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Darmstadt 98: Hoch hinaus

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Von: Jakob Böllhoff

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Patric Pfeiffer (links) köpft den Ball im hohen Bogen ins Magdeburger Tor.
Patric Pfeiffer (links) köpft den Ball im hohen Bogen ins Magdeburger Tor. © dpa

Dank eines schönen Kopfballtors von Patric Pfeiffer ist Darmstadt 98 Zweitliga-Herbstmeister. Beim 1:0-Sieg in Magdeburg hilft auch eine strittige Schiedsrichterentscheidung.

Der Vorabend hatte den Darmstädter Fußballern eine schöne Perspektive eröffnet: die vorzeitige Herbstmeisterschaft. Weil der Hamburger SV bei der SpVgg Greuther Fürth verloren hatte, konnte das Team von Trainer Torsten Lieberknecht mit einem Auswärtssieg in Magdeburg am Donnerstagabend auf vier Punkte davonziehen und sich den inoffiziellen Titel sichern – unabhängig vom Ausgang des letzten Hinrundenspiels am Wochenende.

Und so kam es auch. Mit 1:0 (0:0) gewann der SV Darmstadt 98 in Sachsen-Anhalt. In der 78. Spielminute erzielte Patric Pfeiffer das Siegtor für die Gäste, die ab der 54. Minute in Überzahl spielten. Cristiano Piccini hatte wegen Handspiels als letzter Mann Rot gesehen.

In Magdeburg erwartete die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht eine schwierige Aufgabe. Der Aufsteiger, mühsam in die Saison gestartet, war zuletzt gut in Form und holte aus den vergangenen drei Spielen sieben Punkte. Trainer Christian Titz hat seine Liebe zum gepflegten Kurzpassspiel, mit dem er sich einst beim Hamburger SV einen Namen machte, nicht aufgegeben, er ist da ein Stück weit Idealist. Flacher Spielaufbau, wenn es irgendwie geht – und manchmal auch, wenn nicht.

Die weiter von Verletzungssorgen geplagten Südhessen hielten dagegen, liefen immer wieder an, suchten die Räume und fanden sie ab und zu. Zehn Minuten waren gespielt, als sich Phillip Tietz im Eins-gegen-Eins mit FCM-Keeper Dominik Reimann wiederfand. Tietz versuchte es mit einem Chip oder etwas Ähnlichem, und scheiterte recht kläglich. Der Ball hoppelte am Tor vorbei.

Nach der Pause drückte dann erst einmal das Schiedsrichterteam dem Spiel seinen Stempel auf. Nach einem absichtlichen Handspiel des Magdeburgers Piccini – einem dreimaligen italienischen Nationalspieler – gab Referee Wolfgang Haslberger zunächst Gelb, bevor der VAR sich überflüssigerweise einmischte. Haslberger korrigierte sich und gab Rot, weil Marvin Mehlem womöglich freie Bahn aufs Tor gehabt hätte (54.). Strittige Entscheidung.

In Überzahl quälten die Lilien sich mit endlosem Ballbesitz gegen jetzt tiefstehende Gastgeber. Die Erlösung kam nach einer Ecke: Pfeiffer schwang sich in die Höhe und köpfte den Ball im hohen Bogen ins lange Eck . böl

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