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Umkämpftes Spiel ohne Happyend: Höhn (li.) gegen Goller. dpa
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Umkämpftes Spiel ohne Happyend: Höhn (li.) gegen Goller. dpa

Heimniederlage gegen Karlsruhe

Darmstadt 98: Der Druck wächst im Abstiegskampf

  • Daniel Schmitt
    VonDaniel Schmitt
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Der SV Darmstadt 98 steckt nach der Heimniederlage gegen den Karlsruher SC im Abstiegskampf fest - und muss jetzt erstmal auf die Konkurrenz schauen.

Markus Anfang ist dafür bekannt, sprichwörtlich unter Strom zu stehen. So war er früher als Bundesligaprofi schon, so ist er es auch heute mit mittlerweile 46 Jahren als Trainer des Fußballzweitligisten SV Darmstadt 98 noch. Da kann es in einer Trainingswoche auch mal vorkommen, dass er mit seinen Spielern aneinandergerät, verbal wohlgemerkt. Eine lautstarke Zankerei mit Victor Palsson ist aus dieser Woche überliefert, oder wie die Darmstädter Klub-Ikone Aytac Sulu das als TV-Experte liebevoll nannte: ein „kleines Techtelmechtel“.

Nun gut, nicht schlimm also, das gehört wohl dazu, vor allem dann, wenn Druck auf der sportlichen Situation drauf ist. Fünf Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone erlauben keine langen Schwächephasen in der Restrunde, zumal das kleine Polster nach der gestrigen 0:1 (0:0)-Heimniederlage gegen den Karlsruher SC bereits an diesem Wochenende noch weiter zusammenschrumpfen könnte. Kurzum: Die Lilien müssen aufpassen, richtig aufpassen.

Gegen den Tabellenfünften aus Baden entwickelte sich eine erste Hälfte, die anfangs nicht so recht wusste, auf welche Seite sie nun lieber kippen wollte. Erst ein perfektes Zuspiel des gebürtigen Karlsruhers im Darmstädter Dress, Marvin Mehlem, auf Stürmer Serdar Dursun, der den Ball aus halblinker Position allerdings nicht im Kasten unterbrachte (21. Spielminute), ließ die Lilien die Oberhand gewinnen. Fortan waren die Gastgeber die deutlich bessere Elf, spielerisch wie kämpferisch.

Markus Anfang feuert an

Und Markus Anfang, die menschliche Steckdose, trieb seine Truppe von draußen - wie immer - lautstark an, mit aufs Feld gebrüllten Anweisungen, selbst die optimale Ausführung von eigenen Abstößen betreffend. Einmal musste ihn der vierte Offizielle ermahnen, hatte Anfang doch fast den an der Seitenlinie entlang rollenden Ball gestoppt.

Der Antrieb von außen zeigte Wirkung. Elfmal schossen die Lilien in der ersten Hälfte aufs Tor, zweimal davon in Person von Tobias Kempe mit Freistößen (30., 41.) auch noch einigermaßen gefährlich. Die zuletzt viermal auswärts siegreichen Badener, die nach dem Sieg und vor den anderen Wochenendpartien nur noch drei Zähler Rückstand aufs Führungsquartett aufweisen, agierten dagegen äußerst harmlos. Oder anders formuliert: ziemlich enttäuschend.

Kyoung-Rok Choi trifft für KSC

Und was folgte dann? Selbstverständlich die Führung für den KSC, so ist das halt häufig im Fußballgeschäft: ein Schuss, ein Treffer. Der Karlsruher Kyoung-Rok Choi dribbelte von rechts in die Mitte, Doppelpass mit Marvin Wanitzek, präziser Linksschuss ins lange Eck und schon stand es 0:1 aus Sicht der Darmstädter (52.). Gut gespielt von den Gästen, dumm gelaufen für die Hausherren.

Der überraschende Gegentreffer hatte denn auch einen unangenehmen Effekt auf die Darmstädter. Sie trugen ihre Kombinationen nun wesentlich unsauberer vor, eigene Torchancen ließen in der zweiten Hälfte lange auf sich warten – genau genommen bis heute. Der Darmstädter Leistungsabfall war eklatant und vergrößert Sorgen sowie Druck vor dem kommenden Gastspiel in Paderborn.

Markus Anfang jedenfalls heizte seinen Jungs nach dem Abpfiff noch auf dem Rasen bis auf die Tribüne hörbar ein.

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