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Darmstadt 98 mit erstem Sieg: Der Geistesblitz des Braydon Manu

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Von: Daniel Schmitt

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Besonderer Torjubel: Braydon Manu samt Fischerhut.
Besonderer Torjubel: Braydon Manu samt Fischerhut. © dpa

Der SV Darmstadt 98 feiert den ersten Saisonsieg, weil Braydon Manu sein eigenes Ding macht und Marvin Mehlem mitdenkt.

In dieser das Zweitligaspiel zwischen Darmstadt 98 und dem SV Sandhausen entscheidenden 55 Minute hallte es den 22 Fußballern auf dem Feld recht eindeutig von den Tribünen am Böllenfalltor entgegen: Schieß‘, jetzt schiiieeeß doch! Er tat es nicht. Braydon Manu nämlich, der kleine Große im Trikot der Lilien, behielt unter Druck die Übersicht, holte aus und passte wider der lautstarken Fan-Wünsche in den Lauf des durchstartenden Mitspielers Marvin Mehlem, für den es nun ein Leichtes sein sollte, alleine vor dem Gästetor den 2:1 (1:1)-Siegtreffer für die Südhessen zu erzielen.

Überhaupt war es Braydon Manu, der der Begegnung an diesem zweiten Spieltag der Saison seinen Stempel aufdrückte. Der Flügelspieler mit den Stakkatoschritten, der diesmal von Trainer Torsten Lieberknecht als zweite, etwas hängende Spitze aufgeboten wurde, hatte früh in der Partie bereits das 1:0 für die Darmstädter erzielt (12.). Eine schnelle Wendung, ein knallharter Abschluss aus halblinker Position, einfach ein schöner Treffer - abgerundet vom ihm eigenen Braydon-Manu-Torjubel samt Fischerhut auf dem Kopf.

Die Darmstädter hatten das Heimspiel vor 13 600 Fans ohnehin recht schwungvoll begonnen, überhaupt nicht beeindruckt von der 0:2-Saisonauftaktpleite in Regensburg. Sofort war die Mannschaft von Trainer Lieberknecht, der auf die defensive Personalknappheit mit dem eigentlichen Sechser Klaus Gjasula als Mittelmann einer Dreierkette reagierte, gut drin.

Debüt von Zimmermann

Dass es zur Pause dennoch nur 1:1 stand, lag zum einen daran, dass die Gastgeber nach ihrer frühen Führung vorne aus der fußballerischen Überlegenheit zu wenig Gefährliches herauskombinierten, auch sieben Ecken blieben ungenutzt. Und zum anderen schlugen die Gäste nach 24 Minuten eiskalt zu: Alexander Zhirov schoss den bei einer Standardsituation in den Strafraum geflogenen Ball zum Ausgleich ins Tor. Schmeichelhaft.

In Hälfte zwei schließlich, als auch Abwehrzugang Christoph Zimmermann für die Lilien sein Debüt gab und gerade in der Endphase etliche Bälle hinten rausköpfte, blieb es bei der Rollenverteilung. Ohne zu glänzen waren die Darmstädter überlegen, an Durchschlagskraft im vorderen Drittel mangelte es ihnen jedoch sichtbar - mit einer Ausnahme: Als Braydon Manu nicht hören wollte und Marvin Mehlem den ersten Saisonsieg vollendete.

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