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Der Harte und der Zarte: Leipzigs Offensivduo Alexander Sörloth und Christopher Nkunku (vorne) nach dem zweiten Tor in Freiburg.
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Der Harte und der Zarte: Leipzigs Offensivduo Alexander Sörloth und Christopher Nkunku (vorne) nach dem zweiten Tor in Freiburg.

Christopher Nkunku bei RB Leipzig

Das letzte Puzzleteil

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
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RB Leipzig zeigt beim Sieg in Freiburg, dass es ein ernsthafter Bayern-Herausforderer sein kann in dieser Saison – das liegt auch an einem „Juwel“ im Angriff.

Irgendwann in diesem bald einseitigen Spiel hat Christopher Nkunku die Muse gefunden für eine ungewöhnliche Art des Ballstoppens: Er brachte die von weither anfliegende Kugel mittels hinter dem Standbein gekreuztem rechten Bein zur Ruhe. Das war ein kleines Zauberstück, ein Moment großer Kunst, der schwer war, weil es so einfach aussah, verschnörkelt und sinnfrei, Ausdruck überbordender Freude am Spiel. So wie sich Christopher Nkunku momentan halt fühlt beim Brauseklub aus Leipzig.

Er ist endlich angekommen bei RB, dort, wo er den schnellen Timo Werner vergessen lassen soll. Sechs Tore und fünf Vorlagen in 19 Spielen sind dem Franzosen mit kongolesischen Wurzeln bisher gelungen, der Treffer, den er beim 3:0 (1:0)-Sieg beim SC Freiburg erzielte, gehörte zweifellos zu den leichteren. Ein schlechtes Anspiel von SC-Torwart Florian Müller kam zu Yussuf Poulsen, der allein vor dem Tor querlegte, Nkunku brauchte nur einzuschieben, es war das 1:0 (41.) und damit der Dosenöffner. Dass Nkunku später Alexander Sörloth (68.) uneigennützig das 2:0 auflegte, passte ins Bild.

Nkunku, dem RB-Trainer Julian Nagelsmann bescheinigte, „einen unglaublichen Huf“ zu haben und „ein lieber Mensch“ zu sein, spielt im zweiten Jahr in Leipzig. Der Offensivspieler, im Speckgürtel von Paris groß geworden, kam im Alter von 13 Jahren zur Nachwuchsakademie von Paris St. Germain, er ist stark im Dribbling, hat ein gutes Gespür für den Pass in die Spitze, auch wenn ihm mitunter Ballverluste in der Vorwärtsbewegung unterlaufen. Aber das passiert bei Spielern, die ins Risiko gehen. Und er ist noch jung, gerade 23. Sky-Experte Didi Hamann geriet am Samstag fast aus dem Häuschen, nannte Nkunku, 33 Millionen Euro schwer, ein „absolutes Juwel“. Nun hätte RB einen Spieler, der Tore vorbereite und mache. „Er ist das letzte Puzzleteil im Leipziger Spiel.“

Und es ist ja nicht nur Freiburgs Trainer Christian Streich, der die Leipziger als ernsthaften Konkurrenten von Bayern München im Titelrennen sieht. So wie RB momentan spielt, aggressiv im Pressing, schnell im Kontern, ballsicher und torgefährlich, „könnte es ein Zweikampf um die Meisterschaft bis zum Ende geben“, sagt Streich.

Die Sachsen brannten bei den unangenehmen Breisgauern beileibe kein Feuerwerk ab. Doch mit welcher Abgebrühtheit und Souveränität sie die Generalprobe vor dem Champions-League-Knaller gegen den FC Liverpool meisterten, war beeindruckend – RB zeigte Merkmale eines echten Titelkandidaten. mit sid

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