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Der SV Darmstadt 98 ist bereits der zwölfte Profiverein des serbischen Neuzugangs Ognjen Ozegovic, er ist erst 25 Jahre alt. 

Neuzugänge Ozegovic und Park

SV Darmstadt 98: Bedenkenlos ins kalte Wasser

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Gegen den 1. FC Nürnberg will der SV Darmstadt 98 am Sonntag zurück in die Erfolgsspur – mit zwei neuen Gesichtern im Kader.

Zu Beginn ein nettes Lesevergnügen gefällig? Bitteschön. Banat Zrenjanin, FK Vozdovac, FK Rad, Roter Stern Belgrad, FK Jagodina, Vorac Cacak und FK Vojvodina. Nun gut, ist zugegebenermaßen doch nicht so nett dieser Lesespaß, eher eine ganz schön knifflige Aufgabe. Aber versprochen, es ist bald vorbei, aufgeben jetzt nicht mehr nötig. Also rasch weiter: Changchun Yatai, FK Cukaricki, Arsenal Tula und Partizan Belgrad. Puh, geschafft, denn der neueste Fußballverein in der prall gefüllten Vita von (Achtung, noch so ein Zungenbrecher) Ognjen Ozegovic geht dann doch vergleichsweise leicht über die Lippen: Es ist der deutsche Fußball-Zweitligist SV Darmstadt 98.

Vor zwei Wochen haben die Südhessen in den letzten Zügen der Transferperiode wie berichtet noch zweimal auf dem Spielermarkt zugeschlagen. Zum einen verpflichteten die Lilien den 25 Jahre alten serbischen Stürmer Ozegovic und statteten ihn mit einem Zweijahresvertrag aus, zum anderen holten sie den 22 Jahre jungen südkoreanischen Mittelfeldmann Seung-ho Paik für drei Spielzeiten vom FC Girona aus Spanien – noch so einer mit kompliziertem Namen.

Diese beiden Neuen, so der Darmstädter Trainer Dimitrios Grammozis am Freitag, könnten schon am Sonntag (13.30 Uhr) im Heimspiel gegen den Bundesligaabsteiger 1. FC Nürnberg ihr Debüt im blauen Dress geben. Und das, obwohl sie erst in diesem Wochenverlauf ins Training bei den Lilien eingestiegen sind. Paik weilte bis Donnerstag bei seiner Nationalmannschaft, Ozegovic hatte noch Anmeldeformalitäten zu klären. „Ich hätte dennoch keine Bauchschmerzen, sie bereits am Wochenende spielen zu lassen. Das sind beides Jungs, die wissen, wie es geht“, sagt Grammozis.

Auf den gelungenen Saisonstart der Darmstädter mit vier Punkten aus den ersten beiden Ligaspielen sowie dem souveränen Weiterkommen im Pokal folgte eine negative Entwicklung. Aus den drei Begegnungen gegen Osnabrück (0:4), Dresden (0:0) und Sandhausen (0:1) blieb für die Grammozis-Schützlinge gerade mal ein Pünktchen haften, einen eigenen Treffer erzielten die Darmstädter nicht. Darauf reagierten die Verantwortlichen nun mit leichten Korrekturen am Kader und erhoffen sich qualitativ nicht nur in der Spitze, sondern vor allem in der Breite eine Verbesserung.

So stand Grammozis zuletzt nur ein Mittelstürmer zur Verfügung, Serdar Dursun, da dessen Ersatzmann Felix Platte mal wieder vom Verletzungspech gebeutelt ist. Das war der Leistung von Torjäger Dursun nicht wirklich zuträglich, die Form alles andere als berauschend. Ozegovic soll nun Druck auf die Stammkraft machen. Ähnliches gilt für den Südkoreaner Paik, da im defensiven Mittelfeld zwar relativ viel Auswahl zur Verfügung steht – Victor Palsson (diesmal gelbgesperrt), Fabian Schnellhardt, Yannick Stark und auch Tobias Kempe –, alle diese Profikicker bisher aber nicht konstant überzeugen konnten.

Gerade die Bilanz von Kempe ist ernüchternd, vor allem für ihn selbst. Der 30-Jährige, in der vergangenen Runde noch unumstrittener Stammspieler und Leistungsträger, ist im Team der Darmstädter bisher der Verlierer der Saison. Nicht, weil er schlechte Leistungen gezeigt hätte, sondern weil er quasi gar keine Leistungen mehr zeigen darf. Grammozis berücksichtigte den erfahrenen Mann bisher erst 26 Minuten. Immerhin: Beim 2:1-Testsieg gegen den SV Sandhausen während der Länderspielpause erzielte Kempe beide Treffer und bot sich damit für einen Einsatz gegen seinen ehemaligen Klub aus Nürnberg an.

„Wir haben in der vergangenen Woche intensiv mit den Jungs gearbeitet“, sagt Grammozis ganz allgemein und sieht seine Jungs im Aufwind: „Nürnberg zählt zu den Topteams der Liga, aber sie sind schlagbar. Wir spielen zu Hause, wollen ein gutes Spiel abliefern und die drei Punkte hier behalten.“

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