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Darmstadt 98 hat Großes vor im Aufstiegskampf

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Von: Jakob Böllhoff

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Lilien-Trainer Torsten Lieberknecht.
Lilien-Trainer Torsten Lieberknecht. © Christian Charisius/dpa

Der SV Darmstadt 98 spielt gegen Holstein Kiel, träumt weiter vom Aufstieg, braucht dafür aber erstmal fittes Personal.

Am Freitagmorgen ist Torsten Lieberknecht auf dem Weg zur Arbeit wieder an diesem alten Plakat vorbeigekommen, auf dem der SV Darmstadt 98 für den Dauerkartenverkauf Werbung macht, vielleicht auch fürs Weihnachtsgeschäft, Lieberknecht weiß das nicht mehr so genau, aber sehr genau weiß er, dass ihm die Botschaft des Plakates gefällt: „Gemeinschaft ist das größte Geschenk.“

Lieberknecht, Trainer der Darmstädter Zweitligafußballer, hat das als zentralen Punkt für die entscheidende Saisonphase ausgemacht, wie er auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Holstein Kiel (Samstag, 13 Uhr/Sky) verriet. Erstmals seit langer Zeit kann das Stadion am Böllenfalltor wieder vollgemacht werden, 17 468 Fans passen hinein. „Als Gemeinschaft wollen und können wir Großes erreichen“, sagte Lieberknecht und verstand das auch als Appell an die Fans, dies „zu verinnerlichen“.

Es braucht nicht viel Phantasie, um zu erraten, was dieses „Große“ sein soll: der Aufstieg in die Bundesliga. Sieben Spiele vor Schluss liegt das Überraschungsteam auf Platz drei. Wobei Lieberknecht die Sache mit dem Aufstieg immer noch gerne mit komplizierten Sätzen umkreist, vermutlich, um sich und sein Team nicht angreifbar zu machen. Am Freitag hat er zum Beispiel gesagt: „Neben der richtigen, leichten Euphorie, dass wir bei der Musik dabei sind, darf man nicht vergessen, dass es immer noch ein Wahnsinn ist, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt darüber sprechen dürfen, dass wir eine Chance haben.“ Erstmal wolle man daher „in der Nüchternheit bleiben“.

Und nüchtern betrachtet ist es auch so, dass die Lilien zuletzt einen größeren Corona-Ausbruch zu überstehen hatten. Erst seit Donnerstag sind alle Profis freigetestet und nun zwar einsatzbereit; doch die geringe Trainingsbeteiligung in der Länderspielpause erschwert die Personalauswahl fürs Kiel-Spiel. Fest steht deshalb nur: Die Gemeinschaft soll’s richten.

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