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Nur nicht stolpern: Darmstadts Trainer Torsten Lieberknecht.
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Nur nicht stolpern: Darmstadts Trainer Torsten Lieberknecht.

Lilien

Darmstadt 98: Corona-Fälle vor dem Saisonstart

  • Daniel Schmitt
    VonDaniel Schmitt
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Trotz dreier Corona-Fälle und einer holprigen Vorbereitung will Trainer Torsten Lieberknecht vom SV Darmstadt 98 nicht lamentieren - er befindet sich voll im „Modus der Herausforderung“.

Beim kleinen SV Darmstadt 98 sind sie in dieser Saisonvorbereitung auf großen Spuren gewandelt. Auf jenen von Weltstars des Fußballs, von Pep Guardiola zum Beispiel, oder José Mourinho, oder Louis van Gaal. Allesamt Fußballlehrer von Format, ausgezeichnet mit Meistertiteln, Pokalsiegen, Champions-League-Triumphen. Und dann der Zweitligist aus dem Südhessischen.

Beim Darmstädter Trainigslager in Herxheim hingen großartigen Fußballlehrer an der Wand, grinsten von einem Bild in der Hotelbar hinab und schauten mit an, was die Lilien da so verzapften. Der FC Barcelona, Arsenal London, Celtic Glasgow - viele Topteams waren schon zu Gast in der beschaulichen Pfalz und bereiteten sich dort vor. Torsten Lieberknecht, wenn man so will der Pep Guardiola des SVD, also der Trainer, zeigte sich wie seine prominenteren Vorgänger in Herxheim „zufrieden“. In Darmstadt fühlen sie sich trotz einer sehr, sehr holprigen Vorbereitung mit Verletzungssorgen, späten Transfers und drei Corona-Fällen „gut gerüstet“ für den bevorstehenden Zweitligaauftakt am Samstag (13.30 Uhr) daheim gegen Jahn Regensburg. „Lamentieren gehört nicht zu meinem Repertoire“, sagt Lieberknecht: „Wenn angepfiffen wird, werden wir parat sein.“ Er und das Team seien im „Modus der Herausforderungen“. Weiter: „Von Tag zu Tag, von Minute zu Minute kommst du mehr in diesen Drive.“

Neben den Verletzten Marvin Mehlem, Aaron Seydel und Tim Skarke werden am Samstag die drei mit Corona infizierten Profis Patric Pfeiffer, Frank Ronstadt und Braydon Manu fehlen. Sie zeigen zwar keine schwerwiegenden Symptome, dürfen aber natürlich nicht spielen. „Und die Gefahr ist da, dass der eh schon dezimierte Kader durch eine behördliche Anordnung nochmals dezimiert werden könnte“, benennt Lieberknecht Offensichtliches im Hinblick auf mögliche Quarantäne-Anordnungen für Kontaktpersonen. Gespielt werden soll dennoch, übrigens vor 4786 Fans (darunter 484 aus Regensburg). „Wir werden leidenschaftlich kämpfen“, verspricht Lieberknecht glaubhaft.

Darmstadt 98: Eine klebrige Einheit

Zwölf Spieler sind bei den Lilien im Sommer gegangen, darunter Leistungsträger wie Serdar Dursun, Victor Palsson, Immanuel Höhn und Lars Lukas Mai, zehn kamen neu dazu. Ein personeller Umbruch, der in diesem Ausmaß nicht gewollt, aber kaum zu vermeiden war. Viel Bares liegt am Bölle nun mal nicht rum auf der Stadionbaustelle, im Gegenteil, es muss schon aus den sandigen Nischen zusammengekratzt werden.

Sportchef Carsten Wehlmann und Trainer Lieberknecht bilden ein gutes Team, eine Einheit, sie strahlen Selbstvertrauen aus, obwohl ein Abrutschen in der Tabelle (letzte Saison: Platz sieben) einkalkuliert werden muss.

Einige Neuankömmlinge haben freilich spannende Geschichten mitgebracht: Philip Tietz zum Beispiel, Stürmer und vom hessischen Rivalen Wehen Wiesbaden geholt, kennt Lieberknecht seit der Kindheit. Beide wohnten sie in derselben Straße in Braunschweig. Oder Luca Pfeiffer, ebenfalls Stürmer und vom dänischen Vizemeister FC Midtjylland verpflichtet, der einst die Luft von Anfield atmete. Im Oktober 2020 war das, als Pfeiffer es in der Königsklasse für neun Minütchen mit den Liverpooler Jungs von Jürgen Klopp aufnehmen durfte. „Es war ein brutales Gefühl.“

Neben Pfeiffer und Tietz drängen auch andere Neue in die Startelf. Benjamin Goller (Karlsruher SC) auf dem Flügel, Lasse Sobiech (1. FC Köln) und Jannik Müller (Dunajska Streda) in der Abwehrzentrale, Emir Karic (SCR Altach) im Mittelfeld. Zuletzt holten die Lilien noch Sechser Nemanja Celic (WSG Tirol) dazu. Natürlich aber wird es neben Trainer Lieberknecht vor allem auf die erfahrenen Profis ankommen, etwa Kapitän Fabian Holland und dessen Stellvertreter Tobias Kempe. Sie müssen den Klebstoff innerhalb der Truppe schaffen, um den Umbruch bewerkstelligen zu können.

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