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Reaktionen nach EM-Aus

Wütender Dänemark-Stürmer: „Muss vorsichtig sein, was ich sage“

  • Stefan Krieger
    VonStefan Krieger
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Im Halbfinale endet die Reise der Dänen bei der Europameisterschaft 2021. Die Reaktionen reichen von Stolz bis Trauer - und Wut.

London – Die Dänen waren schon ein harter Gegner für Gastgeber England. Die bemerkenswerte Reise der Skandinavier endete erst spät und auf ganz besonders bittere Weise: In der Verlängerung durch einen äußerst fragwürdigen Foulelfmeter, verwandelt im Nachschuss durch Harry Kane.

Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat sich dessen ungeachtet bei der Fußball-Nationalmannschaft ihres Landes nach dem Ausscheiden im EM-Halbfinale bedankt. „Ihr habt Dänemark um euch herum versammelt. Außergewöhnlichen Zusammenhalt gezeigt, als es wirklich zählte. Selten sind wir stolzer gewesen! Danke für die Reise“, schrieb die Regierungschefin in den sozialen Netzwerken nach der 1:2-Niederlage gegen England am Mittwochabend.

EM 2021: Dänemark scheidet aus, das Prinzenpaar spendet Lob

Auch von höchster nationaler Seite gab es ein dickes Lob für das dänische Team bei der EM 2021. „Danke an unsere Nationalmannschaft für eine fantastische Europameisterschaft“, schrieben das Kronprinzenpaar Frederik und Mary sowie Prinz Christian bei Instagram: „Auch wenn die Party jetzt (für dieses Mal!) zu Ende ist, sind wir alle stolz auf die tolle Leistung, die wir gesehen haben. Danke, dass ihr mit eurem Herzen gekämpft und alles gegeben habt.“ Das Trio mit blauem Blut hatte das Team von Trainer Kasper Hjulmand beim Spiel gegen England vor Ort im Wembley-Stadion unterstützt.

Martin Braithwaite gegen John Stones.

Auch in der Presse Dänemarks wird die Leistung des Teams wohlwollend kommentiert. So schreibt B.T. nach dem tragischen Aus: „Mit der 1:2-Niederlage nach Verlängerung ist im EM-Halbfinale Endstation für die Truppe von Kasper Hjulmand, die die Herzen ganz Dänemarks - und auch Europas - gewonnen hat. Sie fielen mit Ehre. Denn es war eine heroische Leistung, die die Dänen in einem Spiel ablieferten, das es in sich hatte - unter anderem Traumtore von Damsgaard und Superparaden von Schmeichel - bei dem Matchwinner Harry Kane am Ende aber das Glück und den VAR-Rückenwind hatte.“

Leicht angefressen nach dem Spiel: Dänemarks Trainer Kasper Hjulmand.

Dänische Presse über EM 2021: „Die Sensation lauerte“

Von „Ehre und Würde“ ist im Ekstra Bladet die Rede: „Die Sensation lauerte, doch Dänemark ist bei der Europameisterschaft ausgeschieden. Sie sind mit Ehre und Würde gefallen. Das Spiel wurde durch einen Elfmeter von Joakim Maehle an Raheem Sterling in der ersten Hälfte der Verlängerung entschieden. Aber es war schwer zu erkennen, ob es einen direkten Kontakt zwischen Maehle und Sterling gab.“

Und Jyllands Posten schließlich sucht die Schuld nicht beim Schiedsrichter: „Sie gaben alles, aber es gab nichts mehr zu geben. Der dänischen Nationalmannschaft ging die Puste aus, als es nach einem Finalplatz roch. Die Konkurrenz war zu stark“, schreibt das Blatt.

Dänemarks Aus gegen England bei EM 2021: „Das macht mich ärgerlich“

Dänemarks Spieler waren empört angesichts der spielentscheidenden Elfmetersituation. „Vor allem die Art und Weise, wie wir verloren haben, macht es ein bisschen schwieriger, das wirklich zu verstehen, denn ich hatte das Gefühl, dass es nicht ganz fair war“, sagte Angreifer Martin Braithwaite: „Aber ich muss vorsichtig sein, was ich sage.“ Der Schiedsrichter habe nicht einmal sagen können, ob Joakim Maehle oder Mathias Jensen das vermeintliche Foul begangen habe, monierte Braithwaite. Mittelfeldspieler Pierre-Emile Höjbjerg hätte sich eine Erklärung vom Referee gewünscht: „Manchmal würde man gerne vom Schiedsrichter selbst hören, was er dachte“, sagte der ehemalige Bayern-Profi: „Vielleicht sollte auch der Schiedsrichter vor einem Mikrofon stehen dürfen.“

Dänemarks Trainer Kasper Hjulmand war direkt nach dem Spiel zu einer sachlichen Analyse verständlicherweise noch nicht in der Lage. „Wir sind sehr enttäuscht, es ist hart für mich, darüber zu sprechen. Vielleicht kann ich das in einigen Tagen besser sagen“, sagte der 49-Jährige nach dem Aus im Halbfinale der Fußball-Europameisterschaft. „Dass es so entschieden wird - ich habe die internationale Presse gelesen - es war ein Elfmeter, den es nicht hätte geben sollen, das macht mich ärgerlich. Wir sind sehr enttäuscht.“

Wahrscheinlich kann ihm dies niemand verdenken. Nicht einmal die Briten, die sich noch beim Abspielen der Hymnen vor der Partie alles andere als fair verhalten hatten. (skr mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © Frank Hoermann/Sven Simon/Imago Images

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