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Bleibt er in Darmstadt? Markus Anfang (links) mit Co-Trainer Florian Junge.
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Will weg: Markus Anfang (links) mit seinem Co-Trainer Florian Junge.

SV Darmstadt 98

Darmstadt 98: Wechsel von Trainer Markus Anfang zu Werder Bremen geplatzt

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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  • Daniel Schmitt
    Daniel Schmitt
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Der vorzeitige Abgang von Markus Anfang, dem Trainer des SV Darmstadt 98, zum Bundesligaabsteiger SV Werder Bremen schien schon fast perfekt zu sein. Der Wechsel soll nun laut einem Medienbericht aber doch nicht zustande kommen. 

Update vom 31.05.2021, 23.45 Uhr: Aufregung beim SV Darmstadt 98: Trainer Markus Anfang, noch ein Jahr unter Vertrag beim Fußballzweitligisten, hatte sich eigentlich für einen Wechsel zum Bundesligaabsteiger SV Werder Bremen entschlossen. Bloß: Dem Vernehmen nach konnten sich die beiden Klubs nicht über eine Ablöse für den 46-Jährigen einigen.

Wie der „Kicker“ am späten Montagabend berichtet, habe der SV Werder eine „absolut marktgerechte Forderung“ des SV 98 nicht akzeptiert und nun doch von einer Verpflichtung des eigentlichen Wunschtrainers Abstand genommen. Grundsätzlich zeige man sich in Darmstadt vom Ablauf des Verfahrens „ausgesprochen irritiert“, so das Fachmagazin. Dem Bericht zufolge hätten die Bremer eine Ablöse von 200.000 Euro für Anfang geboten - zu wenig für die Südhessen. Inwiefern tatsächlich das letzte Worte in dieser Causa gesprochen ist, da der Trainer ja auch selbst gerne gewechselt wäre, bleibt abzuwarten. (dani)

Erstmeldung vom 31.05.2021, 17.30 Uhr: Der SV Darmstadt 98 muss sich wohl einen neuen Trainer suchen. Markus Anfang, eigentlich noch eine weitere Saison vertraglich gebunden an den hessischen Fußballzweitligisten, will sich nach FR-Informationen dem SV Werder Bremen anschließen. Anfang und der Bundesligaabsteiger sind sich bereits einig, nun müssen nur noch die beiden Klubs überein kommen. Eine Ablöse von etwa 250 000 Euro steht im Raum.

Der SV Werder hatte bei der Suche nach einem Nachfolger für Florian Kohfeldt (und den Ein Spiel-Trainer Thomas Schaaf) einen umfangreichen Findungsprozess eingeleitet, wie der Bremer Sportchef Frank Baumann unlängst verriet. Etliche Kandidaten standen auf der Liste, die sich letztlich auf deren drei reduzierte: Ole Werner (Holstein Kiel), Peter Zeidler (FC St. Gallen) und eben Markus Anfang. Was für den 46-Jährigen spricht: Anfang hat nach seinen Stationen in Kiel, beim 1. FC Köln und bei den Lilien bereits eine Menge Zweitligaerfahrung vorzuweisen, er präferiert offensiven Ballbesitzfußball und kann auch mit vergleichsweise unruhigen Umfeldern (siehe Köln) umgehen. Dazu formte er die Darmstädter in der zweiten Saisonhälfte der abgelaufenen Runde zu einem Topteam des Fußball-Unterhauses - Dritter wurden die Südhessen in der Rückrundentabelle hinter den Aufsteigern Bochum und Fürth.

Marco Bode hört bei Werder Bremen auf

Neben der Personalie Anfang ploppte in Bremen gestern auch eine weitere auf: Aufsichtsratschef Marco Bode stellt sich nach sieben Jahren nicht mehr zur Wiederwahl. Der Ex-Nationalspieler, Vize-Weltmeister 2002, erklärte im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau, dass auch seine drei weiteren von den Mitgliedern zu wählenden Aufsichtsratskollegen den Weg für einen Wandel freimachen würden. Bis zur wegen der Corona-Pandemie auf die ersten Septemberwochen dieses Jahres verschobene Mitgliederversammlung wird Bode im Amt bleiben. „Es geht nicht um einen Rücktritt, sondern darum, Werder Bremen die Chance zur Erneuerung zu geben.“ Die Entscheidung sei ihm „schwergefallen“, sagte der 51-Jährige: „Der Abstieg war für mich ein einschneidendes Ergebnis, auf das ich gern verzichtet hätte“, so Bode, der als Meisterspieler in Bremen seine Heimat gefunden hat und Werder Bremen Zeit seiner aktiven Profikarriere immer treu geblieben war.

Ebenfalls entschieden ist, dass der nach dem Abstieg in der Kritik stehende Sport-Geschäftsführer Baumann weiterhin die sportlichen Geschicke bestimmt. „Wir sind überzeugt, dass Frank den Job kann“, so Bode. „Wir wollen nicht, dass hier alles über den Haufen geworfen wird.“ Baumann hat sich jetzt ganz offenbar für Markus Anfang als neuen Cheftrainer entschieden. Eine offizielle Bestätigung steht jedoch noch aus.

Darmstadt 98 steht vor großem Umbruch

Klar ist aber: Anfang hatte im vergangenen Jahr mehrfach erklärt, dass er gerne anders auf dem Transfermarkt agiert hätte, deutlich offensiver. Bloß: Das Geld fehlte, die Darmstädter hielten ihre Kohle - verständlicherweise - lieber beisammen. Auch Anfang hat das natürlich verstanden und akzeptiert, mit dem große Ehrgeiz des Trainers passte das aber nur bedingt zusammen. Nun werden sich die Darmstädter also nach einem neuen Chefcoach umsehen müssen, der dann nach den Abgängen von Leistungsträgern wie Serdar Dursun, Victor Palsson oder Immanuel Höhn einen sportlichen Umbruch zu bewerkstelligen hat. Und die Zeit drängt: Bereits am 16. Juni wollen die Darmstädter erstmals wieder am Böllenfalltor zusammenkommen, danach diverse Leistungstest absolvieren und drei Tage später, am 19. Juni, auch auf dem Trainingsplatz loslegen.

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