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Huckepack: Darmstadts Torschütze Marvin Mehlem (re.) jubelt mit Erich Berko.
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Huckepack: Darmstadts Torschütze Marvin Mehlem (re.) jubelt mit Erich Berko.

Kellerduell der 2. Bundesliga

Darmstadt zum Sieg gegrölt

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
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Der SV Darmstadt 98 dreht mit einer Energieleistung das Spiel gegen den SV Sandhausen und holt den ersten Dreier des Jahres. Mittelfeldspieler Marvin Mehlem trifft doppelt.

Das Zweitligaduell zwischen dem SV Darmstadt 98 und dem SV Sandhausen entpuppte sich am gestrigen Abend nicht nur als reines Fußballspiel. Klar, es wurde natürlich auch Fußball gespielt, überraschend ansehnlicher sogar mit Blick auf zwei derzeit im Abstiegskampf steckenden Teams. Hüben wie drüben gab es reihenweise Torchancen, mal waren die Hausherren besser, mal die Gäste. Flankiert aber wurde der südhessische 2:1 (1:1)-Heimerfolg zusätzlich von einer Menge Schreierei.

Zuvorderst natürlich auf dem Platz, wo die 22 Akteure den auf ihnen lastenden Druck ganz offenbar in Kreischerei zu verpacken versuchten. Sie feuerten sich nach gelungenen Aktionen gegenseitig laut an, und noch lauter nach misslungenen. Sie schrien in Richtung des Schiedsrichters, sie wurden angeschrien – von ihren beiden an der Seitenlinie äußerst umtriebigen Trainern und – noch bemerkenswerter – von Teilen der Klubverantwortlichen auf der Tribüne. Mitunter hatte das auf den Rängen etwas von einer wilden Fangrölerei in der Kurve. „Wir haben gefightet bis zum Schluss“, sagte Darmstadts Doppeltorschütze Marvin Mehlem: „Wir haben alles gegeben und sind natürlich sehr zufrieden.“

Doppelpacker Mehlem

Im Vorfeld des „ersten von 17 Schlüsselspielen“, so Lilien-Trainer Markus Anfang, hatten sie sich in Darmstadt trotz ihrer zuvor vier Partien andauernden Niederlagenserie gut zugeredet, Hauptsache nicht die Nerven verlieren. Und je häufiger sie also davon sprachen, diese innere Unruhe bitte, bitte nicht aufkommen zu lassen, desto eher schien sie in die Gedanken einzudringen. Zumindest anfangs. Völlig verunsichert starteten die Darmstädter ins Spiel und wurden passenderweise für diese insgesamt bisher so unglücklich verlaufende Runde sofort bestraft. Die erste Freistoßflanke der Gäste flog in den Strafraum, Kopfball, abgefälscht, 1:0 für Sandhausen nach gerade einmal 32 Sekunden. Torschütze: Nils Röseler – mit dem Rücken.

Der Horrorstart hinterließ Spuren bei den Hausherren. Nach zehn Minuten schon hätte es gut und gerne auch 3:0 für Sandhausen stehen können, vielleicht sogar müssen. Ein „dummer Anfang“ sei das gewesen, stellte Mehlem fest. Die Lilien hielten den knappen Rückstand nur mit viel Dusel. Und dann? Dann begann die Anfeuerungsschreierei, gefolgt von sich ins Spiel zurück wühlenden Lilien-Profis. Das war nicht immer schön, was die Anfang-Elf da fabrizierte, es war nun aber zielstrebiger.

Tobias Kempe mit einem Drehschuss gegen die Latte (30.) und Serdar Dursun (32., 34.) vergaben erste Chancen, ehe Mehlem einen Querpass von Erich Berko zum 1:1 ins Netz schob (36.).

Quasi mit dem ersten Angriff im zweiten Abschnitt drehte erneut Mehlem das Spiel endgültig. Der 23-jährige Mittelfeldmann schob diesmal nach Vorarbeit von Winterzugang und Startelfdebütant Christian Clemens zum 2:1 ein (48.). Fortan entwickelte sich ein wildes Spiel. Während Fabian Schnellhardt noch einen Freistoß an die Latte zimmerte (84.), hielt die Hintermannschaft der Lilien den Gästebemühungen in der Schlussphase stand. In allerletzter Minute rettete der Darmstädter Keeper Marcel Schuhen noch in höchster Not, sicherte damit nicht nur diesen wichtigen Willenssieg, sondern brachte den Lilien auch sechs Zähler Vorsprung auf den Tabellen-17. aus Sandhausen ein. Begleitet wurde dies – na klar – von lauten Jubelschreien.

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