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Immer noch zu schnell für seine Gegner: Arjen Robben (links).

FC Groningen

Die Rückkehr des Arjen Robben

Der Ex-Bayern-Star feiert bei seinem Heimatverein FC Groningen ein viel beachtetes Comeback.

Die Nummer 10 auf dem Rücken, die Kapitänsbinde um den Arm – und auch der Antritt ist fast so dynamisch wie zu seiner Zeit beim FC Bayern: Arjen Robben ist zurück auf der Fußballbühne. 15 Monate nach seinem letzten Pflichtspiel für die Münchner steht der Niederländer für seinen Jugendklub FC Groningen wieder auf dem Platz. „Der erste Wettkampf war schon etwas Besonderes“, sagte der 36-Jährige nach dem Testspiel des niederländischen Erstligisten beim FC Almere City im Klub-TV mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

„Glücklich über meine ersten Minuten“, schrieb der Ex-Bayern-Profi anschließend in den sozialen Netzwerken zu Bildern, die ihn im Trikot seines neuen Klubs zeigen. Trainer Danny Buijs schwärmte nach dem 1:1 im Sender NOS über den Altstar: „Er ist immer noch fanatisch.“

Raus mit Applaus

Mit dem Gewinn von Meistertitel und DFB-Pokal hatte sich Robben im Sommer 2019 nach zehn Jahren aus München verabschiedet und kurz darauf eigentlich auch seine Fußballkarriere für beendet erklärt. Im Juni kündigte der 96-malige niederländische Nationalspieler dann aber überraschend sein Comeback an – „aus Liebe zum Klub“, wie er sagte.

Robben hatte 1996 in der Jugendakademie des FC Groningen seine Karriere begonnen. Sein Profi-Debüt hatte er auch für den Verein bestritten und 46 Partien für die erste Mannschaft absolviert. Über die Stationen PSV Eindhoven, FC Chelsea und Real Madrid kam er dann zu den Bayern, wo er die längste Zeit seiner Karriere verbrachte. „Viel Erfolg“, wünschten ihm die Münchner vor der Partie via Twitter.

Nach anstrengenden Wochen der Vorbereitung genoss Robben seinen ersten Auftritt im grün-weißen Groningen-Trikot sichtlich. „Es war schön, wieder auf dem Rasen zu stehen und Spielminuten zu sammeln“, sagte der Offensivspieler, der nach den vereinbarten 30 Minuten Spielzeit mit Applaus von den Team-Offiziellen und Ersatzspielern von den Rängen verabschiedet wurde. „Ich hatte zwei, drei Aktionen, von denen man denkt: Das war prima“, urteilte er im „Algemeen Dagblad“.

In Absprache mit Coach Buijs will Robben sein Pensum nun langsam steigern. Eine halbe Stunde sei für den Anfang das „maximal Machbare“ gewesen. „Darauf können wir aufbauen, die Anzahl der Spielminuten ausweiten“, sagte er. Es werde sicher auch mal Rückschläge geben und Spiele, bei denen er nicht auf dem Platz stehen werde. „Ich gebe mein Bestes, lasst uns das so gut wie möglich machen.“

Körperlich machte der langjährige Bayern-Profi bei seiner Rückkehr jedoch einen guten Eindruck. „Für mein Alter bin ich sehr fit, was Kondition und Kraft angeht“, sagte Robben. „Aber ich muss meinen Körper, die Sehnen und Muskeln genau im Auge behalten.“ Drei Wochen bleiben ihm bis zum Saisonstart am 13. September, dann geht es gegen den Vorjahresvierten PSV Eindhoven mit Coach Roger Schmidt. Robben neigte schon zu seiner Bayern-Zeit zu Verletzungen.

In den Niederlanden wurde das Comeback aufmerksam verfolgt. Der Klub hielt die Fan-Gemeinde, die wegen der Corona-Pandemie außen vor bleiben musste, über die sozialen Netzwerke auf dem Laufenden. Das „Algemeen Dagblad“ schrieb, das Spiel werde „für alle Zeit untrennbar mit der offiziellen Rückkehr von Arjen Robben auf die niederländischen Fußballfelder verbunden sein“. (dpa)

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