es der Anfang einer neuen Ära in der Frauen-Bundesliga sein. „Unsere Frauen haben eine großartige Saison gespielt“, lobte Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge, der unter den 150 zugelassenen Zuschauern saß. „Ich finde die Entwicklung des Frauenfußballs beim FC Bayern extrem positiv. Wir machen das seit 50 Jahren, das darf man nicht vergessen.“ Doch erst seit einigen Jahren betreibt auch der FC Bayern für eine lange stiefmütterlich behandelte Abteilung einen finanziellen Aufwand, der der Dachmarke angemessen ist. Dennoch gewann der VfL Wolfsburg viermal in Folge das Double. Nun ist diese Vorherrschaft gebrochen. Dass es nicht bei vier Meisterschaften (1976, 2015, 2016 und 2021) für die FCB-Frauen bleiben wird, sondern sich womöglich bald eine Dominanz wie bei Männern entwickelt, deutete zuletzt Ralf Kellermann, der Sportliche Leiter beim Rivalen Wolfsburg an. Beim Werben um die beste Spielerinnen würden die Bayern mittlerweile deutlich mehr als die Niedersachsen bieten, behauptet Kellermann. In München scheint aber auch endlich die Gesamtstrategie zu passen. „Die Verantwortlichen haben zu Beginn der Saison viele richtige wie wichtige Entscheidungen getroffen und ein schlagkräftiges Team zusammengestellt“, hielt Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg anerkennend fest.

Saki Kumagai kommt

Es besteht kein Zweifel, wo die Bayern hinwollen. Ganz nach oben. „National haben wir das jetzt geschafft und international wollen wir den Weg noch weiter gehen“, sagte Präsident Herbert Hainer. Vergangenen Sommer wurden die deutschen Nationalspielerinnen Marina Hegering, Klara Bühl oder Lea Schüller verpflichtet, dazu die Schwedin Hanna Glas oder die Französin Viviane Asseyi. Nächsten Sommer kommt die Weltklassespielerin Saki Kumagai von Olympique Lyon. Erklärtes Ziel der 30 Jahre alten Kapitänin des japanischen Nationalteams: „Ich möchte mit Bayern München die Champions League gewinnen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare