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Nicht zu stoppen: Max Kruse (links) trifft zum 1:0, Jonathan Tah kommt zu spät.

Bremen - Leverkusen

Dämpfer für Bosz

Starker Max Kruse führt Werder Bremen zum Sieg in Leverkusen.

Matchwinner Max Kruse winkte strahlend den feiernden Fans, zu größeren Jubelszenen reichte seine Kraft aber nicht mehr. Der überragende Kapitän hat Werder Bremen mit zwei Toren und einer Vorlage fast im Alleingang zu einem 3:1 (2:0)-Erfolg bei Bayer Leverkusen geführt, nach seiner Energieleistung ließ sich der 30-Jährige aber erst einmal völlig ausgepumpt auf den Rasen fallen.

Als er tief Luft geholt hatte, blieb Kruse trotz seiner Saisontore sieben und acht (13./90.+5) bescheiden. „Das war eine tolle Mannschaftsleistung“, sagte der Offensivspieler bei Eurosport: „In der ersten Halbzeit haben wir es sehr gut gemacht. In der zweiten Halbzeit hatte Leverkusen eine Drangphase. Aber ich hatte immer das Gefühl, dass wir den entscheidenden Konter setzen können.“

Für die Entscheidung sorgte Kruse mit einem letzten Sprint und einem überlegten Abschluss per Lupfer in der Nachspielzeit selbst. „Das letzte Tor macht er sensationell“, lobte Mitspieler Maximilian Eggestein.

Im Kampf um die Europacup-Plätze schoben sich die Norddeutschen, für die Milot Rashica (37.) nach Pass von Kruse den zweiten Treffer erzielt hatte, bis auf drei Punkte an Leverkusen heran. Bayers Rückstand auf die Champions-League-Ränge beträgt derweil nach der zweiten Heimniederlage unter Trainer Peter Bosz fünf Zähler.

„Wenn du in der Tabelle nach oben willst, musst du solche Spiele über 90 Minuten durchziehen. Wir waren von der ersten Minute an nicht voll da. Das war zu wenig“, sagte Kapitän Lars Bender selbstkritisch. Nach der Pause machten die Gastgeber zwar viel Druck, mehr als der zwischenzeitliche Anschlusstreffer von Leon Bailey (75.) sprang dabei aber nicht heraus.

„Wir haben es in der ersten Halbzeit verloren. In der zweiten Halbzeit haben wir eine Reaktion gezeigt und hatten die Möglichkeiten zum 2:2. Aufgrund der ersten Halbzeit hatten wir es aber nicht verdient, einen Punkt zu holen“, sagte Bayer-Stürmer Kevin Volland So jubelte Bremen am Ende verdient über den fünften Auswärtssieg der Saison.

Vor 30 210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena startete Bayer ohne Nationalspieler Kai Havertz, der wegen Magenbeschwerden zunächst nur auf der Bank saß. Dafür meldete sich Lars Bender nach auskurierter Oberschenkelblessur zurück. Werder musste auf Philipp Bargfrede und Routinier Claudio Pizarro (beide Oberschenkelprobleme) verzichten.

Bremen kam besser aus den Startlöchern. Bayer versuchte immer wieder, über die Flügel in die Gefahrenzone zu kommen, agierte dabei aber viel zu umständlich. Die Norddeutschen, die im Hinspiel eine bittere 2:6-Pleite kassiert hatten, setzten ihrerseits mit ihren überfallartigen Kontern immer wieder Nadelstiche. Der SV Werder stellte zudem einen Vereinsrekord ein, denn Werder traf in der Liga zum 27. Mal in Folge, was zuvor nur in der Saison 2004/2005 gelungen war. (sid)

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