1. Startseite
  2. Sport
  3. Fußball

Darmstädter Lust versus Hamburger Last

Erstellt:

Von: Daniel Schmitt

Kommentare

Auf und davon: Darmstadt-Angreifer Mathias Honsak im Hinspiel beim Hamburger SV.
Auf und davon: Darmstadt-Angreifer Mathias Honsak im Hinspiel beim Hamburger SV. © imago images/Eibner

Der Zweitliga-Spitzenreiter Darmstadt 98 kann den Aufstiegsfavoriten erst einmal abhängen in der Tabelle – doch Trainer Lieberknecht bleibt bescheiden.

Der Trend beim Hamburger SV ist positiv, der erfightete Derbysieg gegen den Rivalen aus St. Pauli hat spürbar Auftrieb gegeben, die Ausgangslage mit nur noch drei Zählern Rückstand auf Aufstiegsrang zwei ist zumindest besser als noch vor einigen Wochen. Aber: Zu verlieren haben sie am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) beim HSV dann doch eine ganze Menge. Zum Beispiel den Spitzenreiter SV Darmstadt 98 endgültig aus den Augen.

Die Lilien, der Überraschungs-Erste in Fußballliga zwei, könnte mit einem Heimsieg vor nur 1000 Zuschauenden – ab Montag wären 7000 im Stadion am Böllenfalltor erlaubt gewesen – den Rothosen bis auf acht Punkte enteilen. Torsten Lieberknecht, der Darmstädter Trainer, stellt daher fest: „Die Jungs brennen auf das Spiel gegen den HSV.“ Und: „Es ist eine große Lust da.“

Die Tabellenkonstellation, die prächtige Ausgangslage für den SV 98 an der Spitze des Tableaus will Lieberknecht indes nicht in der Vordergrund rücken. Ein altbekanntes Muster, das sicher auch seinen Teil dazu beträgt, die Lockerheit trotz des von Spieltag zu Spieltag wahrscheinlicher werdenden Aufstiegs zu bewahren. „Wir wollen uns nicht vergleichen und auf eine Höhe mit dem HSV stellen“, betont der Darmstädter Trainer und schiebt den Druck weiter in die Hansestadt: „Wir brauchen eine außergewöhnliche Leistung, um an diesem Tag zu bestehen.“ Der HSV aber wohl auch.

Zumal die Darmstädter in diesen ersten Wochen des Jahres noch nicht einmal auf die Tore ihres Knipserdoppels angewiesen waren. Phillip Tietz und Luca Pfeiffer warten seit vier Partien auf einen eigenen Treffer - obwohl die Lilien in den zuletzt gegen Ingolstadt (2:0) und Karlsruhe (2:2) rekordverdächtige 26 und 31 Torabschlüsse abfeuerten. „Ich finde das eigentlich ganz geil“ nimmt’s Lieberknecht auf seine ganz eigene Art zur Kenntnis, denn: „Was passiert denn, wenn sie wieder anfangen zu treffen? Dann sind wir echt gut.“ Torsten Lieberknecht, die personifizierte Leichtigkeit, sinnbildlich für den ganzen Klub, der am Sonntag wenig zu verlieren hat - außer mit dem HSV einen weiteren Aufstiegskonkurrenten.

Auch interessant

Kommentare